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From Farm to Table. Aus Italien nach Berlin: Re Cucina in Kreuzberg

Aufs Wesentliche reduziert: Mit dem Re Cucina feiern Allegra Gusti und Giuseppe Penne die handwerklich-bäuerliche Küche Italiens

Gute Grundprodukte, mehr braucht es eigentlich nicht. Foto: 2019 Andrea Padoan. All rights reserved.

Aus dem Piemont und der Emilia-Romagna vor allem, den beiden überbordend kulinarischen Regionen, aus denen Gastgeberin Allegra Guasti und Koch Giuseppe Penne kommen, sie stammt aus Parma, er aus Turin. Gemeinsam ist ihnen die Leidenschaft für eine bäuerlich-handwerkliche Produktküche.  Eine bei 60 Grad zart gegarte Schweineschulter kommt dünn aufgeschnitten zur italienischen Variante einer kräuterintensiven Grünen Soße. Und die selig leckeren Reginette mit Stängelkohl, Salsiccia und Parmesan haben ein derart eindrückliches Mundegfühl, dass ich sofort an einen Text des Wieners Künstlers Peter Kubelka denken muss: Früher hätte jede*r Italiener*in die Pasta seiner Heimatregion am Gaumen erkannt. Gefühltes Essen sozusagen, das ist ja obendrein auch ein sehr schönes Bild.

Nun, im Re Cucina wäre das wieder möglich. Nicht nur, weil die Pasta, in einer vegetarischen und einer fisch- oder fleischigen Variante gibt es sie auch zum Lunch, täglich frisch gemacht wird. Überhaupt lebt dieses sehr kleine und atmosphärisch sehr schöne Lokal von einem lässig inszenierten Traditionsbewusstsein. Und von der Aufrichtigkeit, mit der hier jede Zutat ernst genommen wird. Daher auch der Name: Re Cucina. Was wahlweise als Reduzieren, Redefinieren oder als die Essenz des Wortes Restaurant verstanden werden kann.

Mittags gibt es auch Panini, abends eine ausdrucksstarke, fair kalkulierte Auswahl an ebenfalls direkt importierten Weinen sowie unfiltriertes Ichnusa-Bier aus Sardinien. Also unbedingt zweimal hingehen.Clemens Niedenthal

Re Cucina Graefestr. 78, Kreuzberg, Tel. 25 56 86 81, Di–Fr 12–22 Uhr, Sa 12.30–22 Uhr

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