Essen & Trinken

Restaurant Bass in Wilmersdorf

Restaurant Bass in Wilmersdorf

Dort der Strandkorb, da die Kuckucksuhr. Was das Interieur noch ein wenig plump inszeniert, kommt auf der Karte schlüssig daher. In dieser ruhigen Seitennische des Ku’damms haben nämlich zwei ein Restaurant eröffnet, deren Heimat, zumindest auf der Deutschlandkarte, diametral auseinander liegen. Serviceleiterin Anja Stiba stammt aus Stralsund, Koch Bernd Schwarz aus dem Badischen. Matjes und Maultaschen. Und weil die beiden ein Paar sind, haben sie das Bass schlicht nach ihren Initialen benannt. Schlicht passt ohnehin gut. Kein Chi­chi, keine Allüren. Stattdessen Sanddorn-Kräuterbutter und einen Salat (4 Euro), der in seiner Simplizität (und der Produktqualität) Freude macht. Der Hauptgang pointiert das regionale Miteinander: „Brass-Kaus“. Wobei diese frei interpretierte Labskaus-Variante (9,50 Euro) die Kalbskopfsülze zwischen Kartoffelstampf und Spiegelei anschwitzen lässt. Der Matjeshering kontert dieses Soul Food wunderbar sauer. Beim Wiener Schnitzel (18,50 Euro) begeistert die Panade: Hand- und grob gerieben ist die, auch aus dunklem Brot.
Biere von Störtebecker, Landweine aus Baden, günstige, handfeste ­Lunchkarte. Ausprobieren.   

Text: Clemens Niedenthal

Foto:
Ole Heinrich

Restaurant Bass Xantener Str. 9, Wilmersdorf, ?Tel. 88 67 75 09, Di–Fr 12–14.30 Uhr u. 18–23 Uhr, Sa+So 17–23 Uhr,? www.restaurant-bass.de

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