Essen in Mitte

12 Restaurants in Mitte, die immer einen Besuch wert sind

Mitte ist gastronomisch sicher einer der spannendsten Bezirke: Die verschiedensten Länderküchen, immer eine Alternative zur Hand, schick und oft trotzdem bezahlbar. Zwar gelten andere Bezirke inzwischen mitunter als innovativer – weil Durchstarter*innen und Neulinge die Mieten noch bezahlen und sich ihr Publikum erst einmal erkochen können. Wer aber nach einem Aufenthalt in der Stadtmitte noch hungrig ist, hat trotzdem etwas falsch gemacht. Wir haben 12 Restaurants für euch, in die wir immer gern einkehren.


Cordo

Foto Cordo

Im Cordo gibt es europäische Küche mit modernem Twist – gereicht als Menü, wahlweise mit (Hafenrundfahrt) oder ohne (Gartenrundgang) Fleisch beziehungsweise Meeresbewohnern. Das kriegt das Team ganz gut hin, die ehemalige Cordobar hat einen Stern.

Exemplarisch bei unserem Besuch für die tollen Kompositionen der erdige und kühn von Curry (!) umwehte Selleriegang mit dem wachsweichen Eidotter: So schmeckt ein lokal-saisonaler Teller von einem Küchenchef, der gleich neben den hanseatischen Gewürzkontoren aufgewachsen ist.

Oder das Kalbshirn mit Wasabi-Saat und fermentiertem Rettich: Frankophile Haute Cuisine, ein produktethischer Nose-to-Tail-Gedanke und die zeitgenössische Leidenschaft für Konservierungstechniken treffen sich auf einem überaus geistreichen Teller.

Cordo Große Hamburger Str. 32, Mitte, geöffnet Dienstag bis Samstag ab 19 Uhr, Reservierung online und unter 030/ 275 812 15


Nobelhart & Schmutzig (aka Nobelhart & Daheim)

Ein Teller mit Gemüse im Nobelhart und Schmutzig. Das Restaraunt in Mitte ist noch offen.
Im Nobelhart kommt eigentlich brutal-lokale Küche auf den Tisch – jetzt gibt es Menüs für Zuhause. Foto: Marko Seifer

Natürlich wissen wir, dass das Nobelhart & Schmutzig streng genommen auf der Kreuzberger Seite der Friedrichstraße beheimatet ist – aber seien wir mal ehrlich: Mitte, das ist mehr so ein Gefühl als eine Postleitzahl, oder?

Das Motto des Restaurants ist „Brutal lokal“. Das wird hier so konsequent durchgezogen, dass nicht einmal Zitrone auf den Teller darf. Die Karte ist entsprechend teils täglichen Änderungen unterworfen, die Kompositionen von Kalb/Salbei bis Gurke/Dillblüten aber immer so gelungen, dass es nicht nur einen Stern gab, sondern wir uns auch keine Sorge machen müssen, was letztlich auf dem Teller landet.

Wer lieber Zuhause speist, kann sich vorbereitete Boxen abholen und daraus dann selbst ein Mahl zaubern. Zudem verkauft Nobelhardt & Schmutzig auch ausgewählte Lebensmittel.

Nobelhart & Schmutzig Friedrichstraße 218, Kreuzberg, Di–Sa 10–18 Uhr, Tel. 25 94 06 10, Homepage


Shiori

Kleine Schalen und Sushi auf Blatt auf Holztablett auf Holztheke, Essstäbchen und Wasserglas daneben. Das Restaurant Shiori in Mitte ist noch offen.
Japanische Köstlichkeiten im Shiori. Foto: Sasha Kharchenko

Im japanischen Shiori ist der Abend streng durchkomponiert – auf die denkbar schönste Art und Weise. Serviert wird das Zehn-Gang-Menü „Omakase“, das bedeutet, der Chef nimmt dem Gast die Wahl ab. Natürlich spielt Fisch eine Rolle, der Feinheiten sind es dann aber doch ein paar mehr als im Sushi-Laden an der Ecke. Die Tempura mit Seeigelfüllung in einer Zucchiniblüte gebacken sind Kunst. Exquisiten Spezialitäten wie dem Bara-chirash, das ist Sashimi in grandioser Shiori-Qualität, können wir nur schwer widerstehen. Müssen wir ja aber zum Glück auch nicht. Die Philosophie des Ladens, angelehnt an Teezeremonien, ist eine besondere Wertschätzung des Moments. Das gelingt.

Shiori Max-Beer-Straße 13, Mitte, Mi-So um 19 Uhr (Gäste müssen dann dort seien, es wird direkt serviert), nur mit Reservierung, Platz für acht Personen


Smartdeli

Und nochmal Japan: für den kleineren Hunger empfehlen wir das charmante kleine Smartdeli. Hier stehen Sushi, wechselnde Bento-Boxen mit allerlei Köstlichkeiten, Süßwaren und japanische Lebensmittel auf der Karte, dazu tolle Wochengerichte wie etwa gebratener Lachs. Alles zuverlässig köstlich und super, wenn es mit dem Genuss mal schnell und unkompliziert gehen soll. Das Deli bietet einen Online-Shop für japanische Lebensmittel, teils auch für andere Städte.

Smart Deli Novalisstraße 2, Mitte, Mo–Fr 12–22 Uhr, Sa 12–22 (Sommerzeit) bzw. 12–18 Uhr (Winterzeit), Homepage


Canal 

Für uns sind Eclairs ja systemrelevant. Schließlich vermag so ein kleines süßes Kunstwerk von Daniella Barriobero Canal uns aus jedem noch so tiefen Loch herauszureißen. Die unsagbar exquisiten Teilchen gibt es in verschiedenen Ausführungen von fruchtig bis nussig, dazu verkauft Canal auch noch Eis.

Canal in den Hackeschen Höfen, Rosenthaler Str. 40, Mitte, Mi–So 12–20 Uhr


Freundschaft

Ein guter Freund ist ganz besonders viel wert in dieser Zeit. Besonders dieser: Die Weinbar an diesem Wahnsinnsort (direkt neben Dussmann!) hat eine kleine, feine Speisekarte, damit uns das Trinken nicht gleich aus den Socken haut. Von gegrilltem Chicoreé mit Ei und Pfifferlingen bis zum Lammtartar gibt es immer wieder tolle Kreationen – und natürlich Wein, Tausende Flaschen. Herrlich.

Bar Freundschaft, Mittelstraße 1, Mitte, Mo–Fr 16–19 Uhr


Cookies Family Lieferservice

Verschiedene Lebensmittel zubereitet und verpackt auf Papiertüte, mit neongelben Labeln.
Wechselnde Menüs, immer Spaß: der Cookies Lieferservice. Foto: Cookies Show

Aus dem Club in Mitte ist mittlerweile ein ganzes Restaurantimperium erwachsen: das vegetarische Cookies Cream, das ausschweifende Crackers und die futuristische Data Kitchen. Als „Cookies Family Lieferservice“ gibt es alle zwei, drei Tage ein neues Menü aus einem der Restaurants geliefert oder zum Mitnehmen.

Cookies Family Lieferservice, tgl. bestellen bis 16.30, Lieferung am gleichen Abend zwischen 17–20 Uhr


Lokal

Wenn wir schon nicht ins Lokal gehen können, kommt das Lokal eben zu uns. Das Restaurant war eines der ersten in Berlin, die regional-saisonale Küche mit lässiger Atmosphäre und dem gewissen bisschen Coolness verbanden. Wer noch nicht lokal im Lokal war, kennt vielleicht das Team aus der nicht unweit gelegenen Chipperfield Kantine, die sie ebenfalls betreiben. Nach einigen Wochen Pause ist das Restaurant in Mitte wieder offen und nimmt Bestellungen für Tagesgerichte und Lieblingsweine entgegen. Wenn das mal nicht eine gute Nachricht ist!

Lokal, Linienstraße 160, Mitte, tgl. 12–20 Uhr, Bestellen unter Tel. 28449500

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Ab sofort könnt ihr euch alle Tagesberichte und Lieblingsweine zum mitnehmen bestellen. Ruft uns an 📞 #lokal #berlin #supportyourlocal #supportsmallbusiness #supportyourlocals #berlinmitte

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House of Small Wonder

Vollgedeckter Tisch mit zahlreichen Speisen von oben fotografiert im House of Small Wonder. Das Restaraurant in Mitte ist noch offen.
Ein vollgedeckter Tisch im japanischen Café an anderen Tagen…. Foto: House Of Small Wonder

Das sympathische japanisch-inspirierte Frühstücks- und Lunchlokal (das seit einiger Zeit auch Abendservice anbot) besticht ja nicht nur durch seine Wohlfühlküche, sondern vor allem auch durch das hübsche Interieur. Nun können wir die hübsche Pflanzensammlung derzeit nicht besuchen, aber das Restaurant in Mitte an sich ist ja doch noch – oder eher wieder – offen. Ihre „japanische Carbonara“ mit Udonnudeln und andere Klassiker des ungewöhnlichen kleinen Lokals kommen jetzt nämlich zu uns nach Hause.

House of Small Wonder, Johannisstraße 20, Mitte, Mo–Fr 11–14 Uhr, Bestellung über den Anbieter Trufflepony, bislang nur in Mitte aber Lieferbereich soll schnell ausgeweitet werden

https://www.instagram.com/p/B-wzl0QIlgX/

The Barn

Blick auf The Barn Rösterei im Dunklen, Rösterei erleuchtet. Das Restaurant in Mitte ist noch offen.
Die Rösterei von The Barn ist weiterhin geöffnet – ein Segen für Coffeinjunkies in Mitte. Foto: The Barn

Was eine Entwicklung: vom winzigen Laden in Mitte zu einem wahren Kaffeeimperium von internationalem Ruf. Dieser Tage sind allerdings nur noch die The Barn-Rösterei in der Schönhauser Allee und das Café in der Neuköllner Friedelstraße offen. Aus dem Fenster werden Kaffeebohnen (auch gemahlen) und Kaffee zum Mitnehmen verkauft. Übrigens liefert The Barn derzeit auch Kaffee an Krankenhäuser – tolle Aktion!

The Barn, Schönhauser Allee 8, Mitte, tgl. 11.30–15.30


The NOName

Gerade erst hat sich das The NoName noch neu erfunden. Neuer Chef, neue Richtung, alles neu. Und dann – das. Aber: sie lassen sich nicht unterkriegen. Nein, das Restaurant in Mitte bleibt auch trotz Corona noch offen. Küchenchef Vicenzo Broszio bietet nun statt Fine Dining drei Ravioli-Gerichte zum Mitnehmen oder mit Lieferung an: mit Shiitake, Lauch und Sonnenblumenmilch, mit Kalbsbäckchen, Rosenseitling und Schwarzwurzelcrema, oder Ravioli mit Rochen, Spargel, Karotte und Krustentierbisque. Und sie müssen dann nur noch für etwa fünf Minuten aufgewärmt werden. Pakete mit passendem Wein werden auf Wunsch auch zusammengestellt.

The NoName, Oranienburger Straße 32, Mitte, Di–Sa 12–19 Uhr⁠, Vorbestellung über www.shop.the-noname.de, per E-Mail [email protected], Tel. 288 777 88, Lieferung nach Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte

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In diesen Zeiten arbeiten viele Gastronomen und Restaurants an alternativen Konzepten – aus dem Wunsch heraus, weiterhin kreativ tätig zu sein, solidarische Angebote zu schaffen, Mut zu schöpfen und aus der Krise geschüttelt und doch gestärkt wieder herauszukommen. Wir möchten euch eine kleine genussvolle Auszeit bieten mit selbstgemachten Ravioli aus unserer Küche und dazu passenden Weinen – empfohlen von unserem Sommelier. Deshalb bieten auch wir AB MORGEN einen Sonder-Service für PICK-UP & HOME-DELIVERY an! ⁠⠀ ⁠⠀ VARIANTEN:⁠⠀ 🥗Ravioli mit Shiitake, Lauch und Sonnenblumenmilch ⁠⠀ 🐮Ravioli mit Kalbsbäckchen, Rosenseitling und Schwarzwurzelcrema (Hier im Bild)⁠⠀ 🐟Ravioli mit Rochen, Spargel, Karotte und Krustentierbisque ⁠⠀ ⁠⠀ 💶Preis pro Portion € 12,50 | Pick-up € 11 ⁠⠀ Ihr müsst die Ravioli nur noch aufwärmen (ca. 5 Minuten). Die Anleitung kommt von uns. ⁠⠀ ⁠⠀ 🖤Wir liefern VERSANDKOSTENFREI in die Bezirke Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte ⁠⠀ 🖤Bestellt einfach per 📦 Online-Shop 🎯Link in Bio 📧 [email protected] ☎️030-28877788⁠⠀ 🖤Lieferung innerhalb einer Stunde möglich ⁠⠀ 🖤Dienstag bis Samstag zwischen 12 und 19 Uhr⁠⠀ ⁠⠀ Passt gut auf euch auf, bleibt gesund und lasst es euch schmecken!⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ #thenonameberlin #berlinfoodblogger #foodblogger #berlin #finedining #myberlin #berlinfood #foodexperience ⁠#nolimitsnoboundariesnoname #BetterTogether #community #deliveryberlin #delivering #deliverservice #ordernow #supportyourlocals #weneedyou #foodlove⁠

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Tim Raue

Könisberger Klopse mit Beilagen in Styroporverpackung auf Holztisch. Das Restaurant Tim Raue in Mitte ist noch offen.
Königsberger Klopse aus der Villa Kellermann – für Zuhause. Foto: Restaurant Tim Raue

Auch hier gilt: wir wissen ja, dass das Restaurant eigentlich in Kreuzberg liegt. Aber gefühlt gehört auch dieses für uns eindeutig zu Mitte. In jedem Fall: Tim Raue, Zwei-Sterne–Koch, Gastro-Entertainer und ein Kind Kreuzbergs, liefert nun ein Best-of der Menüs seines Restaurantimperiums jetzt auch bis an die Wohnungstür. Der Name für den Lieferservice? Leider doch ein typischer Raue: „Fuh Kin Great“. Ob so eine wörtliche Verballhornung asiatischer Kultur dieser Tage unbedingt so sein muss, darüber kann man – und sollte auch – noch streiten. Vielleicht bei einer Portion seiner Königsberger Klopse mit Rote-Beete-Salat und Kartoffelpürree oder dem dekonstruierten Yuzu-Cheesecake.

Restaurant Tim Raue, Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, Di–Sa, Bestellungen am Vortag bis 17 Uhr, Lieferung zwischen 11–15 Uhr, Liefergebühr nach Entfernung, Abholung zwischen 11–15 Uhr



Keine Lust auf Supermärkte? Wir haben Tipps für gute Lebensmittel in Berlin – garantiert ohne Hamstern. Viele Cafés sind noch offen – unsere Empfehlungen. Und auch die Gastronomie hat sich schnell angepasst, es gibt tolles Essen in geöffneten Restaurants und Bars – zum Abholen. Doch lieber selber kochen? Wir haben Berliner Köch*innen nach Rezepten gefragt.

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