Essen in Mitte

12 Restaurants in Mitte, die liefern oder Take-Away anbieten

Zwar kann man dieser Tage nicht mehr in seinen Lieblingsrestaurants und Cafés sitzen, geschweige denn in Bars den Abend vorbeifließen lassen, aber das heißt nicht, dass man auf ihre Spezialitäten verzichten muss. Denn einige unserer anderen liebsten Restaurants in Mitte (und manche, die nur gefühlt in Mitte liegen) sind weiterhin noch offen. Und mit jeder Bestellung sorgen wie ein bisschen mehr dafür, dass unsere Favoriten überleben können und laden uns ein bisschen mehr Normalität zu unseren Esstischen ein.


Cordo

Essen in Verpackung von oben auf Holzboden fotografiert. Das Restaurant Cordo in Mitte ist noch offen.
Das Cordo Ostermenü für Zuhause. Foto: Philipp Dreyer

Es ist so weit! Das frisch besternte Cordo hat dieser Tage seinen formidablen Lieferdienst gestartet. Wir freuen uns auf tolle Kreationen wie Räucherfisch-Profiteroles, Spargelsalat mit Himbeeren, Lammragout, Rote Beete und Canelés. Menü auf der Seite, Bestellung immer am Vortag. Yeah!

Cordo, Große Hamburger Str. 32, Mitte, Bestellung unter Tel. 275 81215 oder online


Nobelhart & Schmutzig (aka Nobelhart & Daheim)

Ein Teller mit Gemüse im Nobelhart und Schmutzig. Das Restaraunt in Mitte ist noch offen.
Im Nobelhart kommt eigentlich brutal-lokale Küche auf den Tisch – jetzt gibt es Menüs für Zuhause. Foto: Marko Seifert

War ja klar, könnte man jetzt sagen, dass dieser Billy Wagner auch aus der größten Krise wieder irgendeine Idee destilliert. Wir aber sagen lieber, dass dieses Abendbrot die geradezu logischste aller Möglichkeiten ist, an einem regional-saisonalen Restaurant wie dem Nobelhart & Schmutzig in diesen seltsamen Tagen zu partizipieren.

Zwei wöchentlich wechselnde Menüs (vegetarisch 48 Euro/Fleisch 50 Euro) bringen großartigen Produzent*innen und die Achtung vor dem Produktionsprozess von Lebensmitteln nach Hause. Mit einem ganz Laib Sauerteigbrot von Florain Domberger, mit tiefenaromatischen Rindfleisch (oder einem Glas Frischkäse) vom Erdhof Seewalde oder Grünkohl aus der Domäne Dahlem. Und die abschließenden Caneles sind wohl die besten Rührküchlein der Stadt.

Und ja, natürlich wissen wir, dass das Nobelhart & Schmutzig streng genommen auf der Kreuzberger Seite der Friedrichstraße beheimatet ist – aber seien wir mal ehrlich: Mitte, das ist mehr so ein Gefühl als eine Postleitzahl, oder?

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstraße 218, Kreuzberg, Di–Sa 10–18 Uhr, Tel. 25 94 06 10, [email protected]

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For English check comments Die Mahlzeit ist so ausgelegt, dass Ihr alles am gleichen Abend zubereiten. Je nachdem, ob Ihr mehr oder weniger Hunger habt, bleibt aber wahrscheinlich noch etwas übrig. Das schmeckt dann auch gut zum Mittag am nächsten Tag. Das Brot und der Frischkäse halten natürlich noch viel länger. Wir stellen uns vor, dass Ihr auch noch in den nächsten Tagen etwas davon haben. Sie bekommen unsere Sauerteigseele von Florian Domberger Brotwerk aus Moabit. Dazu gibt es eine Flasche frisch gepresstes Goldleinöl von der Ölmühle an der Havel und ein Glas Frischkäse vom Erdhof Seewalde. Die ersten, frischen Salate dieses Frühlings servieren wir mit einem Roggengrasöl. Junge Radieschen von Grete Peschken werden verfeinert mit einer kraftvollen Bechamelsoße und Leindotteröl von der Ölmühle an der Havel. Dazu gibt es das berühmte, geräucherte Kartoffelpüree aus Kartoffeln von Uwe Marschke. Knackiger Porree (Bauer Zielke) wird mit Dillbutter (Schnelles Grünzeug) abgeschmeckt. Für eine sanft ätherische Note in Ihrer Mahlzeit sorgt junger Fenchel mit Apfelkraut. Für danach bekommen Sie einen Berliner nach dem Rezept von unserer ehemaligen Sous Chefin Katrin Eva Engelen. Der Berliner ist leicht beschwipst mit einem Marillenbrand von der Schwarzer Brennerei aus Tirol und einer hausgemachten Mirabellenmarmelade. Für eine Person 72,00 € ➡️ Bitte auf den Link in der Bio folgen. Dort finden Sie das volle Angebot. Frohe Ostern.

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Shiori

Kleine Schalen und Sushi auf Blatt auf Holztablett auf Holztheke, Essstäbchen und Wasserglas daneben. Das Restaurant Shiori in Mitte ist noch offen.
Japanische Köstlichkeiten im Shiori. Foto: Sasha Kharchenko

Eigentlich ist so ein Abend im Shiori streng durchkomponiert – auf die denkbar schönste Art und Weise. In so einer globalen Pandemiesituation ist das aber derzeit leider nicht mehr umzusetzen. Trotzdem ist das Restaurant in Mitte noch offen. Und sogar noch besser: Dafür kommt das Shiori zu uns nach Hause, mit einer exquisiten japanischen Spezialität: dem Bara-chirashi. Das ist Sashimi in gewohnt hoher Shiori-Qualität, verteilt in einer Holzschale, die in handgefärbtem Tuch eingeschlagen wird. Jede Bestellung ist für zwei Genießer ausgelegt – aber aufgepasst: es gibt nur 10 Boxen pro Tag.

Shiori, Max-Beer-Straße 13, Mitte, Di-Sa auf Vorbestellung über [email protected], Lieferung in Mitte, Abholung 13–15 Uhr


Smartdeli

Und nochmal Japan: für den kleineren Hunger empfehlen wir das charmante kleine Smartdeli. Also sowieso immer, aber derzeit erst recht. Hier stehen Sushi, Bento-Boxen, Süßwaren und japanische Lebensmittel auf der Karte. Der lässige Laden bleibt auch in dieser Situation unaufgeregt. Daran sollten wir uns alle ein Vorbild nehmen.

Smart Deli, Novalisstraße 2, Mitte, Mo–Sa 12–18h, Vorbestellung Speisen unter Tel. 20687037


Canal 

Für uns sind Eclairs ja systemrelevant. Schließlich vermag so ein kleines süßes Kunstwerk von Daniella Barriobero Canal uns aus jedem noch so tiefen Corona-Loch herauszureißen. Schon allein dafür sind wir ihr dankbar. Jetzt eröffnet auch der Shop in den Hackeschen Höfen wieder. Eclairs gibt es ab sofort noch auf Vorbestellung, Eiskugeln auch ohne. Und nebenbei finden wir mal raus, wie die Hackeschen Höfe so ganz ohne Touristen aussehen…

Canal, in den Hackeschen Höfen, Rosenthaler Str. 40, Mitte, Mi–So 12–18 Uhr


Freundschaft

Ein guter Freund ist ganz besonders viel wert in dieser Zeit. Besonders dieser: die Weinbar an diesem Wahnsinnsort (direkt neben Dussmann!) wird zum Wirtshaus to go. Wechselnde Eintöpfe (Kartoffel-Linsen-Curry-Lauch, zum Beispiel), eingemachter Wiener Gulasch, Käse, Wurstgulasch – und natürlich Wein. Alles als, so viel Wiener Schmäh muss sein, Gassenverkauf aus dem Fenster. Herrlich.

Freundschaft, Mittelstraße 1, Mitte, Mo–Fr 16–19 Uhr


Cookies Family Lieferservice

Verschiedene Lebensmittel zubereitet und verpackt auf Papiertüte, mit neongelben Labeln.
Wechselnde Menüs, immer Spaß: der Cookies Lieferservice. Foto: Cookies Show

Aus dem Club in Mitte ist mittlerweile ein ganzes Restaurantimperium erwachsen: das vegetarische Cookies Cream, das ausschweifende Crackers und die futuristische Data Kitchen. Als „Cookies Family Lieferservice“ gibt es alle zwei, drei Tage ein neues Menü aus einem der Restaurants geliefert oder zum Mitnehmen.

Cookies Family Lieferservice, tgl. bestellen bis 16.30, Lieferung am gleichen Abend zwischen 17–20 Uhr


Lokal

Wenn wir schon nicht ins Lokal gehen können, kommt das Lokal eben zu uns. Das Restaurant war eines der ersten in Berlin, die regional-saisonale Küche mit lässiger Atmosphäre und dem gewissen bisschen Coolness verbanden. Wer noch nicht lokal im Lokal war, kennt vielleicht das Team aus der nicht unweit gelegenen Chipperfield Kantine, die sie ebenfalls betreiben. Nach einigen Wochen Pause ist das Restaurant in Mitte wieder offen und nimmt Bestellungen für Tagesgerichte und Lieblingsweine entgegen. Wenn das mal nicht eine gute Nachricht ist!

Lokal, Linienstraße 160, Mitte, tgl. 12–20 Uhr, Bestellen unter Tel. 28449500

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Ab sofort könnt ihr euch alle Tagesberichte und Lieblingsweine zum mitnehmen bestellen. Ruft uns an 📞 #lokal #berlin #supportyourlocal #supportsmallbusiness #supportyourlocals #berlinmitte

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House of Small Wonder

Vollgedeckter Tisch mit zahlreichen Speisen von oben fotografiert im House of Small Wonder. Das Restaraurant in Mitte ist noch offen.
Ein vollgedeckter Tisch im japanischen Café an anderen Tagen…. Foto: House Of Small Wonder

Das sympathische japanisch-inspirierte Frühstücks- und Lunchlokal (das seit einiger Zeit auch Abendservice anbot) besticht ja nicht nur durch seine Wohlfühlküche, sondern vor allem auch durch das hübsche Interieur. Nun können wir die hübsche Pflanzensammlung derzeit nicht besuchen, aber das Restaurant in Mitte an sich ist ja doch noch – oder eher wieder – offen. Ihre „japanische Carbonara“ mit Udonnudeln und andere Klassiker des ungewöhnlichen kleinen Lokals kommen jetzt nämlich zu uns nach Hause.

House of Small Wonder, Johannisstraße 20, Mitte, Mo–Fr 11–14 Uhr, Bestellung über den Anbieter Trufflepony, bislang nur in Mitte aber Lieferbereich soll schnell ausgeweitet werden

https://www.instagram.com/p/B-wzl0QIlgX/

The Barn

Blick auf The Barn Rösterei im Dunklen, Rösterei erleuchtet. Das Restaurant in Mitte ist noch offen.
Die Rösterei von The Barn ist weiterhin geöffnet – ein Segen für Coffeinjunkies in Mitte. Foto: The Barn

Was eine Entwicklung: vom winzigen Laden in Mitte zu einem wahren Kaffeeimperium von internationalem Ruf. Dieser Tage sind allerdings nur noch die The Barn-Rösterei in der Schönhauser Allee und das Café in der Neuköllner Friedelstraße offen. Aus dem Fenster werden Kaffeebohnen (auch gemahlen) und Kaffee zum Mitnehmen verkauft. Übrigens liefert The Barn derzeit auch Kaffee an Krankenhäuser – tolle Aktion!

The Barn, Schönhauser Allee 8, Mitte, tgl. 11.30–15.30


The NOName

Gerade erst hat sich das The NoName noch neu erfunden. Neuer Chef, neue Richtung, alles neu. Und dann – das. Aber: sie lassen sich nicht unterkriegen. Nein, das Restaurant in Mitte bleibt auch trotz Corona noch offen. Küchenchef Vicenzo Broszio bietet nun statt Fine Dining drei Ravioli-Gerichte zum Mitnehmen oder mit Lieferung an: mit Shiitake, Lauch und Sonnenblumenmilch, mit Kalbsbäckchen, Rosenseitling und Schwarzwurzelcrema, oder Ravioli mit Rochen, Spargel, Karotte und Krustentierbisque. Und sie müssen dann nur noch für etwa fünf Minuten aufgewärmt werden. Pakete mit passendem Wein werden auf Wunsch auch zusammengestellt.

The NoName, Oranienburger Straße 32, Mitte, Di–Sa 12–19 Uhr⁠, Vorbestellung über www.shop.the-noname.de, per E-Mail [email protected], Tel. 288 777 88, Lieferung nach Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte

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In diesen Zeiten arbeiten viele Gastronomen und Restaurants an alternativen Konzepten – aus dem Wunsch heraus, weiterhin kreativ tätig zu sein, solidarische Angebote zu schaffen, Mut zu schöpfen und aus der Krise geschüttelt und doch gestärkt wieder herauszukommen. Wir möchten euch eine kleine genussvolle Auszeit bieten mit selbstgemachten Ravioli aus unserer Küche und dazu passenden Weinen – empfohlen von unserem Sommelier. Deshalb bieten auch wir AB MORGEN einen Sonder-Service für PICK-UP & HOME-DELIVERY an! ⁠⠀ ⁠⠀ VARIANTEN:⁠⠀ 🥗Ravioli mit Shiitake, Lauch und Sonnenblumenmilch ⁠⠀ 🐮Ravioli mit Kalbsbäckchen, Rosenseitling und Schwarzwurzelcrema (Hier im Bild)⁠⠀ 🐟Ravioli mit Rochen, Spargel, Karotte und Krustentierbisque ⁠⠀ ⁠⠀ 💶Preis pro Portion € 12,50 | Pick-up € 11 ⁠⠀ Ihr müsst die Ravioli nur noch aufwärmen (ca. 5 Minuten). Die Anleitung kommt von uns. ⁠⠀ ⁠⠀ 🖤Wir liefern VERSANDKOSTENFREI in die Bezirke Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte ⁠⠀ 🖤Bestellt einfach per 📦 Online-Shop 🎯Link in Bio 📧 [email protected] ☎️030-28877788⁠⠀ 🖤Lieferung innerhalb einer Stunde möglich ⁠⠀ 🖤Dienstag bis Samstag zwischen 12 und 19 Uhr⁠⠀ ⁠⠀ Passt gut auf euch auf, bleibt gesund und lasst es euch schmecken!⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ .⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀⁠⠀ #thenonameberlin #berlinfoodblogger #foodblogger #berlin #finedining #myberlin #berlinfood #foodexperience ⁠#nolimitsnoboundariesnoname #BetterTogether #community #deliveryberlin #delivering #deliverservice #ordernow #supportyourlocals #weneedyou #foodlove⁠

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Tim Raue

Könisberger Klopse mit Beilagen in Styroporverpackung auf Holztisch. Das Restaurant Tim Raue in Mitte ist noch offen.
Königsberger Klopse aus der Villa Kellermann – für Zuhause. Foto: Restaurant Tim Raue

Auch hier gilt: wir wissen ja, dass das Restaurant eigentlich in Kreuzberg liegt. Aber gefühlt gehört auch dieses für uns eindeutig zu Mitte. In jedem Fall: Tim Raue, Zwei-Sterne–Koch, Gastro-Entertainer und ein Kind Kreuzbergs, liefert nun ein Best-of der Menüs seines Restaurantimperiums jetzt auch bis an die Wohnungstür. Der Name für den Lieferservice? Leider doch ein typischer Raue: „Fuh Kin Great“. Ob so eine wörtliche Verballhornung asiatischer Kultur dieser Tage unbedingt so sein muss, darüber kann man – und sollte auch – noch streiten. Vielleicht bei einer Portion seiner Königsberger Klopse mit Rote-Beete-Salat und Kartoffelpürree oder dem dekonstruierten Yuzu-Cheesecake.

Restaurant Tim Raue, Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, Di–Sa, Bestellungen am Vortag bis 17 Uhr, Lieferung zwischen 11–15 Uhr, Liefergebühr nach Entfernung, Abholung zwischen 11–15 Uhr



Keine Lust auf Supermärkte? Wir haben Tipps für gute Lebensmittel in Berlin – garantiert ohne Hamstern. Viele Cafés sind noch offen – unsere Empfehlungen. Und auch die Gastronomie hat sich schnell angepasst, es gibt tolles Essen in geöffneten Restaurants und Bars – zum Abholen. Doch lieber selber kochen? Wir haben Berliner Köch*innen nach Rezepten gefragt.

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