Essen in Mitte

Gute Restaurants in Mitte, die liefern oder Take-away anbieten

Mitte ohne Tourist*innen und ohne Büroangestellte in der Mittagspause? Auf jeden Fall einen Besuch wert – so leer und ganz in sich ruhend sieht man diesen Bezirk wahrscheinlich nie wieder. Auch wenn wir uns natürlich die Trubeligkeit der Normalität wieder herwünschen. Bis dahin aber besuchen wir unsere liebsten Restaurants in Mitte (und manche, die nur gefühlt in Mitte liegen) für Take-away und Liefeservice. Und mit jeder Bestellung sorgen wir ein bisschen mehr dafür, dass unsere Favoriten überleben können und kredenzen uns ein bisschen mehr Normalität auf unseren Esstischen.


Drei-Gänge-Glück aus dem Remi

Ein vegetarischer Gang zum Selbstanrichten aus dem Remi: Kartoffelgnocchi mit Butternusskürbis, Würzige Kürbis Sud und Rucola. Foto: Remi

Erst im Sommer haben Stijn Remi und Lode van Zuylen ihr zweites Restaurant, das luftige Remi im Suhrkamp-Gebäude am Rosa-Luxemburg-Platz, eröffnet. Und schon rauschte der erneute Shutdown herein.

Bis wir wieder ihr schönes Alltagslokal besuchen können, bieten sie das „Remi at Home“-Paket an. Was das ist? Eine wöchentlich wechselnde Menüserie mit dem wunderbaren Sauerteigbrot aus dem Lode & Stijn, Vor- und Hauptspeise (jeweils vegetarisch oder mit Fleisch) und einem Nachtisch zu 65 Euro für Zwei. Achtung: Passende Weine kann man sich auch ganz bequem dazu bestellen.


Zuhause kochen mit dem Kink

Die Bar im Kink bleibt für die nächsten Wochen erst einmal leer, dafür arbeitet das Restaurant an einer Take-Away-Option. Mitte Restaurant Take-Away Lieferung
Die Bar im Kink bleibt für die nächsten Wochen erst einmal leer, dafür arbeitet das Restaurant an einer Take-Away-Option. Foto: Robert Rieger

Das Kink war wohl eine der glamourösesten Neueröffnungen des Jahres. Also, so glamourös wie Berlin eben kann – immer noch mit einer gewissen schnoddrigen Lässigkeit und einem Zwinkern im Auge. Man denkt, dass so ein Gesellschaftslokal nun erst mal die Schotten dicht macht, aber nein: Das Restaurant in Mitte ist weiter geöffnet, für Lieferservice und Take-away. Das Team serviert ein wechselndes vier-gängiges Take-Away-Menü zu 70 Euro für Zwei zum Zuhausekochen – mit Videoanleitung, damit auch gar nichts schief gehen kann, und eigens kuratierter Playlist dazu (!). Wie klingen zum Beispiel Makrelenceviche, Steckrübensuppe und Oktopus mit Kalamansi-Frucht? Gefolgt von Schokoladentarte? Wir finden: verlockend. Und genehmigen uns noch einen der passenden, von den Experten hinter der Bar gemischten und abgefüllten Cocktails dazu. Und das beste: Auf Wunsch liefern sie auch!

  • Kink Restaurant und Bar im Pfefferberg, Schönhauser Allee 176, 030/41 20 73 44, Bestellung über die eigene Webseite, www.kink-berlin.de

Fluffige neapolitanische Pizza von Tiny’s Pizza

Das Restaurant in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Fluffige Pizza im Neapel-Stil: Tiny’s Pizza Pop-up. Foto: Aida Baghernejad

Gerade erst war der Pizza-Pop-up-Zirkus Tiny’s Pizza in das Piccolo Giardino am Hackeschen Markt eingezogen, nun ist dort wieder der Winterschlaf ausgebrochen. Um Mitte trotzdem mit wunderbaren Pizzen zu versorgen, ist Tiny’s Pizza ein paar Meter weiter an die Torstraße gezogen und hat sich neben der Torbar einquartiert, wo diverse Pop-up-Gastronomien ein temporäres Zuhause finden. Wir empfehlen natürlich die klassische Margherita und die weiße Pizza mit Radicchio, Gorgonzola und Kartoffeln. Psst: Es gibt Gerüchte um einen künftigen Lieferservice – wir bleiben dran.


Sterneküche aus dem Nobelhart & Schmutzig für Daheim

Ein Teller mit Gemüse im Nobelhart und Schmutzig. Das Restaraunt in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Im Nobelhart kommt eigentlich brutal-lokale Küche auf den Tisch – jetzt gibt es Menüs für Zuhause. Foto: Marko Seifert

War ja klar, könnte man jetzt sagen, dass dieser Billy Wagner auch aus der größten Krise wieder irgendeine Idee destilliert. Wir aber sagen lieber, dass dieses Abendbrot die geradezu logischste aller Möglichkeiten ist, an einem regional-saisonalen Restaurant wie dem Nobelhart & Schmutzig in diesen seltsamen Tagen zu partizipieren.

Schon im Frühjahr entwickelten er und sein Team ein Konzept für das gepflegte Dinieren Zuhause, mittlerweile gibt es nicht nur das wechselnde „Nobelhart & Daheim“-Menü mit neun bis 10 Gängen (ab 75 Euro pro Person), sondern auch Einzelgerichte (ab 18 Euro) und verschiedene Öle, Gebackenes, und Eingemachtes aus der Küche des Nobelhart und befreundeten Produzent*innen.

Und ja, natürlich wissen wir, dass das Nobelhart & Schmutzig streng genommen auf der Kreuzberger Seite der Friedrichstraße beheimatet ist – aber seien wir mal ehrlich: Mitte, das ist mehr so ein Gefühl als eine Postleitzahl, oder?


Japanisches Festmahl von Shiori

Kleine Schalen und Sushi auf Blatt auf Holztablett auf Holztheke, Essstäbchen und Wasserglas daneben. Das Restaurant Shiori in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Die japanischen Köstlichkeiten im Shiori müssen warten – doch das Restaurant in Mitte hat ein Angebot für Take-Away und Lieferservice entwickelt. Foto: Sasha Kharchenko

Eigentlich ist so ein Abend im Shiori streng durchkomponiert – auf die denkbar schönste Art und Weise. In so einer globalen Pandemiesituation ist das aber derzeit leider nicht mehr umzusetzen. Trotzdem ist das Restaurant in Mitte noch offen. Und sogar noch besser: Dafür kommt das Shiori zu uns nach Hause, mit einer exquisiten japanischen Spezialität: dem Barachirashi. Das ist Sashimi in gewohnt hoher Shiori-Qualität, verteilt in einer Holzschale, die in handgefärbtem Tuch eingeschlagen wird. Jede Bestellung (70 Euro) ist für zwei Genießer ausgelegt – aber aufgepasst: Es gibt sie nur an sechs Tagen im November, denn das Team plant noch eine weitere Take-away-Überraschung!


Japanische Alltagsküche aus dem Smartdeli

Und nochmal Japan: Für den kleineren Hunger empfehlen wir das charmante kleine Smartdeli. Also sowieso immer, aber derzeit erst recht. Hier stehen Sushi, Bento-Boxen, Süßwaren und japanische Lebensmittel auf der Karte. Der lässige Laden bleibt auch in dieser Situation unaufgeregt. Daran sollten wir uns alle ein Vorbild nehmen.

  • Smart Deli Novalisstraße 2, Mitte, Mo–Sa 12–18h, Vorbestellung Speisen unter Tel. 030/20 68 70 37, www.smartdeli.org

Canal 

Das Restaurant in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Ein Eclair wie ein Kunstwerk aus der Patisserie Canal. Foto: Canal Berlin

Für uns sind Eclairs ja systemrelevant. Schließlich vermag so ein kleines süßes Kunstwerk von Daniella Barriobero Canal uns aus jedem noch so tiefen Corona-Loch herauszureißen. Schon allein dafür sind wir ihr dankbar. Jetzt eröffnet auch der Shop in den Hackeschen Höfen wieder. Eclairs gibt es ab sofort noch auf Vorbestellung, Eiskugeln auch ohne. Und nebenbei finden wir mal raus, wie die Hackeschen Höfe so ganz ohne Touristen aussehen…

  • Canal in den Hackeschen Höfen, Rosenthaler Str. 40, Mitte, Di–So 12–18 Uhr, www.canal.berlin

Selber kochen leicht gemacht mit dem Cookies Family Lieferservice

Verschiedene Lebensmittel zubereitet und verpackt auf Papiertüte, mit neongelben Labeln. Das Restaurant in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Wechselnde Menüs, immer Spaß: der Cookies Lieferservice. Foto: Cookies Show

Aus dem Club in Mitte ist mittlerweile ein ganzes Restaurantimperium erwachsen: das vegetarische Cookies Cream, das ausschweifende Crackers und die futuristische Data Kitchen. Als „Cookies Family Lieferservice“ gibt es alle zwei, drei Tage ein neues Menü ab 45 Euro aus einem der Restaurants geliefert oder zum Mitnehmen.


Scharfe Nudeln aus dem Liu Nudelhaus

Das Restaurant Liu Nudelhaus in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Scharfe Nudeln: das Liu Nudelhaus bietet derzeit auch Take-Away und Lieferservice. Foto: Liu ChengduWeidao

Nach diesen unglaublich guten, öligen scharfen Nudeln wird man süchtig! Gerade im Winter empfiehlt es sich, öfter mal eine Portion Nudeln im Liu Nudelhaus zu besorgen und sich ordentlich einheizen zu lassen. Gut, dass das chinesische Restaurant in Mitte nicht nur Take-away anbeitet, sondern auch einen eigenen Lieferservice. Das Essen kommt kalt, und man wärmt selbst auf. Quasi selbstgekocht!

  • Liu Chuan Chuan Xiang And Nudelhause Kronenstraße 72, Mitte, Vorbestellung und Lieferservice über www.chengduweidao.de

Lokales aus dem Lokal

Wenn wir schon nicht ins Lokal gehen können, kommt das Lokal eben zu uns. Das Restaurant war eines der ersten in Berlin, die regional-saisonale Küche mit lässiger Atmosphäre und dem gewissen bisschen Coolness verbanden. Wer noch nicht lokal im Lokal war, kennt vielleicht das Team aus der nicht weit gelegenen Chipperfield Kantine, die es lange betrieb. Nach einigen Wochen Pause ist das Restaurant in Mitte wieder offen und nimmt Bestellungen für Tagesgerichte und Lieblingsweine entgegen. Wenn das mal nicht eine gute Nachricht ist!


Kaffee und Croissants mit Halva bei Ben Rahim

Kaffeepause im Ben Rahim – mit tollem Halva- und Ricotta-Croissant. Das Restaurant in Mitte ist geöffnet für Take-Away und Lieferservice
Kaffeepause im Ben Rahim – mit tollem Halva- und Ricotta-Croissant. Foto: Aida Baghernejad

Einer der besten Kaffeeläden der Stadt verbirgt sich in einer nicht allzu überlaufenen Ecke der Hackeschen Höfe. Der namensgebende Ben Rahim ist ein wahrer Kaffeenerd, der die besten, seltensten Bohnen ausfindig macht für Espressogetränke, Filterkaffees und arabischen Ibrīq. Am besten passt zum bittersüßen Kaffee in jedem Fall eines ihrer Croissants mit Halva und Ricotta – süß, cremig, knusprig, salzig.

  • Ben Rahim Sophienstraße 7, Mitte, Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa&So 10-18 Uhr, www.benrahim.de

Zwei-Sterne-Hausmannskost bei Tim Raue

Könisberger Klopse mit Beilagen in Styroporverpackung auf Holztisch. Das Restaurant Tim Raue in Mitte ist noch offen für Take-Away und Lieferservice
Königsberger Klopse aus der Villa Kellermann – für Zuhause. Foto: Restaurant Tim Raue

Auch hier gilt: Wir wissen ja, dass das Restaurant eigentlich in Kreuzberg liegt. Aber gefühlt gehört auch dieses für uns eindeutig zu Mitte. In jedem Fall: Tim Raue, Zwei-Sterne–Koch, Gastro-Entertainer und ein Kind Kreuzbergs, liefert ein Best-of der Menüs seines Restaurantimperiums jetzt auch bis an die Wohnungstür. Der Name für den Lieferservice? Leider doch ein typischer Raue: „Fuh Kin Great“. Ob so eine wörtliche Verballhornung asiatischer Kultur dieser Tage unbedingt so sein muss, darüber kann man – und sollte auch – noch streiten. Vielleicht bei einer Portion seiner Königsberger Klopse mit Rote-Beete-Salat und Kartoffelpürree oder dem dekonstruierten Yuzu-Cheesecake.

  • Restaurant Tim Raue Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, Di–Sa, Bestellungen am Vortag bis 17 Uhr, Lieferung zwischen 11–15 Uhr, Liefergebühr nach Entfernung, Abholung zwischen 11–15 Uhr, www.tim-raue.com


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