Berlins Beste

USA-Style: Amerikanisch Essen in Berlin mit BBQ, Bagels und Bar-Food

Wir lieben Burger, Bagels, Hot Dogs, Pulled Pork, Sandwiches und Steaks. Und damit auch die US-amerikanische Küche – die ruhig auch auf Fast Food setzen darf, wenn es denn ordentlich zubereitet wird. Amerikanisch Essen geht eben auch in raffiniert und gut. Wir werfen einen Blick auf die Gastro-Kultur der USA und verraten euch, wo es am besten schmeckt.


BBQ bei Lino’s

Lino's Barbecue ist eine der besten Adressen, wenn man in Berlin Amerikanisch essen will.
Einfach lecker: Lino’s Barbecue ist eine der besten Adressen, wenn man in Berlin Amerikanisch essen will. Foto: Clemens Niedenthal

Wo andere Restaurants ihre Küche haben, steht bei Lino Brandi, einem in den USA geborenen Deutschen, der Pit, ein sechs Meter langer, buchenholzbefeuerter BBQ-Ofen, der jeden Morgen angeheizt wird. Das Ergebnis, ein texanisches Barbeque-Vergnügen: Hinter einer tiefschwarzen Kruste kommt eine unfassbar zarte und mürbe Oberschale arizonischer Angus-Rinder zum Vorschein. Auch beim Schwäbisch-Halleschen Landschwein fällt das Fleisch lose von der Rippe und auch das hausgemachte Jalapeño-Würstchen ist Gaumenglück pur. Spätestens für die Freunde einer handwerklichen Fleischkultur ist diese umfunktionierte Altberliner Eckkneipe Pflichtprogramm.

  • Lino’s Barbecue Malplaquetstraße 43, Wedding, Mi-So ab 17 Uhr, Tel. 030/55 60 29 77, online

NY Slices von Magic John’s

Amerikanisch essen
Amerikanisch essen in Berlin: Die hauchdünne Pizza bei Magic John’s bringt uns direkt nach NYC. Foto: Aida Baghernejad

New York liegt auf der Oranienburger Straße. Zumindest kulinarisch. Denn dort ist kürzlich der nächste Pizzaladen der Stunde, das Magic John’s eingezogen um, nein, nicht den neapolitanischen Kuppelofen, sondern die Pizza­kultur der Ostküste zu feiern: ein Teig so dünn, dass man die Stücke in der Mitte zusammenfalten kann, eine gut gewürzte Tomatensauce, viel Käse und dazu nach Wahl Oregano, Chiliflocken und Parmesan zum Nachwürzen. Zudem noch die “Detroit Style Pizza”, eine rechteckige Pizza mit dicker Kruste. Gegessen wird am Tresen vor Ort oder im nahen Monbijourpark. Dazu eine Dose Bier der sympathischen Reinickendorfer Brauerei Motel – perfekt.

  • Magic John’s Oranienburger Str. 48, Mitte, Di–Fr 11.30–23 Uhr, Sa+So 16–23 Uhr, Tel. 030/91 57 07 00, online

Sliders von Crackbuns

Klein, aber umso feiner: Crackbuns vereinen japanische und amerikanische Küche. Foto: Crackbuns

Braucht Berlin noch einen Burgerladen? Vielleicht nicht, aber für Sliders im Miniaturformat hat unser Herz noch Platz. Der US-amerikanischen Fastfood-Klassiker kommt hier im Doppel und vor allem mit hohem Anspruch an Qualität daher – hausgebackene japanische Buns (deren Fluffigkeit nur mit Wölkchen zu vergleichen ist!) und Gemüse-Patties, Biofleisch sowie ungewöhnliche Kombinationen wie Milkshakes mit Honig und Wasabi oder schwarzem Sesam und Schokolade. Übrigens ist es keine Überraschung, dass der ganze Laden stark von japanischer Esskultur inspiriert ist: Hinter ihm steckt das Team vom Zenkichi und House of Small Wonder.

  • Crackbuns Prinzenstraße 85d, Kreuzberg, Mo–Fr 12–22 Uhr, Sa+So 16–22 Uhr, online
  • House Of Small Wonder Auguststraße 11–13, Mitte, tgl. 9–17 Uhr, Tel. 030/27 58 28 77, online

Milchshakes im Route 66

Das Route 66 ist ein amerikanisches Dinner mit Milchshakes, Burgern und mehr.
Erdbeere, Schoko und Vanille sind klassische Milchshakes im Route 66. Foto: Martin Popp

Gleich auf zwei Etagen bietet das Großraum-Diner im 1950er-Jahre-Stil mit blinkender Jukebox Platz zum Amerikanisch Essen und bis zu 600 Gäste. Homemade Burger stehen in allen möglichen Variationen im Mittelpunkt, aber auch Sandwiches, Steaks und Ribs sowie Milchshakes und hausgemachte Limo. Beim Lunch gibt es ausgewählte Gerichte wie Chicken Burger oder Caesar Chicken Salad zum Spezialpreis.

  • Route 66 Pariser Straße 44, Wilmersdorf, So–Do 10–1 Uhr, Fr+Sa 10–3 Uhr, Tel. 030/883 16 02, online

Burger bei The Bird

Burger aus regionalem Rind und in allen Varianten gibt es im The Bird. Foto: Slawomir Urban Photography

Ob mit Käse und Bacon oder mit Avocado und scharfer Sauce – die Karte im seit 2006 bestehenden The Bird hält eine Vielzahl von Burgern bereit. „The Drunk Ghetto“ kommt sogar mit einem Schuss Jägermeister, Whiskey oder Wodka daher. Daneben gibt es aber auch Steaks, Chicken Wings und Vegetarisches.

  • The Bird Am Falkplatz 5, Prenzlauer Berg, Mo–Do 17–22 Uhr, Fr+Sa 16–23 Uhr, So 12–22 Uhr, Tel. 030/51 05 32 83, online

Bagels im Fine Bagels

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Bücher und Bagels, was braucht es mehr zum Glück? Foto: Fine Bagels

Schneller kommt man nicht nach New York. Als die Buchhandlung Shakespeare & Sons in die Warschauer Straße zog, war Berlin verliebt: in die geschmackssichere Auswahl englischsprachiger Literatur, wie auch in Laurel Kratochvilas Bagels. Serviert werden sie mit verschiedenen hausgemachten Frischkäsen, aber auch mit Hummus, Lachs, Pastrami oder australischem Vegemite und Erdnussbutter. Daneben liegen Gebäck- und Kuchenklassiker wie Challah, Rugelach oder Babka in der Auslage.

  • Fine Bagels Warschauer Str. 74, Friedrichshain, tgl. 8–19 Uhr, Tel. 030/46 79 63 32, online

Hot Dogs bei The Big Dog

Im The Big Dog werden Hot Dogs klassisch serviert, aber auch modern interpretiert. Foto: Lutz Vorderwuelbecke

Die Renaissance des Hot Dogs, sie ist in vollen Zügen. Jüngstes Beispiel: The Big Dog im Erdgeschoss des Marriot am Potsdamer Platz, das eine vorzügliche Alternative zum Franchise-Einerlei der Tourimeile bietet. Im stilechten Plastikkörbchen kommt der The Straight Dog mit aromatisch angetoastetem Sauerteigbrötchen, sauren Gurken und handwerklicher Wurst daher. Üppiger belegte Varianten, wie den Surf’n’Turf-Hot-Dog Dogzilla und eine große Craftbierauswahl gibt es auch. Keine Sorge, auch Vegetarier werden froh und Kinder sowieso.

  • The Big Dog im Marriott Hotel, Ebertstraße 3, Tiergarten, tgl. ab 12 Uhr, Tel. 030/220 00 54 40, online

Cookies von Barcomi’s

Cookies und Cheesecake sind die Renner im Barcomi’s. Foto: Nicky Walsh

Die gebürtige US-Amerikanerin Cynthia Barcomi ist dank ihrer Backbücher inzwischen eine bekannte Größe. Ihr New York Cheesecake gehört zu den Bestsellern. Und das ganze Jahr über Bagels, mit Erdbeermarmelade etwa oder mit Räucherlachs und Frischkäse, Sandwiches, auch mit veganem Hähnchen, oder süßes Gebäck wie Cookies oder Zimtrolle mit Butter. Der Kaffee kommt aus der hauseigenen Rösterei.

  • Barcomi’s Bergmannstraße 21, Kreuzberg, Mo–Do 10–18 Uhr, Fr–So 10–19 Uhr, Tel. 030/694 81 38, online

Sandwiches von Katie’s Blue Cat

Amerikanische Backkunst
Katie’s Blue Cat: Das selbst gebackene Brot ist Basis jedes Sandwiches. Foto: Susan Schiedlofsky

Ngoc Duong steht hinter der Theke, bereitet einen Kaffee nach dem anderen zu und schiebt verschiedene Kuchenstücke auf kleine Teller. Olivia Wood, die zweite Inhaberin, arbeitet in der warmen Backstube nach nordamerikanischer und englischer Backtradition. Wichtig ist den beiden, dass man auch hierzuland völlig unbekannte Backwaren entdecken kann, zum Beispiel Anzac Bisquits, australische Kekse mit Kokosnuss, Haferflocken, Sonnenblumenkernen und Golden Syrup.

  • Katie’s Blue Cat Friedelstr. 31, Neukölln, Mo–Do 9–17 Uhr, Fr–So 9–18 Uhr, Tel. 030/62 90 33 80, online

Steak vom Midtown Grill

Glühende Holzkohle ist Grundlage jedes guten Steaks im Midtown Grill. Foto: Ricarda Spiegel

Klassisches amerikanisches Steakhaus. Im Reifeschrank hängen unter anderem australisches Wagyu und Black Angus aus den USA. Doch nicht nur das Ambiente spiegelt die Tradition der amerikanischen Steakhäuser, denn vom Midtown Grill kommen tatsächlich hervorragende Steaks. Während man auf sein Essen wartet, kann man das hektische Treiben in der offenen Showküche beobachten und dabei ganz entspannt einen Martini schlürfen.

  • Midtown Grill im Marriott Hotel, Ebertstraße 3, Tiergarten, Frühstück Mo–Fr 6.30–10.30 Uhr, Sa+So 7–11 Uhr, Lunch Mo–Fr 12–15 Uhr, Dinner Di–Sa 17–23 Uhr, Tel. 030/220 00 64 15, online

Pastrami im Mogg

US-amerikanisch Essen in Mitte
Klein und fein: Das Pastrami-Sandwich im Mogg ist legendär. Foto: Susan Schiedlofsky

Das Stadt-bekannte Deli gibt es seit 2012 in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule. Dort werden Sandwiches und Feinkost im New-Yorker-Stil angeboten. Auch wenn Berlins Brooklyn eigentlich in Neukölln liegt, gibt es das beste Pastrami im Mogg. Darüber hinaus begeistern Gerichte wie Matzah-Ball-Suppe, legendärer Käsekuchen und Shashuka. Die Sandwiches werden von einer kleinen, anspruchsvollen Weinauswahl begleitet.

  • Mogg Auguststraße 11–13, Mitte, tgl. 12–20 Uhr, Tel. 0176/64 96 13 44, online

Bar-Häppchen in The Neighborhood

Amerikanisches Essen kann auch Bar-Food sein
Knusprige Wings und kühle Cocktails bezaubern The Neighborhood. Foto: The Neighborhood

Das Neighborhood, von Melissa und Christian Günther (aus New York bzw. Potsdam) eröffnet, bietet Mixologie im US-Stil. Mezcal, Tequila, Bourbon und mehr werden hier verwendet, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass das Essen vom in San Diego geborenen Koch Yair Valderrama stammt. Ein kleiner Hinweis: Es gibt hausgemachte Tater Tots! Dazu Blumenkohl- oder Chicken Buffalo Wings, Frühstücks-Burritos, Mac’n‘Cheese und andere Gastropub-Grundnahrungsmittel. Nachgespült wird mit einer gefrorenen Margarita oder einer Mezcal-Hibiskus-Mischung namens El Jefe.

  • The Neighborhood Möckernstr. 91, Kreuzberg, Di–So 18–22 Uhr, Bar Di–So 18–0 Uhr, online

US-Lebensmittel: AmericanFood4U

“Hau ab mit deinem Naturwein – wo ist die PBR?” Hier, unter den S-Bahn-Bögen gegenüber dem Alexa, befindet sich die Filiale des Online-Importeurs mit dem unverblümten Namen. Die Regale sind unregelmäßig bestückt, aber mit etwas Glück findet man Lucky Charms, Hidden Valley Ranch Dressing, Old Bay Seasoning und Barq’s Root Beer neben der erwarteten Auswahl an zuckerhaltigen Süßigkeiten und sogar einer Non-Food-Abteilung für diejenigen, die sich nach Bounce-Trockentüchern und Lippenbalsam mit Reese’s-Geschmack sehnen. Eine weitere Filiale, die amerikanische Produkte verkauft, gibt es am Kurfürstendamm.

  • AmericanFood4U Dircksenstr. 97, Mitte, Mo-Sa 11-20 Uhr, online
  • AmericanFood4U Kurfürstendamm 224, Charlottenburg, Mo–Do 11–20 Uhr, Fr+Sa 11–22 Uhr

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