Im Hanuman steht das Thaicurry im Mittelpunkt – unprätentiös und radikal traditionell. Die Küche schafft Großes auf kleinem Raum, findet Aida Baghernejad.

Keine Kompromisse: „Don“ Tanadon Santanaviboon lebt und kocht nach diesem Motto. Ob es nun um Schweineblut in der Nudelsuppe geht wie bei seinem Kreuzberger Suppenlokal Maiyarap, oder um den Schärfegrad der Schweinerippchen im Tossakan in Prenzlauer Berg. Der Geschmack Thailands soll auf den Teller. Und das Publikum? Will genau diese, ja, Authentizität.
Nun hat Santanaviboon seinen dritten Berliner Laden eröffnet, gemeinsam mit Hai Long Cam, der zuvor etwa im Kuchi und im Madame Ngo in der Küche stand. Im Hanuman steht nun das Thaicurry im Mittelpunkt, unprätentiös und radikal traditionell. Bestellt und bezahlt wird am Tresen, in der Küche werden die Currypasten allerdings von Hand gestampft wie in den ambitionierten Thailokalen, die Berlin in den letzten Jahren mitgeprägt haben – Khao Taan, Larb Koi und nicht zuletzt Santanaviboons Tossakan.
Fünf Currys bilden das Herz des Menüs: grünes Curry mit Hähnchen, tief aromatisches Massaman mit Rind, zwei vegetarische Currys unterschiedlichen Schärfegrads und das mit Erdnuss zubereitete Panaeng Curry.
Unbestrittener Star des Hanuman-Menüs: Massaman Curry
Daneben empfehlen sich fünf Snacks und zwei Beilagen zur Auswahl, wie hausgemachte thailändische Wurst, fluffiges thailändisches Omelette oder Miang Kam, vegetarische, tiefaromatische Happen im Pfefferblatt. Der unbestrittenen Star des Menüs ist aber das traditionell aus dem muslimischen Süden stammende Massaman Curry: durch die Säure von Tamarinde in der gewürzstarken Paste aus Kardamom und Zimt hat es nichts mehr von der Schwere, die das Gericht mit Kartoffeln und Rind manchmal eindimensional wirken lässt.
Die Küche des Hanuman schafft ganz Großes auf kleinstem Raum. Und das für ein, auch das ist ein Thema in diesen Zeiten, angenehm niederschwelliges Budget.
- Hanuman Skalitzer Str. 96, Kreuzberg Di–So, 12–16 Uhr, 18–22 Uhr, auf Instagram
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