Eine liebgewonnene Brunch-Adresse schmeckt nun auch abends fabelhaft: Das Nomad in der Borsigstraße serviert Teller mit einem Twist, ohne dabei verkopft oder eitel rüberzukommen.

Das gemütlich-schicke Ecklokal in der Borsigstraße war uns schon als Brunch- und Lunchlokal eine liebgewonnene Adresse. Im entspannten Kiez zwischen Invaliden- und Torstraße serviert das Nomad seit rund vier Jahren eine sehr zeitgenössiche Küche – Avocado-Toast, Eggs Benedict, Shakshuka, ein Miso-glacierter Schweinebauch. Ein Nachbarschaftslokal, wie man es jedem Kiez nur wünscht. An der Zeit also, diese Geschichte weiter zu schreiben.
Bistroküche im Nomad: Selbstverständliche Exzellenz
Seit Beginn 2025 ist Jorge Josse Sion, er kommt aus der Drei-Sterne-Küche des Rutz, Mitinhaber und Küchenchef. Mit ihm wurde das Nomad in den Abend geöffnet. Und hin zu einer so selbstverständlichen Exzellenz, wie sie Köchen mit einer derart prominenten Berufsbiografie schwerfallen könnte. Nicht so Sion. Er bleibt nahe bei den Produkten, aber noch näher an den Gästen. Und serviert eine (derzeit angesagte) Bistroküche, bei der jeder Teller den einen Twist weiter gedacht ist, ohne dabei verkopft oder, was noch schlimmer wäre, eitel rüberzukommen. Beispiele? Gegrillte Salatherzen mit einer rauchig-süßen Paprikacréme, Parmesan und Lauchasche. Oder das Kalbsbries au Poivre, also in einer (fast floralen) Pfeffersauce, zu dem man die Schnittlauch-Pommes ordern sollte. Die Preise für diese aufmerksam zubereiteten und servierten Teller: mehr als fair!
- Nomad Borsigstr. 28, Mitte, Di–Sa 9–15 Uhr, Di–Sa 18.30–22.30 Uhr, Website
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