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Pasta in Berlin: Hier gibt es Italienisch nicht nur für Anfänger – 12 Tipps

Penne Arrabiata, Spaghetti Carbonara, Rigatoni Bolognese: Jeder von uns hat wohl ein Lieblingsgericht, in dem die Nudel eine entscheidende Rolle spielt. Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass es nicht nur eine*n, sondern gleich 12 italienische Gastronom*innen hierher gezogen hat, die unsere Gaumen mit himmlischer Pasta in Berlin verwöhnen. Das sind unsere 12 liebsten Adressen, wenn es um die Nudel geht…


Mani in Pasta

Pasta in Berlin: Die leckere Pasta von Mani in Pasta bekommt ihr in der Kreuzberger Reichenberger Straße und in der Markthalle Neun.
Die leckere Pasta von Mani in Pasta bekommt ihr in der Kreuzberger Reichenberger Straße und in der Markthalle Neun. Foto: Mani in Pasta © Markthalle Neun

Italienisch für Fortgeschrittene: Unsere Pasta für zu Hause holen wir uns in Berlin fast nur noch bei Mani in Pasta in der Kreuzberger Markthalle Neun. Dort werden nun täglich die Eier aufgeschlagen, der Teig geknetet, die Spaghetti gezogen. Und das so fabelhaft, dass die Familien-Bolognese um zwei Klassen besser wird. Daneben gibt es die tagesfrische Pasta auch zum Direktverzehr.

Unser bisheriger Liebling: eine klassische Carbonara (sieben Euro) – ohne Sahne, nur mit Eigelb. Und mit der Guanciale, der gereiften Schweinebacke, von der Metzgerei Kumpel & Keule am Marktstand gleich nebenan. Apropos nebenan: Gar nicht weit weg, nämlich in der Reichenberger Straße 125, haben die Jungs von Mani in Pasta jetzt ihr eigenes Restaurant eröffnet.

  • Mani in Pasta Eisenbahnstraße 42/43, Kreuzberg, in der Markthalle Neun, Mo & Mi 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Sa 10-19 Uhr, Reichenberger Straße 125, Kreuzberg, Di-Do 12-22 Uhr, Fr 12-23 Uhr, Sa+So 16-23 Uhr, www.maniinpasta.de

Il Calice

Pasta in Berlin: Wir behaupten: Das Il Calice ist der beste Italiener der Stadt. Il Calice © Andreas Wohlgemuth
Wir behaupten: Das Il Calice ist der beste Italiener der Stadt. Foto: Il Calice © Andreas Wohlgemuth

Der beste Italiener der Stadt. Wir behaupten dies über das Il Calice vor allem deshalb, weil Antonio Bragato in den fast 30 Jahren, die es dieses Lokal gibt, immer hungrig geblieben ist. Zuletzt galt seine Passion vor allem dem Walter-Banjamin-Platz direkt vor dem Restaurant, den er mit seinem Kiosci und einem Delikatessenmarkt bespielt.

Die Küche flaniert derweil authentisch durch viele italienischen Regionen. Wobei uns die sardischen Culurgiones, aufwendig gefaltete Ravioli, die dort zu Erntedank serviert werden, nachhaltig am Gaumen geblieben sind. Nicht nur wegen des Safrans.


Goldener Hahn

Kerzenschein und das beste Ragout der Stadt gibt es im Goldenen Hahn. Foto: Goldener Hahn

Der Goldene Hahn in der Pücklerstraße war schon ein ausgesprochen cooles Lokal, als das mit den coolen Lokalen noch gar nicht so üblich war. Als Essen noch nicht das neue Pop war. Noch immer sind die Kellner hier auch DJ, standesgemäß mit Vinylplatten. Vor allem aber gibt es, bei Kerzenschein, hier das vielleicht beste Ragout der Stadt. Wobei die kleine Küche tatsächlich halbe Tiere verarbeitet, gerne aus der Region. Und unser vielleicht liebstes aller Sugos dann über halbe Tage köcheln lässt.


Re Cucina

Hausgemachte Tortellini von Re Cucina. Foto: Re Cucina © Andrea Padoan

Diese selig leckeren Reginette mit Stängelkohl, Salsiccia und Parmesan haben ein derart eindrückliches Mundegfühl, dass ich sofort an einen Text des Wieners Künstlers Peter Kubelka denken muss: Früher hätte jede*r Italiener*in die Pasta seiner Heimatregion am Gaumen erkannt. Gefühltes Essen sozusagen, das ist ja obendrein auch ein sehr schönes Bild, das bestens zu diesem sehr kleinen Italiener im Graefekiez passt: Im charmant geführten Re Cucina geht es um eine nachhaltige, vor allem ehrliche Küche. In diesem Sinne ist auch die Pasta, na klar, hausgemacht.

  • Re Cucina Graefestraße 78, Kreuzberg, Di-Fr 12-22 Uhr, Sa 12.30-22 Uhr, auf Facebook

Feine Pasta in Berlin: Pastificio Tosatti

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Ravioli classici di ricotta & spinaci and our spaghetti alla chitarra con guanciale e pomodori secchi!

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Noch ein charismatischer Nudelhandwerker. Und daran können sich diese beiden typischen Helmholtz­platz-Passanten gar nicht satt­sehen. Dreikäsehochklein drücken sie sich am Fenster die Nasen platt, während Mario Tosatti den Nudelteig knetet. So viel Interesse wird belohnt – mit einer Tüte Spaghetti, die Tosatti, im früheren Leben Webdesigner, flink auf die Straße reicht. Und weil es beim Essen überhaupt immer auch um Geselligkeit geht, gibt es seine Pasta, Ravioli und Gnocchi nicht nur zum Mitnehmen, sondern auch zum Essen vor Ort. Vier wechselnde, ehrlich-aromatische Pasta­gänge, serviert an gerade mal zwei Tischen.

  • Pastificio Tosatti Schliemannstraße 14a, Prenzlauer Berg, Di-Sa 12-20 Uhr, www.tosatti.de

La Bolognina

Wir lieben ja diese minikleinen asiatischen Nudellokale. Kann es sowas nicht auch in italienisch … ja, gibt es. Und die La Bolognina ist zudem deshalb so lässig, weil hier ein Musiker und DJ, Luca Spinogatti aka The Ivory Boy, seinen Hunger zum Beruf gemacht hat. Einfach ein Teller tagesfrischer Pasta und ein wenig italienischen Aufschnitt als Starter. Der Rest ist eine Flasche Wein und eine einehmende, ja, berauschende Atmosphäre.


Sale et Tabacchi

Hauptstadtlokal. Auf wenige andere Orte trift diese Bezeichnung besser als auf diesen, nun ja, Edelitaliener in der Rudi-Dutschke-Straße. Auch, weil sich dort gerne die Politik zum Lunch trifft. Das Publikum erwartet demnach Verlässlichkeit und verlässlich sind auch die Aromen. Klassisch im besten Sinne, aber immer auf den Punkt zubereitet. Was bei Nudeln, selbst alle Hobbyköch*innen wissen das, ja besonders wichtig ist. Der passende Ort, nicht nur für Krisengipfel und Hinterzimmergespräche.

  • Sale et Tanacchi Rudi-Dutschke-Straße 25, Kreuzberg, Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa+So ab 16 Uhr, www.sale-e-tabacchi.de

Pappa e Ciccia

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VEGAN 👉🏼Lasagna ortolana @lasagneria.club

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Während des Corona-Lockdowns wurde das charmante Lokal in der Schwedter Straße zur Lasagne-Manufaktur. Ein erfolgreiches Konzept, auch weil für Wirtin Nicole Schumann mit der Lasagne alles begann. Damals noch in der Skalitzer Straße. Nun, Kreuzberg war noch nicht in Futterlaune und so zog es die italianophile Badenserin 2010 in den Prenzlauer Berg. Handwerliche Wohlfühlküche, ein Szenelokal in einem angenehm niederschwelligen Sinne.


Barettino

Pasta in Berlin: Auch bei Barettino im Reuterkiez gibt es leckere, frische Pasta.
Auch bei Barettino im Reuterkiez gibt es leckere, frische Pasta. Foto © Barettino

Dit is Neukölln. Ein hemdsärmliger Frühstücksladen, der bald auch nur Kneipe werden sollte und ja zu einem italienkitschigen Restaurant. Zum Glück beschränkt sich der (immer ironisierte) Kitschfaktor auf das Interieur. Gekocht wird vollmundig-rustikal aus immer tagesfrischen Zutaten. Auch die Pasta ist, na klar, frisch. Wunderbare Grundlage für alles, was man rund um den Reuterkiez sonst noch anstellen kann.


Stella Alpina

Es gibt ihn noch, den Italiener mit den karierten Tischdecken. Wobei das Charlottenburger Alpina nicht unbedingt für eine Alpenküche steht, aber doch für einen Fokus auf die entlegeneren, auch kulinarisch unentdeckteren italienischen Regionen. Das alles wird indes so leise, oder eben laut inszeniert, dass man das Stella Alpina auch einfach für einen klassischen Italiener halten könnte. Nun, schmeckt einfach mal genau hin.

  • Stella Alpina Suarezstraße 4, Charlottenburg, Mo-Fr ab 17 Uhr, Sa+So ab 12 Uhr, www.stellaalpina.de

Karloff Lokalino

Pasta in Berlin: Wer einen der 20 Plätze im Karloff ergattert, kann sich glücklich schätzen.
Wer einen der 20 Plätze im Karloff ergattert, kann sich glücklich schätzen. Lokalino © 2AF Photography

„Was mir in Deutschland gefehlt hatte, war die Dramaturgie einer italienischen Mahlzeit“, sagt Achile Farese, Neapolitaner, Architekt und nun also Gastgeber im vielleicht kleinsten feinen italienischen Restaurant der Stadt. 20 Plätze hat sein traumschönes Karloff. Pro Abend gibt es zwei Menüs, die auch zu einer abendfüllenden italienischen Erfahrung kombiniert werden können.

Unbedingt im Zentrum, die immer frisch und handgemachte Pasta. „Das ist meine DNA. Ich komme aus einer Familie, in der viel und gut gegessen worden ist. Kam ich etwa mit zwei, drei Freunden heim, hatte meine Mutter, zack, sieben Sachen gezaubert: Antipasti, Salami, zwei Arten Pasta“. Genau deshalb kommen wir mit unseren Freunden ganz unbedingt ins Karloff.


Mine / Wine

Pasta in Berlin: Richtig gute Pasta und eine zeitgenössische Weinauswahl: gibt es im Mine/Wine in Charlottenburg.
Richtig gute Pasta und eine zeitgenössische Weinauswahl: gibt es im Mine/Wine in Charlottenburg. Mine / Wine © Boris Sukhodolskiy / www.borisfoto.com / MINE

Hausgemachte Tortellini, gefüllt mit Burrata und überhobelt mit Wintertrüffel, darauf können wir auch in diesem Jahr kaum warten. Und auf einen neuerlichen Besuch im Mine in der Meinekestraße, das, ja!, italienische Restaurant des russischen Fernseh- und Strakochs Aram Mnatsakanov. Und klar, ein wenig Charlottengrad steckt auch im opulent aber geschmackvoll inszenierten Mine.

Vor allem aber geht es Mikhail Mnatsakanov, er leitet das Lokal, um ein ziemlich pures, immer von den Grundprodukten gedachtes Verständnis der italienischen Küche. Wir nehmen es einfach: ein toller Teller Pasta und ein Glas Wein. Die zeitgenössische Weinauswahl nämlich ist ein weiteres Steckenpferd dieses Restaurants.


Ihr kriegt nicht genug Bella Italia? Hier bekommt ihr die besten Pizzen Berlins. Das sind die besten Anlaufstellen, um einen eisgekühlten Aperol Spritz zu trinken. Und an heißen Tagen versorgen euch diese Berliner Eis-Manufakturen mit Waffeln und Bechern voller Glück.

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