Berlins Beste

Restaurants mit eigenem Anbau: Das Fenster zum Hof

Gutes Essen beginnt mit dem Ausbringen der Saat – auch in einer Stadt wie Berlin. Weshalb jetzt immer mehr Restaurants einen Garten haben. Die Betriebe bauen selbst an. Eine bessere Form der Qualitätskontrolle geht ja gar nicht. In diesem Sinne: Kommt mit uns in diese tollen Restaurants mit Garten und eigenem Anbau in Berlin.


Laborküche in der Schorfheide: Otto

restaurants mit garten otto
Was gärt denn da? Vadim Otto Ursus in seiner Laborküche in der Schorfheide. Foto: Vadim Henselder

Am Anfang war die Laborküche, draußen in der Schorfheide. Und auch jetzt wird ein guter Teil der Produkte, die Vadim Otto Ursus in seinem zurecht so gefeierten Restaurant Otto auftischt, dort draußen fermentiert, verarbeitet und sowieso angebaut. Zu den umliegenden Bauern pflegt man geschäftige Freundschaften. Das Otto ist ein Pionier dieser neuen Stadt-Land-Beziehung.


Unter die Farmer gegangen: Michelberger Restaurant

Hier wird nicht gegärtnert, aber gegessen: der Hof im Michelberger Hotel.      Restaurants mit Garten
Hier wird nicht gegärtnert, aber gegessen: der Hof im Michelberger Hotel. Foto: Michelberger

Nadine und Tom Michelberger sind unter die Farmer gegangen. Aber sie bleiben natürlich Hoteliers. Weswegen ihr Bauernhof im Spreewald langfristig auch zum Restaurant und mittelfristig für Popups geöffnet werden soll. Schon jetzt bestellen die beiden Köche Alan Micks und Andreas Rieger dort den Acker. Nachzuschmecken auch im naturnahen Takeaway-Menü, dass das Michelberger Restaurant aktuell immer samstags anbietet.


Großstadtoase in Neukölln: Café Botanico

Kürzer ist der Weg vom Acker auf den Teller Nirgendwo: das Botanico in Neukölln.
Kürzer ist der Weg vom Acker auf den Teller Nirgendwo: das Botanico in Neukölln. Foto: Clemens Niedenthal

Immer mehr Köche suchen sich einen eigenen Garten. Im Café Botanico lief es genau anders herum. Zunächst hatte Martin Höfft in eine Baulücke in Richardkiez als Permagarten kultiviert, dann wurde das Souterrain im Vorderhaus frei und das zugehörige Café Botanico eröffnet. Seit dem vergangenen Sommer stehen die Tische zudem inmitten der Beete und Büsche.


Aus dem Garten auf den Teller: Restaurant Horváth

Sebastian Frank kocht gerne mit Zutaten aus dem eigenen Garten im Horváth.        Restaurants mit Garten
Sebastian Frank kocht gerne mit Zutaten aus dem eigenen Garten im Horváth. Foto: White Kitchen/ Horvath

Sebastian Frank, Zwei-Sterne-Koch mit Wiener Wurzeln, wohnt in Französisch Buchholz am Nordrand der Stadt. Immer wieder landet sein Garten aber auch auf den Tellern seines Restaurants am Paul-Lincke-Ufer. So hatte er etwa die Rinde eines Walnussbaumes destilliert. Der damit zubereitete Nussstrudel ist eines seiner Signaturgerichte.


Mehr als nur Obstwein: Gemüse aus Werder für Crackers und Cookies Cream

Höchste Zeit: Dean Spraves Rehrücken aus dem Crackers.
Höchste Zeit: Dean Spraves Rehrücken aus dem Crackers. Foto: Emil Levy

Mit diesem Garten hinter Werder fing es an. Also die Idee, im von der Tradition des kultivierten Gemüseanbaus nicht gerade beseelten Berlin eine eigene Ernte kulinarisch zu verwerten. Angelegt wurde der Garten von Michael Hoffmann, dem ersten Sternekoch Deustchlands, der immer auch ein vegetarisches Menü angeboten hat. Später hat Heinz „Cookie“ Gindullis den Garten, und Gärtner Peter, übernommen. Zunächst für sein vegetarisches Restaurant Cookies Cream (auch mit Stern) und bald auch für das lässige Crackers eine Etage tiefer.


Frisch vom eigenen Bauernhof: Tisk Speisekneipe

Restaurants mit Garten Tisk
Die Kartoffeln zum Broiler kommen vom eigenen Bauernhof. Foto: Tisk Restaurant

Auch das für seine mal ironisch und immer handwerklich interpretierte Berliner Küche bekannte Tisk hat seit gut einem Jahr einen eigenen Bauernhof. Das Besondere: Die Kartoffeln und das Gemüse werden dort nicht nur zum Broiler serviert, sie werden im Lokal auch für den Hausgebrauch verkauft.


Mehr Berliner Genusskultur

Wer nicht nur bei Restaurants mit eigenem Garten essen, sondern gleich ganz im Grünen sitzen will, für den haben wir nicht die schöne Biergärten in Berlin gefunden – von Clärchens bis Prater. Keine guten Nachrichten: Land Berlin gefährdet James Biergarten in Hobrechtsfelde. Die Gastro ist zurück: Restaurants öffnen Terrassen – Zeit für große Gesten.

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