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Restaurants in Schöneberg: 12 Tipps von Fine Dining bis Frühstück

Restaurants in Schöneberg sind so abwechslungsreich wie der Stadtteil: Wer auf der Suche nach der perfekten Pizza ist, wird hier sowieso fündig. Aber auch traditionelle Gerichte der deutschen und elsässischen Küche werden hier perfekt zubereitet – und daneben sind Restaurants in Schöneberg auch für Überraschungen gut. Wir sagen euch, wo Frühstück auf ein ganz neues Niveau erhoben und die Fischkonserve zum Mittelpunkt der Speisekarte wird. 12 gute Restaurants in Schöneberg – unsere Tipps.


Renger-Patzsch: Platzhirsch mit deutsch-elsässischer Küche

Das Renger-Patzsch an der Wartburgstraße ist eins der beliebtesten Restaurants in Schöneberg. Foto: White Kitchen Renger-Patzsch

Schon lange, früher als Storch, heute als Renger-Patzsch, ist das Restaurant einer der Platzhirsche in der Schöneberger Gastro-Szene. Dabei punktet das immer gut besuchte Lokal nach wie vor mit seiner deutsch-elsässischen Küche. Die Flammkuchen sind vielleicht die besten der Stadt, und Klassiker wie das Sauerkraut Louis de Funes mit Schäufele und Mettwurst von der ansonsten täglich wechselnden Karte nicht mehr wegzudenken.

  • Renger-Patzsch Wartburgstraße 54, Schöneberg, Mo–Sa 18–23 Uhr, Tel. 030/784 20 59, www.renger-patzsch.com

Frühstück 3000 denkt die erste Mahlzeit neu

Restaurants in Schöneberg überzeugen mit außergewöhnlichen Konzepten. Das Frühstück 3000 etwa macht die erste Mahlzeit des Tages auch zur besten. Foto: Manu Becerra
Restaurants in Schöneberg überzeugen mit außergewöhnlichen Konzepten. Das Frühstück 3000 etwa macht die erste Mahlzeit des Tages auch zur besten. Foto: Manu Becerra

Nicht, dass es dieser Stadt an pochierten Eiern fehlen würde, an Avocado-Toasts, an Pfannkuchen mit Ahornsirup oder sehr gutem Kaffee. Aber dann kommen da einige zuvor im zeitgenössischen Fine Dining engagierte Leute um die Berliner Ecke und denken diese erste Mahlzeit des Tages tatsächlich noch einmal ziemlich neu. Frühstück 3000 nennt sich das Projekt in diesem Sinne. Und nach einer ganzen Reihe lustvoll opulenter Popups etwa im Nobelhart & Schmutzig, dem Cordo oder dem Cookies Cream ist dieses Frühstück nun in der Bülowstraße sesshaft geworden.

Was auch heißt, dass die einzelnen, immer konzeptionell und genauso vollmundigen Teller künftig auch à la carte und nicht mehr nur als eine über den gesamten Vormittag (und darüber hinaus) gelegte Speisenfolge bestellt werden können. Das Knäckebrot mit Aioli und einem in Sanddorn marinierten Hering etwa. Oder der Kaiserschmarrn mit eingelegten Heidelbeeren und Tonkabohneneis. Zum wolkigen Eier-Kartoffelpüree gibt es (brandenburgischen) Kaviar.

Und zu alledem – wenn man sich denn bereits bereit dafür fühlt – auch sehr gute und sehr frische korrespondierende Drinks. Berlin ist ja tatsächlich eine Stadt für kulinarische Experimente, was nicht zuletzt René Franks inzwischen mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneter Dessertbar Coda gezeigt hat. Wir jedenfalls sind begeistert von Maximiliane Wetzel, Lukas Mann und ihrem Eifer, sich schon so früh am Tag so viele kulinarische Gedanken zu machen.


Schüsseldienst im Akazienkiez

Der Schüsseldienst bringt Fine Dining, , na klar, in die Schüssel. Foto: Florian Kottlewski

Als Küchenchef im frankophilen Le Faubourg hatte Felix Mielke dem Hotelrestaurant 15 Gault-Millau-Punkte erkocht. Mit dem Schüsseldienst hat er seinen eigenen Laden – gerade ist er ein paar Häuser weiter in größere Räumlichkeiten gezogen – eröffnet: ein Imbisslokal im charmanten Schöneberger Akazienkiez. Dort serviert er wechselnde Varianten mit Fleisch, mit Fisch und vegan. Blumenkohl, Räucherforelle und Eigelb etwa, oder Bohne, Pistazie und italienischen Speck. Wer mag, kann dazu noch langsam gegarte, schon beim bloßen Blick vom Knochen fallende Rippchen kombinieren. Oder man bestellt eine der opulenten, klar intuitiv abgeschmeckten Stullen.


Malafemmena macht Neapel alle Ehre

In Schöneberg ist eine unserer Lieblings-Pizzerien der Stadt. Foto: Malafemmena
In Schöneberg ist eine unserer Lieblings-Pizzerien der Stadt. Foto: Malafemmena

„In Bufala we trust“, so steht es in blauer Leuchtschrift in der großen, aber gemütlichen Trattoria mit Backsteinwänden. Hier kommen verschiedene Mozzarella- und Tomatensorten auf die 60 bis 90 Sekunden im 460 Grad heißen Ofen gebackenen Pizzen. An die 20 Sorten stehen zur Auswahl, darunter auch die Neapel alle Ehre machende Pizza Margherita. Auch die feinere italienische Küche ist, etwa mit gegrilltem Scarmoza mit gerösteten Artischockenherzen oder Loup de Mer mit Zitronenaromatisierten Kartoffeln, präsent. Noch mehr Tipps für Pizza in Berlin findet ihr hier.

  • Malafemmena Hauptstraße 85, Schöneberg, Mo–Fr 16–23, Sa+So 12–23 Uhr, Tel. 030/84 18 31 82, malafemenna.restaurant

Kulinarische Italienreise mit Antonio Lagalante

Authentische Gerichte aus allen Regionen Italiens entdeckt man in diesem Schöneberger Restaurant. Foto: Cosimo Bellanova
Authentische Gerichte aus allen Regionen Italiens entdeckt man in diesem Schöneberger Restaurant. Foto: Cosimo Bellanova

In dem kleinen, individuell eingerichteten Ristorante kocht sich der Süditaliener Antonio Lagalante frisch und authentisch durch die verschiedenen italienischen Regionen. Dabei wechseln die Gerichte wie mit Grana Padana gefüllte Rinderröllchen in einer würzigen Tomatensauce auf der bewusst überschaubar gehaltenen Speisekarte je nach Saison und Angebot größtenteils täglich. Dazu werden trinkfreudig kalkulierte Stiefel-Weine ausgeschenkt.


Da Jia Le bringt ostchinesische Küche nach Schöneberg

Die Dongboi-Küche kann man an der Schöneberger Goebenstraße genießen. Foto: Da Jia Le
Die Dongboi-Küche kann man an der Schöneberger Goebenstraße genießen. Foto: Da Jia Le

Die nordostchinesische Dongbei-Küche ist teils sehr ungewöhnlich, wie Eisbeinscheiben in Knoblauch-Essig-Soße oder Schweineohr und –zunge zeigen. Es gibt auch gute vegetarische Gerichte, süß-sauer-scharfen Tofu-Blätter-Salat oder gebratenen Chinakohl mit Morcheln, sowie Craft-Beer und deutsche Weine.

  • Da Jia Le Goebenstraße 23, Schöneberg, Mo, Di 16–22.30 Uhr, Mi–So 12–22.30 Uhr, Tel. 030/21 45 97 45, http://dajiale-berlin.de/

Sardinen.Bar zeigt, was Konserven können

Oft unterschätzt: die Fischkonserve. In der Sardinen.Bar ist sie Mittelpunkt der Speisekarte. Foto: Marla Studio

Fisch-Restaurants sind nichts Ungewöhnliches, auch wenn es sie nicht wie Sand am Meer gibt. Ein Restaurant, das sich jedoch nur auf die Sardine spezialisiert hat, ist hierzulande wohl einmalig. Dabei kommen die kleinen Fische – neben Sardinen auch Meeresfrüchte, Makrelen und Thunfisch – in bester Qualität aus der Dose, hergestellt von kleinen Familienbetrieben, auf der Karte. Dazu gibt es frischen Salat und Baguette sowie ausgesuchte Weine.


Sironi La Pizza

Verdammt gut ist auch die Pizza bei Sironi in Schöneberg. Foto: Sironi

Alfredo Sironi ist der geborene Gastgeber. Er verhalf dem italienischem Brot in Berlin zur Ehrenrettung und seine Pizza aus der Auslage der kleinen Bäckerei in der Markthalle Neun gehörte schon lange heimlich zu den besten der Stadt. In seiner Schöneberger Location, inklusive offener Backstube, gleichen seine Pizzen keinen anderen in Berlin, sind nicht noch einmal neapolitanisch, wie es sie mittlerweile zuhauf gibt.

Vielmehr basieren sie auf Broten der Bäckerei: sechs Pizzen, unter anderem die Bufala mit Büffelmozzarella oder die Quattro Formaggi und die Sironi mit Safrancreme, kommen mit Dinkelteig daher. Für acht andere, so die Melanzane, wird der Teig aus einer Mischung aus Weizenmehl und dem Hartweizenmehl „Senatore Capelli” geknetet, das einen ganz eigenen Geschmack – und eine angenehme Bekömmlichkeit – mitbringt. Zudem: Vorspeisen wie die Friggitelli, die italienische Antwort auf spanische Pimientos de Padrón, Bratpaprika mit Brotstreuseln und Fenchel. Danach unbedingt das hausgemachte Eis probieren, vor allem das pistazigste Pistazieneis der Stadt.

  • Sironi Goltzstraße 36, Schöneberg, tgl. 12–22 Uhr, Tel. 030/21 00 24 02, https://sironi.de/

Riesige Auswahl im KaDeWe

Verführerisch sind die Essensstände im KaDeWe, das übrigens wirklich schon in Schöneberg steht. Foto: KaDeWe

Die Auswahl ist kaum zu überblicken. An verschiedenen Essensständen findet man Kulinarisches aus der ganzen Welt, das frisch vor den Augen der Wartenden zubereitet wird. Vor allem die überbackenen Austern sind ein Highlight, das viele Fans anzieht.

Ob Lenôtre oder Ruinard, auch die Marken in der mit 7.000 Quadratmetern größten Feinschmeckeretage Europas sind ein kulinarisches Who is Who. Bei 35.000 Produkten gibt es wahrscheinlich nichts, was es nicht gibt. Dazu wurde die „Sechste“ einem Relaunch unterzogen und bietet jetzt auch Gastronomien wie die Laggner Schwemme, Lutter & Wegner oder BRLO Beer & Chicken. Ein Geschäft mit Geschichte: Alles Wichtige zum KaDeWe lest ihr hier.

  • KaDeWe Tauentzienstraße 21–24, Schöneberg, Mo–Do, Sa 10–20 Uhr, Fr 10–21 Uhr, Gastronomie 12–22 Uhr, Spätkauf 10–20 Uhr, www.kadewe.de

Klassische Haut Cuisine im Bob & Thoms

Bob & Thoms ist eines der exklusiveren Restaurants in Schöneberg: Nur zwölf bis 15 Gäste finden hier Platz. Foto: Lily Roggemann
Bob & Thoms ist eines der exklusiveren Restaurants in Schöneberg: Nur zwölf bis 15 Gäste finden hier Platz. Foto: Lily Roggemann

Ehrliches und kreatives Fine Dining in minimalistischen Räumlichkeiten von einem eingespielten Duo mit langjährigem Gastro- Brackground. Gastgeber Oliver Körber, Spitzname Bob, könnte man noch aus dem Alt Luxemburg kennen. Küchenchef Felix Thomas war etwa Sous-Chef im Skykitchen. Nur zwölf bis 15 Gäste werden pro Abend bewirtet. Die begeben sich nach einem Glas Crémant vom Pflälzer Weingut Jülg auf eine viergängige Aromenreise eines vegetarischen, kontemporären oder klassischen Menüs. Handwerklich hervorragend mit einer Leidenschaft für eine klassische Haute Cuisine.


Griechischer Wein in der Taverna Ousia

Einer der wohl besten Griechen der Stadt ist nicht umsonst und nicht nur wegen der stimmungsvollen Atmosphäre jeden Abend voll. Das Ousia ist nicht nur Taverne, sondern auch Mezedopolio: Es kommen vor allem die typischen schmackhaften Kleinigkeiten von Tarama über Keftedes bis Garides zum Teilen auf den Tisch. Dazu gibt es kundig ausgesuchte griechische Weine.

  • Taverna Ousia Grunewaldstraße 54, Schöneberg, tgl. 17–23 Uhr, Tel. 030/216 79 57, www.taverna-ousia.de

Bodenständig und gut: Weinverein Rote Insel

Simpel und schmackhaft geht es auf den Tellern im Weinverein Rote Insel zu. Foto: Niklas von Schwarzdorn
Simpel und schmackhaft geht es auf den Tellern im Weinverein Rote Insel zu. Foto: Niklas von Schwarzdorn

Das unkomplizierte Weinlokal hat ein einfaches, aber erfolgreiches Konzept: gute, bodenständige Weine aus Rheinhessen zum kleinen Preis und ebenso bodenständige einfache Gerichte. So kommen zum Hula Hupp, einer Cuvée aus Sauvignon Blanc, Riesling und Silvaner, etwa Flammkuchen, handgemachte Piroggen oder warme Fleischwurst auf die Holztische.


Mehr Schöneberg, mehr Genuss

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