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Teigtaschen in Berlin: Mit Dumplings, Ravioli und Empanadas um den Globus

Text: tipBerlin Redaktion
Veröffentlicht am: 27.05.2022
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Teigtaschen gibt es überall auf der Welt: Wasser, Mehl, vielleicht noch Eier – diese paar Zutaten genügen, um den Mantel für köstliche Füllungen jeder Art zu kneten. Ob als Streetfood zwischendurch oder als ausgetüfteltes Gericht auf dem Teller im Restaurant, Berlin bietet eine Reise durch die Varianten an Teig und Füllung aus aller Welt.


Polnische Pierogi im tak tak

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Ein polnisches Festmahl sollte auch immer Pierogi beinhalten. Foto: Saskia Uppenkamp Photographer

Der polnischen Küche geht es ja wie der deutschen, bekannt sind beide vor allem für die Sättigungsbeilagen. Das tak tak bestätigt diesen Ruf mit einem indes vollmundigen Produkt: handgemachte Pierogi, etwa mit Buchweizen oder Rote Bete gefüllte Teigtaschen, die mit viel Schmand serviert werden.


Feurige Empanadas bei Caminito

Wöchentlich wechselnde Empanadas im Caminito auf der Invalidenstraße. Foto: Bettina Grabl

Wer den Fokus eher auf Kulinarik als auf Naturkunde legt, den musealen Beigeschmack dennoch nicht missen möchte, kommt bei Caminito in der Nähe des Naturkundemuseums auf seine Kosten: Zwischen Schmetterlingsschaukästen und offenen Industrieregalen mit importierten Naturweinen präsentieren sich kleine halbmondförmige Teigtaschen in einer gläsernen Vitrine. Die chilenischen Empanadas werden mit wöchentlich wechselnden Füllungen in vegetarischen aber auch klassischen Varianten mit Rindfleisch und ordentlich Schärfe angeboten. Abwechselnd mit einem Schluck von den frischgepressten Säften, lässt sich auch die feurige Chilisauce auf den südamerikanischen Teigtaschen genießen – so kann sich durch alle Varianten durchgeschlemmt werden.


Hip und chinesisch bei Yumcha Heroes

Dumplings und mehr bei Yumcha Heroes. Foto: Yumcha Heroes

Poppig-schickes Lokal in Mitte, in dem man, wenn man denn dort ist, unbedingt die handgemachten Dim Sum probieren sollte. Wörtlich übersetzt heißt Dim Sum übrigens: das Herz berühren. Stimmt.


Nepalesische Momos im Holy Everest

Zjesh Lama an seinem Stand in der Markthalle Neun wo er seine Momos, Dumplings, in Berlin verkauft
Zjesh Lama an seinem Stand in der Markthalle Neun, Foto: Anna Warnow

Zjesh Lama hat im Himalaya tatsächlich als Sherpa gearbeitet. Und ist irgendwann mit seinen Momos, gefüllten nepalesischen Teigtaschen oder Dumplings, nach Berlin gekommen. Ein köstliches Produkt, das er seit einiger Zeit Jahr in seinem eigenen Imbisslokal verkauft.


Georgische Khinkali bei Der Blaue Fuchs

Reich gefüllte Khinkali in schöner Atmospäre beim Blauen Fuchs. Foto: Der Blaue Fuchs

Georgier wissen, wie man isst: stundenlang, begleitet von Wein, viel Wein, und noch mehr Trinksprüchen. Die traditionelle Supra, ein orgiastisches Festmahl, hat auch schon so legendäre Esser wie John Steinbeck und Anthony Bourdain in die Knie gezwungen. Georgier haben schließlich Übung, liegt die Wiege des Weinanbaus doch im kleinen, wackeren Land im Kaukasus. 

Seit einigen Jahren ziehen immer mehr junge Georgier:innen nach London, New York und auch Berlin: für Perspektiven, eine liberalere Gesellschaft und natürlich Techno. Und immer häufiger machen sie ganz wunderbare Restaurants in Berlin auf, in denen sie Spezialitäten wie Khachapuri und die Teigtaschen Khinkali kochen. Ein Glück! Unter diesen jungen, neuen georgischen Restaurants in Berlin ist Der Blaue Fuchs eins der besten – und die Khinkali sind zum Niederknien gut!


Österreichische Teigbomben bei Knödelwirtschaft

Knödelglück in Neukölln dumplings in berlin
Knödelglück in Neukölln. Foto: Lena Ganssmann

Die Knödelwirtschaft ist eine Südtiroler Enklave in Neukölln, klein und immer brechend voll. Es gibt: Knödel. Vier Sorten zur Auswahl, alle paar Monate wechselnd, aber immer eine Käse- und Speckvariante. Auch, wenn es in Wahrheit keine echten Teigtaschen sind, eine Reise wert. Unsere Favoriten: die mit Rotkraut und Löwenzahn.


Chinesische Dim Sum bei Tian Fu

Unter den wirklich guten Sichuan-Lokalen Berlins ist das Tian Fu eines der besten. Und wie man ins Hot Spot eben für die Ente geht, besucht man das Tian Fu für die Dim Sum – gefüllte, kräftig gewürzte Teigtaschen.


Türkische Manti bei Gözleme

Ja, ja, wir lieben Döner, aber gerade wenn der Winter mal wieder laut an der Tür klopft, gibt es wenig besseres als eine große Portion winziger, handgefalteter Manti mit viel Chiliöl und Knoblauchsauce beim anatolischen Restaurant Gözleme auf der Sonnenallee. Danach ist man nicht nur gegen die Kälte, sondern auch gegen Vampirangriffe gewappnet. Übrigens: bei Gözleme gibt es neben den traditionellen Fleisch-Manti auch Varianten mit Kartoffelfüllung!


Hausgemachte Ravioli bei Mani in Pasta

Hausgemachte Ravioli bei Mani in Pasta. Foto: Mani in Pasta

In einer gläsernen Manufaktur werden die Spagetti gezogen, die Ravioli gefüllt. Die tagesfrische Pasta gibt es auch zum Direktverzehr. Drei bis vier wechselnde Tagesgerichte, darunter mit die beste Carbonara Berlins – ohne Sahne, nur mit Eigelb.


Traditionelle Jiaozi-Berge bei Wokshow

Wer chinesische Jiaozi liebt, kommt am Restaurant Wokshow nicht vorbei. Auch die anderen Gerichte sind zu empfehlen, aber der Star sind zweifelsohne die Teigtaschen, die man unbedingt in der gebratenen Variante bestellen sollte. Der Spezialist für Dumplings in Berlin!


Vegetarische Wareniki im Café Datscha

Café Datscha in Friedrichshain. Foto: Lena Ganssmann

Mütterchen Russland kann auch vegetarisch: Wareniki, die vegetarische Antwort auf Pelmeni, sind etwas größer und meistens vegetarisch gefüllt. Zum Beispiel süß mit Beeren, oder herzhaft mit Kartoffeln, mit Sauerkraut oder trockenem Quark.

Bei Datscha kann man die traditionell beliebte Kartoffelvariante probieren, und als „Wareniki Kiew“ auch gratiniert mit einer Steinpilz-Käsesauce. Und runtergespült wird mit Wodka, eh klar!


Schwäbische Herrgottsbescheißerle von Teig und Füllung

Saftige schwäbische Maultaschen bei teig und füllung
Saftige schwäbische Maultaschen. Foto: Teig und Füllung

Schwaben meinen ja von sich, ganz besonders klug zu sein. So klug, dass sie sogar den lieben Gott im Himmel ein Schnippchen schlagen können, in dem sie auch an Fastentagen Fleisch essen – dieses aber in Teig einschlagen. Und geboren ward die Maultasche. Ob das nun geklappt hat, wissen wir nicht, aber gehen davon aus, dass in Stuttgart leben zu müssen ja auch einer göttlichen Strafe gleichkommt. Maultaschen aber essen wir trotzdem gern und die vielleicht besten in Berlin machen Anusha Sundaresan und Bruno Ebermann unter dem Namen „Teig und Füllung“. Und gibt es etwas universelleres, als eben das?


Mehr Berliner Esskultur

Warum die kulinarische Reise nur auf Teigtaschen beschränken? Hier findet ihr eine Auswahl an Restaurants, die euch mit Arepa und Tapioka nach Südamerika entführen. Oder soll der Ausflug nach Afrika gehen? Westafrikanische Küche mit köstlichen Eintöpfen und Kochbananen könnt ihr in Berlin in diesen Restaurants genießen. Ihr wollt den Globus noch weiter drehen? Dann schaut doch mal, was koreanische Kost über Kimchi und Bibimbap hinaus zu bieten hat.

Alle News und Empfehlungen für eure Weltreise findet ihr in der Rubrik Food. Wer sich bei dieser Auswahl kaum entscheiden kann, findet mit der Berlin Food App von tipBerlin garantiert das passende Restaurant.

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