Restaurantkritik

Tortillería Mexa in Friedrichshain: Schnellster Weg nach Mexiko

Aus wenigen Zutaten macht die kleine Tortillería Mexa in Friedrichshain sehr viel.

Tortilleria Mexa in Friedrichshain
Simple Tacos, großer Geschmack Foto: Aida Baghernejad

Der schnellste Weg nach Mexiko-Stadt führt neuerdings über die Boxhagener Straße. Denn dort hat vor wenigen Wochen die Tortillería Mexa eröffnet. Das kleine Ladenlokal – man kann es gar nicht Restaurant nennen – ist Tortillamanufaktur, mexikanischer Spezialitätenshop und Delikatessengeschäft in einem. Morgens kann man der Tortillamaschine dabei zuschauen, wie die kleinen Maisfladen gebacken werden, ihr dazu genutztes, auf traditionelle Weise nixtamalisiertes Bio-Maismehl bezieht die Tortillería direkt aus Mexiko.

Tortillería Mexa in Friedrichshain: auch nicht besser in Tijuana oder Chiapas

Ab mittags kann man die noch warmen Fladen für ein mexikanisches Festmahl zuhause kaufen oder sie gleich vor Ort genießen. Und zwar so, wie man sie auch zwischen Tijuana und Chiapas nicht besser bekommt: als ganz simpler Taco mit schwarzen Bohnen, ein paar Klecksern Sauce, etwas gehacktem Koriander und Zwiebeln, dazu nach Wahl Fleisch oder Nopales, Kaktussalat … fertig.

Daneben stehen auf der kleinen Karte aber auch Tostadas, quasi der knusprige Cousin von weichen Tacos, mexikanische Quesedillas, die im Gegensatz zu der Tex-Mex-Variante nördlich der Grenze zu den USA nicht umgeklappt werden, und frische Tamales, in Maisblättern gedämpfte und üblicherweise mit Schweinefleisch gefüllte Maisbreiklöße. Dazu trinkt man am besten Jarritos, mexikanische Limonade, oder Bier.

In ihrem Minimalismus zeigen die Handvoll Gerichte in diesem wirklich sehr einfachen Deli eines: Wenn die Grundzutaten stimmen, braucht es für ganz großen Geschmack nur ganz wenig.


Dieser Text stammt aus unserer tipBerlin-Ausgabe 21/20. Alte und aktuelle Ausgaben findet ihr hier im Shop. Verpasse keine Ausgabe mehr mit einem Abo!

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