Essen & Trinken

Runzelkarftoffeln

Lizzy-TewordtNach einem Urlaub macht der Alltag bekanntlich weniger trübe Stimmung. Auch die Essensgewohnheiten haben sich in dieser Auszeit ein wenig verändert. Das war übrigens schon seit den 60er Jahren so, als die Bundesbürger die italienischen Campingplätze eroberten. Zurückgekehrt aus Bella Italia, kam dann beim Mit­tag­essen schon mal eine selbst gemachte Pizza auf den Tisch, damals mit viel Salami und Tomate auf dickem Hefeteig, oder eine Melone mit Schinken als Vorspeise. Die akademische Fraktion Westdeutschlands bevorzugte das Reiseland Frankreich.

Da kam dann die schwere voluminöse Küche her, die den Aufbaujahren eine gehörige Portion Stabilität verlieh. Damals waren ein paar Pfunde durchaus Zeichen des besseren Lebens. Heute in Berlin ist jede Landesküche vertreten, und trotzdem entdeckt die Urlauberin doch wieder neue einfache Genüsse. Auf den Kanaren zum Beispiel gibt es in allen Restaurants Runzelkartoffeln (salzkrustige Pellkartoffeln) mit Mojo verde (mit Koriander oder Petersilie aromatisierte, pürierte grüne Paprika) und Mojo rojo (eine Variante mit roten Paprika). In El Remo, an der Küste von La Palma, gibt es dazu frischen, gegrillten Fisch. Manchmal braucht es nicht viel mehr. Doch wo gibt es derart schliche Quali­tät? Den Mut zur Einfachheit, sprich zur Runzelkartoffel mit Mojo verde, hat derzeit Thomas Kammeier. Er serviert diese zum Berliner Zeitung-Menü, das ist natürlich etwas kostspielig. Also liebe Leser: Wer weiß eine Adresse in Berlin, die Urlaubsgefühle weckt?

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Stichwort: Einfach gute Küche.

Foto: Lizzy Tewordt (www.pixelio.de) 

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