Essen & Trinken

Safari durch die Welt der süßen Kuriositäten

SugafariRund um den Erdball geht er auf die Jagd nach klebrigen oder gummiartigen Schätzen, bittet Freunde, die er liebevoll Suganauten nennt, ihm seltsame Dinge aus Zucker oder Gelee mitzubringen, gerät in Verzückung, wenn die Trophäe das Maß des Erträglichen sprengt, wie etwa beim Toxic Waste aus den Vereinigten Staaten, das so sauer ist, dass es schmerzt – „hazardously“ steht auf der gelben Dose, „gefährlich“. Die anderen Süßigkeiten im Laden, den Alexis Agnй in der Kopenhagener Straße in Prenzlauer Berg betreibt, haben es weniger in sich – ohne jedoch langweilig zu sein.

Da gibt es Hubba Bubba Groovy Grape Bubble Gum aus den USA, Pufuleti aus Rumänien, eine Tüte mit kleinen Puffmaisstangen und der gut gemeinten Aufforderung „Hraneste-ti optimismul, pufuleti“ („Ernähre deinen Optimismus“), oder ein Getränk namens Pororo Strawberry, eine Art Yakult in einer kitschigen Plastikflasche, das seinen Weg von Korea nach Berlin gefunden hat. Mit leeren Händen verlässt wohl niemand den Laden, zumal sich die Preise im Rahmen halten (vieles 0,50–2 Euro) und der Spaß überwiegt. Wer einmal vorbeischauen will, sollte jedoch die Öffnungszeiten beachten, die sind ebenso unorthodox wie das Sortiment: Sugafari hat in der Woche nur zwischen 15 Uhr und 19.30 Uhr geöffnet. Doch zur Not ist das gesamte Süßwarensammelsurium auch übers Internet erhältlich.

Text: Marion Hughes

Sugafari Kopenhagener Straße 69, Prezlauer Berg, Di–Fr 15–19.30 Uhr, Sa 11–16 Uhr, www.sugafari.com

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