Fischlokal

Sardinen.Bar in Schöneberg

Esskulturexport: In der Grunewaldstraße hat die erste Sardinen.Bar Deutschlands eröffnet

Sardinen.Bar
Sardinen.Bar

Sprichwörtlich liegen sie nicht in der Dose. Eher locker drapiert, damit das Olivenöl die Sardine auch wirklich mariniert. Damit sich die Aromen mit den Jahren vereinen, das Fleisch, das kaltgepresste Olivenöl und die Gewürze: Dill, Zitrone, Weißwein, Koriander, Meersalz vor allem. In manchen Dosen ist auch noch etwas iberischer Schinken dabei oder grüner Pfeffer.
In Schöneberg kombiniert Thomas Vetter die frisch aufgezippte Dose mit einem knackigen Salat und frischem Baguette (ab 8,50 Euro). Dazu gibt es eine unkomplizierte Wein- und eine überraschend gute Bierauswahl. Im vergangenen Oktober hat Vetter seine Sardinen.Bar eröffnet, die erste in Berlin und sowieso in Deutschland. Das Thema lag in der Familie – Vetter ist der Schwiegersohn von Maitre Philippe, verheiratet mit einer seiner Filles. Und diesem französischen Feinkostladen darf mit Fug und Recht die Urheberschaft an diesem Esskulturexport zugeschoben werden: Maitre Philippe et Filles haben die Jahrgangssardinen nach Berlin gebracht.
Thomas Vetter bringt sie auf den Tisch. Auf eine Handvoll Bistrotische und eine große Tafel in seiner sehr, sehr ästhetisch gestalteten Bar. Vieles wurde roh belassen, anderes bewusst inszeniert, an einer Wand hängen die Hauptdarsteller dieses Themenlokals: Gut 100 Ölsardinen­dosen, deren illustrative Gestaltung schon für sich allein betrachtet eine Delikatesse ist. Zugegeben, die Sardinen.Bar is ein sehr spezielles gastronomisches Konzept – aber eines, das in allen Details gefällt.

Sardinen.Bar Grunewaldstr. 79, Schöneberg, Mo – Sa 12 – 22.30 Uhr, www.facebook.com/sardinen.bar

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