Essen & Trinken

Schwiliko in Kreuzberg

Schwiliko in Kreuzberg

Vom georgischen Essen schwärmen nicht nur die Russen. Trotzdem schmeckte es in Berlin bis vor kurzem vor allem herzhaft-fettig, hatte sich ein Restaurant mal in diesen Osten und, ja, auch Süden gewagt. Im Kreuzberger Wrangelkiez bringt nun Rusudan Gorgiladze, einst Präsidententenberaterin unter Schewardnadse, frische und tatsächlich authentisch georgische Geschmackserlebnisse auf den Tisch. Für Wohnzimmerflair im Gastraum sorgen alte Familienfotos und ein Kinderjäckchen,ebenfalls aus Familienbesitz. Und wer es machen will wie die Georgier, bestellt mehrere kleine Speisen zum Teilen oder gleich eine Supra (29 Euro pro Person), bei der man dann eine Auswahl diverser Gerichte serviert bekommt.
Sorgfältig auf Schiefertäfelchen drapiert werden Vorspeisen wie die Gemüsetörtchen Mkhali (8,50 Euro), oder die Auberginenscheiben Badrijani mit cremiger Walnusspaste und Granatapfelkernen. Im Hähncheneintopf (10,50 Euro) stecken allerdings einige lästige Knorpel. Unbedingt probieren sollte man die köstlichen Mamas Khahchapuri (10 Euro), mit Käse gefüllte Teigfladen. Zum Nachtisch gibt’s Pelamuschi (5,50 Euro), ein Weintraubensoufflй, bei dem noch einmal die Walnuss zum Einsatz kommt: diesmal als hausgemachtes Eis. Ein besonderer Genuss mit stolzer Historie und dem Status eines UNESCO-Welterbes ist der in Tonamphoren ausgebaute Naturwein. Für den Kvevri muss man allerdings etwas tiefer ins Portemonnaie greifen (44 und 46 Euro pro Flasche). Ob nun mit oder ohne Amphorenwein – das Schwiliko ist eine echte Bereicherung in der kulinarischen Landschaft Berlins.   

Text: Teresa Schomburg

Foto: Doreen Schwerin

Schwiliko Schlesische Straße 29, Kreuzberg, Tel. 61 62 35 88, ?Mo-So ab 18 Uhr, www.schwiliko-berlin.de

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