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Speisekarte 2011: Platz 1 der nächtlichen Absacker: Heisenberg

heisenbergWer die genaue Adresse nicht kennt, läuft trotz der großen Fensterfront womöglich ahnungslos vorbei. Aber das gehört zum Konzept. Man hat hier nämlich nicht das Gefühl, eine Bar zu betreten, sondern die in warmes Licht getauchte WG einer im Umzug begriffenen Clique retroverliebter Studenten: Als Tische dienen einfache Quader aus Beton, mit einem dicken Kerzenstumpen bestückt; auf den kahlen Betonböden liegen große Orientteppiche. Auf den Regalen hinter dem Tresen wird nicht mit einer schier endlosen Auswahl aller erdenklichen Alkoholika geprotzt, vielmehr zeugt eine Reihe ausgesuchter und hochwertiger Spirituosen von stilsicherem Geschmack. Lesen lässt sich die Getränkekarte aber gar nicht, nur befragen. Robert Bettendorf, der Inhaber, Barkeeper, Innenausstatter und Mädchen für alles, mixt einfach, was der Gast zum ruhigen Ausklang des Abends oder am frühen Morgen braucht. Unprätentiöse, klare Cocktails oder Longdrinks aus zwei, drei Zutaten, ohne Deko, ohne Firlefanz, passend zum Ambiente. Wer auf Anhieb keine Lieblingsmischung nennen kann, lässt sich einfach von ihm überraschen. Erstaunlich, wie gut Bettendorf intuitiv den Geschmack des Gastes trifft; auch wenn er vielleicht ein wenig vorsichtig mit dem Anteil an Hochprozentigem umgeht. Macht aber gar nichts, der Preis dafür mutet nämlich eher symbolisch an, sodass man sich auch mit schlankerem Geldbeutel ein, zwei oder noch mehr davon leisten kann.

Heisenberg Schillerpromenade 11 12049 Berlin (Neukölln) 

Text: Susanne Bönhardt

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