Deli

’Stache in Mitte

Café ohne Bart: Schön gemacht und handgemacht: das ’Stache in der Gartenstraße

‘Stache
‘Stache

Eine ehemalige Metzgerei, bodentiefe Fenster und ein florales, in Würde gealtertes Fliesenmuster aus der Gründerzeit – auf der anderen Seite der Torstraße wäre so ein Ladenlokal längst der Flagshipstore einer internationalen Modemarke. Hier neben dem Stadtbad Mitte ist das erst in diesem Herbst eröffnete Café ’Stache ein Deli im besten Sinne. Ein Tageslokal, das guten Kaffee kann und noch besseren Käsekuchen. Und in dem, so ab 11.30 Uhr, feinere, dezidiertere Aromen umherwehen als in so manch ambitioniertem Abendlokal.
Drei handwerklich zubereitete Mittagessen gibt es, der Jahreszeit angemessen etwa hausgemachte, getrüffelte Steinpilzravioli (12 Euro), Gnocchi mit Wildschweinragout (9 Euro) oder ein kreuzehrliches Chili con Carne (4,60 Euro). Daneben Salate, Sandwiches und, wir hatten es schon davon, Kuchen. Selbst die Limonaden hat Quereinsteigerin Irene Hansen – sie hat mal für Jil Sander gemodelt und später in den Medien gearbeitet – liebevoll kuratiert. Auch das erfrischend leichte sardische Bier verträgt sich durchaus mal mit der Mittagspause. Einzig der Name, eine Anspielung auf den Mustache, den Oberlippenbart, der ist für ein im besten Sinne naheliegendes Café ein wenig arg um die Hipster-Ecke gedacht.

’Stache Gartenstr. 4, Mitte, Tel. 27 01 86 91, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 9–18 Uhr

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