• Essen & Trinken
  • Berlins Sterne-Restaurants: Eins, zwei oder drei? Fine Dining vom Feinsten

Guide Michelin

Berlins Sterne-Restaurants: Eins, zwei oder drei? Fine Dining vom Feinsten

Berlins Restaurantlandschaft war vielleicht noch nie so aufregend wie heute – was auch den wahren Sterneregen erklärt, der in den letzten Jahren auf Berlin niedergegangen ist. Klassiker wie der Bieberbau und das Lorenz Adlon Esszimmer stehen gleichberechtigt neben Innovator*innen wie Dalad Kambhu vom Kin Dee, Ilona Scholl vom tulus lotrek oder Billy Wagner und Micha Schäfer vom Nobelhart & Schmutzig und Lokalmatador wie Tim Raue oder Sebastian Frank vom Horváth.

Sternerestaurants in Berlin sind eben auch auf ihre Weise ein Spiegelbild der Stadt: divers und vielfältig, experimentell und auch immer wieder klassisch. Wir stellen euch alle 18 Ein-Sterne-Lokale, die fünf Zwei-Sterne-Restaurants und das eine Drei-Sterne-Restaurant der Stadt vor.


Lässig modern im tulus lotrek

Sternerestaurants in Berlin tulus lotrek
Konzentration aufs Detail. Foto: Philipp Dreyer

Das Tulus Lotrek zählt zu den neuen, lokalen Konzeptküchen dieser Stadt. Das Schöne hier: Ein Besuch macht irre viel Freude. Das liegt nicht nur an der Tapete, auf der sich Schinken und Tintenfischarme in einem floralen Textildruck verstecken.

Expressiv ist auch die Küche: Mit Jakobsmuschel, Sellerie, Aprikose, Nussbutter und Perigord-Trüffel wird beispielsweise aus den Insignien der Haute-Cuisine ein herzhafter Spaß, den das junge Team um Gastgeberin Ilona Scholl den Gästen auch just so zu vermitteln versteht. Unter den besten Restaurants dieser Stadt das unbedingt herzlichste – was sich schon allein an ihrer Aktion #KochenfürHelden während der Corona-Krise zeigte.


Großartige Ausblicke im GOLVET

Sternerestaurants in Berlin Golvet
Einer der großstädtischsten Ausblicke Berlins. Foto: F. Anthea Schaap

Das Sterne- und Gesellschaftslokal über dem Kulturforum hat die (verlängerte) Corona-Pause für einen Neustart genutzt. Der aus den eigenen Reihen rekrutierte und im Facil ausgebildete Küchenchef Jonas Zöllner schafft den Fokus auf eine lokal-saisonale Produktküche, ohne dabei vollmundige Zugänglichkeit zu vernachlässigen. Dazu passt eine Weinbegleitung, die gerne mutig und gegenwärtig, aber nie plump provokant daherkommt.


Thaiküche, regional interpretiert im Kin Dee

Sternerestaurants in Berlin Kin Dee
Teilen unbedingt erwünscht. Foto: F. Anthea Schaap

Küchenchefin Dalad Kambhu, Autodidaktin am Herd, setzt auf eine zeitgemäße Thai-Küche. Gehoben, hip und fast ausschließlich mit regionalen Zutaten (statt Mango gibt es Apfel, statt Papaya Gurke). Sehr gute Weine (und Biere), eine zurückgelehnte, in jedem Detail stilsichere Atmosphäre und eine Produktküche, die sich selbst nicht zu wichtig nimmt, aber vieles richtig macht. Keine große Speisekarte, sondern ein festes Menü mit Alternativen – Teilen ist hier sehr erwünscht. Einer der schönsten, spannendsten und, ja, besten Läden der Stadt. Und das hat auch den Guide Michelin überzeugt.


Große Küche, leises Auftreten im Richard

Sternerestaurants in Berlin Richard
Zeitgenossenschaft, kulinarisch gedacht. Foto: Jacint Halasz

Hans Richard ist vielleicht der Leiseste unter den Berliner Sterneköchen. Er steht inzwischen wieder selbst in der Küche und hat Sommelier Hakan Özden neu ins Team genommen. Dem gelingt nun auch im Glas, was auf den Tellern bereits begeistert: eine Zeitgenossenschaft, die bei allem Wissen um die Traditionen des guten Geschmacks einen gewissen Entdeckungsdurst erlaubt. Ein Orange Wine zum verkohlten Lauch? Das geht nun genauso wie die Moselspätlese und der Hirschrücken an der an einer mit Hingabe reduzierten Jus. Lieblingsort.


Präzise und vollmundig: Cordo

Sternerestaurants in Berlin Cordo
Präzises Küchenhandwerk, ohne Pinzette. Foto: Aurore Caussade

Man muss es tatsächlich ein Ereignis nennen, mit welcher Lässigkeit der junge Küchenchef Yannic Stockhausen aus der ehemaligen Cordobar ein Fine-Dining- Lokal gemacht hat, das um die klare Sprache einer regionalen Produktküche weiß, ohne sich allzu sehr aufs brutal lokale Neuberliner Repertoire zu verlassen. Stockhausen, gebürtiger Hamburger mit Stationen in Frankreich und im Wolfsburger Acqua, ist ein so präziser Küchenhandwerker, dass er die Allüren einer sogenannten Pinzettenküche selbstbewusst hinter sich lassen kann. Gestaltet sind seine Teller, gewiss, aber doch vor allem aus dem Bauch heraus. Jeder Garpunkt, jede Konsistenz – genau so! Dazu hat er den Mut, auch Grenzgänge wie einen von fermentiertem Rettich begleitetes Kalbshirn zu wagen. Starke Weinkarte mit einem Fokus auf Österreich und die Biodynamik.


Tahini statt Foie Gras und Pastrami vom Kamel: prism

Gal Ben Moshe bei der Arbeit. Foto: F. Anthea Schaap

Für sein Restaurant hat sich Gal Ben Moshe durch die Aromen seiner israelischen Heimat und mit beinahe kindlicher Begeisterung durch die Gemüseläden der Sonnenallee geschmeckt. Tahine statt Fois Gras, armenische Gurke statt französischem Trüffel, oder doch all das nebeneinander. Mit einem Holzkohlegrill für die Röstaromen am Lamm und am butterzarten Pulpo, mit selbstgepökelter Pastrami vom Kamel. Spektakulär darf es dabei durchaus nochmal werden. So wird der Fond zur Wachtel am Tisch im Syphon erhitzt, um jedwedes Aroma aus den Knochen zu kitzeln. Spektakulär aber vor allem, wie einleuchtend und vollmundig Gal Ben Moshes Küche nun schmeckt. Eine Etage über dem Prism gibt es zudem einen Private Dining Room.


Den Himmel über Berlin genießen im SKYKITCHEN

Sternerestaurants in Berlin Skykitchen
Lässig schick: Skykitchen. Foto: Clemens Niedenthal

Seinen Michelin-Stern hatte sich Alexander Koppe in der ersten Etage des Lichtenberger Kongresshotels Andel’s erkocht. Längst residiert sein lässig-schickes Restaurant Skykitchen in der Panorama-Etage des Andel’s Hotel. Alleine der Ausblick ist einen Besuch wert. Koppes kulinarische Handschrift steht für ein „Crossover aus Fine Dining und Berliner Schisslaweng“, dargeboten in zwei Menüs, eines davon vegetarisch. Außerordentlich gut ist Koppes Risotto, zudem begeistert sein Faible und mehr noch sein Händchen für Innereien. Sehr gute Getränkebegleitung, die auch mal einen Cocktail reicht.

  • SKYKITCHEN, im Vienna House Andel’s Berlin, Landsberger Allee 106, Lichtenberg, Di-Sa 18-23 Uhr, www.skykitchen.berlin

Französisch grundiert mit Berliner Schnauze: Bandol sur Mer

Sternerestaurants in Berlin Bandol Sur Mer
Große Kochkunst in intimer Atmosphäre im Bandol sur Mer. Foto: F. Anthea Schaap

Der angesagte Stern-Franzose residiert in einem früheren Döner-Grill. Sternekoch Andreas Saul verwöhnt die höchstens 20 Gäste kulinarisch, während Sommelier und Gastgeber Alexander Seiser für einen tadellosen Service und die Weinpflege verantwortlich zeichnet. Beim angebotenen Sieben-Gänge-Menü kommen vorwiegend regionale Produkte wie Rote Bete, Brennnessel oder Birne zum Teil spektakulär zum Einsatz.


Auf der Rakete ab in den Fine Dining-Himmel im Pauly Saal

Sternerestaurants in Berlin Pauly Saal
Bereit zum Abflug. Foto: Robert Rieger

Unter Küchenchef Arne Anker war der Pauly Saal endgültig in die Spitze der Berliner Gastronomie aufgestiegen. Nach dessen Weggang im Frühjahr 2019 haben Dirk Gieselmann und Sebastian Leyer seinen Platz am Herd eingenommen. Seitdem ist die Küche vielleicht weniger komplex und verkopft, was wir hier durchaus als Kompliment verstanden wissen wollen. Zum Selbstverständnis des Pauly Saals als glamouröses, aber nie gespreiztes Gesellschaftslokal passen die neuen, selbstbewusst frankophilen Aromen jedenfalls gut. Unverändert blieb die sehr gute Qualität der Grundprodukte. Freitags und samstags wird das Menü auch mittags serviert, ein Empfehlung zur Terrassensaison.


einsunternull: galant und brutal gut

Sternerestaurants in Berlin einsunternull
Silvio Pfeuffer zelebriert nahbare Exzellenz. Foto: Hiroshi Toyoda

Silvio Pfeuffers Menü (es gibt immer auch eine vegetarische Variante) hält den Spannungsbogen auf jedem Teller und über den gesamten Abend hinweg und ist dermaßen mit handwerklicher Könnerschaft grundiert, dass man diese Exzellenz nicht mal mehr bemerkt. Hier kocht ein junger gebürtiger Lichtenberger mit den besten Zutaten der ganz nahen und etwas weiteren Umgebung einfach brutal gut. Patron Ivo Ebert indes, ist der gewohnt galante Gastgeber geblieben. Ein noch immer wichtiges Lokal, nicht nur aufgrund seines Michelin-Sterns.


Vegetarische Spitzenküche im Cookies Cream

Sternerestaurants in Berlin Cookies Cream
Vegetarische Spitze. Foto: Emil Levy

Das vegetarische Gesellschaftslokal verbindet lässigen Hinterhof-Charme mit einer nie verkopften Gourmetküche, inzwischen eines der Sternerestaurants in Berlin. Die beiden Köpfe hinter dem Cookies Cream: Clublegende Heinz „Cookie“ Gindullis und der noch immer junge Küchenchef Stephan Hentschel, der selbst nicht einmal Vegetarier ist. Ein Ausschnitt aus seiner Karte: Parmesanknödel mit Perigordtrüffelsud an Spinat und Pinienkernen sowie überraschende Desserts, zum Beispiel Sellerie-Eis mit Apfel, Walnuss und Kräutern oder Süßdolde und Erdbeersorbet an Baiser und Buchweizen. Von der immer einnehmend guten Atmosphäre ganz zu schweigen.


Brutal-lokal und immer saisonal: Nobelhart & Schmutzig

Sternerestaurants in Berlin Nobelhart & Schmutzig
Exzellenter kann man in Deutschland derzeit kaum essen. Foto: Marko Seifert/Nobelhart & Schmutzig

Kloß mit Soße. Butter mit Brot. Vom Lamm der Nacken am angekohlten Rosenkohl. So also schmeckt es im Nobelhart & Schmutzig, dem „brutal lokalen“ Restaurant des Vollbart- wie Vollblut­kulinarikers Billy Wagner und seines Küchenchefs Micha Schäfer. Zeitgenössischer kann man in Deutschland derzeit kaum exzellent essen.

Man sitzt einfach bei sympathischen Menschen und schmeckt Produkte aus der nahen Umgebung, dazu gibt es eine erkenntnisdurstige, stets süffige Getränkebegleitung. In den Sommer- und Herbstmonaten überwiegen die vegetarischen Gänge, im Winter kommt dann Wild und Fisch. Auch das heißt: radikal saisonal. Also: mehrmals im Jahr vorbeischauen!


Fokus auf die Handwerkskunst: 5 – Cinco by Paco Pérez

Sternerestaurants in Berlin Cinco by Paco Pérez
Ein Abend im Cinco. Foto: Lena Ganssmann

2013 eröffnet, war es das erste kulinarische Projekt des katalanischen Spitzenkochs Paco Pérez fernab seiner Heimat im Hotel Das Stue am Tiergarten. Cinco, die Fünf steht dabei für alle fünf Sinne, für ein ganzheitliches Geschmacks­erlebnis also, aber auch für die fünf Finger der Hand, die Handwerkskunst. Man könnte à la carte speisen, aber die durchkomponierten Menüs des Küchenchefs Alexander Rehberger sind durchaus eine Erfahrung wert. Seit 2013 übrigens auch mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

  • 5 – Cinco by Paco Pérez, im Hotel Das Stue, Drakestraße 1, Tiergarten, Mi-Sa 18.30-23 Uhr, www.5-cinco.com

Klassische Sterneküche im Hugos

Sternerestaurants in Berlin Hugos
Ein Reh aus der Schorfheide im Hugos. Foto: InterContinental Berlin

Der Rundumblick aus dem 14. Stock des Hotel Intercontinental ist schwer zu toppen. Ebenfalls ein Erlebnis ist Eberhard Langes (1 Stern) leichte Gourmetküche mit mediterranem Einschlag. Die Gäste genießen Kreationen wie geflämmten Bretonischen Langustino oder Bachsaibling mit Essiggurke, Granny Smith, hausgemachtem Kefir und Kaviar. Die Weinbar öffnet dienstags bis samstags um 18.30 Uhr.


Kreative deutsche Küche im Bieberbau

Über lange Jahre hat sich der Bieberbau mit kreativer deutscher Küche und erstklassigen Produkten einen treuen Stamm an Gästen erarbeitet. Kein Wunder, dass sich das denkmalgeschützte Restaurant (sehenswerte Stuckarbeiten), das auch einen eigenen Kräuter- und Gewürzgarten unterhält, seit einigen Jahren mit einem Michelin-Stern schmücken kann.


Finnische Seele, internationale Inspiration: SAVU

Foto: Tommi Anttonen

Der finnische Küchenchef Sauli Kemppainen hat es wieder geschafft und auch in seinem neuen legeren Restaurant wieder unter die Sternerestaurants in Berlin geschafft. Dafür verbindet er in seinen kreativen Gerichten nordische, spanische und italienische Einflüsse. Dabei unterscheidet er nicht zwischen Vor- und Hauptspeisen, alles kommt in „Medium Size“-Portionen und alle Gerichte können miteinander kombiniert werden.

  • SAVU, im Hotel Louisa’s Place, Kurfürstendamm 160, Wilmersdorf www.savu.berlin

Casual trifft Fine Dining: Frühsammers Restaurant

Sternerestaurants in Berlin Frühsammers Restaurant
Der Brückenschlag zwischen Casual und Fine Dining im Frühsammers. Foto: Anna Blancke

In dem Sterne-Restaurant in der Villa im Grunewalder Tennisclub steht mit Sonja Frühsammer wohl Berlins beste Köchin am Herd. Unterstützt wird sie von ihrem Mann Peter als Gastgeber und Sommelier. Im Lockdown wurde die Konzeption überarbeitet. Nun wird das Menu „Sonja kocht“ für 135 Euro angeboten. Zudem kann man aus der Bistrokarte à la Carte wählen – so vereinen sich Fine und Casual Dining, natürlich auf gewohnt großartigem Niveau. Das dazugehörige und unkomplizierte Bistro Grundschlag ist dienstags bis samstags mittags und abends geöffnet.

  • Frühsammers Restaurant, im Tennisclub Grunewald, Flinsberger Platz 8, Grunewald, Mi-Sa 19-23 Uhr, www.fruehsammers.de

Ernsthaftigkeit im ernst

Zwiebeln, geröstet: das ernst übt sich in Minimalismus. Foto: Staffan Sundström

Als Zwanzigjähriger hatte Dylan Watson zum ersten Mal zu Tisch gebeten. Dann das eigene Restaurant: Und in diesem Ernst geht es weniger um das Zubereiten von Produkten, als um die Produkte an sich. Dylan Watson und Spencer Christenson sind die Archäologen eines unbedingten Geschmacks. Ja, das ist alles sehr konzeptionell. Aber auch so unbedingt gut, dass dieses Ernst seit der ersten Stunde eines der wichtigsten Restaurants der Stadt ist. Und, ja, auch ein großer, konzentrierter Spaß. Nur eben auf seine Weise.


Doppel hält besser: Fünf Restaurants in Berlin haben zwei Sterne


Ein Ausflug nach Wien bei Horváth am Paul-Lincke-Ufer

Sternerestaurants in Berlin Horvath Sebastian Frank
Sebastian Frank kocht seit 2010 im Horváth. Foto: Clemens Niedenthal

Der gebürtige Wiener Sebastian Frank kam 2010 ins Horváth am Paul-Lincke-Ufer. Schon im ersten Jahr gab es einen Stern, 2015 kam ein zweiter dazu. Gewürdigt wurde eine entschlossene Produktküche, die sich radikal aus der Biografie des Küchenchefs nährt. Spätestens dieser konzentrierte Zugang macht das Horváth für uns zum besten Restaurant der Stadt. Neben der Blutpraline ist ein im Salzteig gereifter Sellerie eines von Franks Signature-Gerichten.


Süsses ohne Zucker bei CODA Dessert Dining

Dessert, aber ohne Zucker. Foto: Ett La Benn

Handwerklich herausragende, hübsch anzuschauende, vor allem aber geschmacklich feinsinnige Teller stehen auf der Karte dieses weltweit ersten Dessert-Restaurants, das vom Guide Michelin mit nicht nur einem, sondern gleich zwei der begehrten Sterne ausgezeichnet wurde. Zucker spielt in der Küche des Spitzenpatissiers René Frank quasi keine Rolle. Intensiv, intellektuell, inspirierend: Eine urbane, weltläufige und auf den Punkt formulierte Adresse.


Tim Raue und seine Berliner Schnauze

Tim Raue und seine Geschäftspartnerin Marie-Anne Raue.

Das Restaurant in der Rudi-Dutschke-Straße bleibt Tim Raues Aushängeschild. Und der Ort, an dem seine entschlossene Umami-Küche tatsächlich spektakulär und nicht bloß wohlfeil schmeckt. Das Abendmenü ist eine Investition, die sich deshalb unbedingt lohnt. Mittags kann man vier Gänge des Meisters der gastronomischen Inszenierung etwas günstiger ausprobieren. Sollte man. Raue ist immer noch ein die kulinarische Landschaft prägender, mit zwei Sternen gekrönter Küchenchef und sein Restaurants eines der legendären Sternerestaurants in Berlin.

  • Tim Raue, Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, Di+Mi 18-0 Uhr, Do-Sa 12-15.30, 18.30-0 Uhr, www.tim-raue.com

Große Küche und außergewöhnliche Patisserie im FACIL

Dessertauswahl im Facil
Dessertauswahl im Facil. Foto: Clemens Niedenthal

Im Glaspavillon in der fünften Etage des Mandala Hotels diniert es sich fast wie unter freiem Himmel. Umgeben von einem kleinen Bambuswäldchen genießen die Gäste die Künste des Sternekochs Michael Kempf, dessen intelligent-leichter Stil ihn zu einem der international bestbewerteten Küchenchefs (2 Sterne) der Stadt gemacht hat. Zum Beispiel zaubert er Skirt-Steak vom Black-Angus-Rind mit Linsen, Reiskraut und Chinakohl oder Langoustino mit Brokkoli, Algen und Earl Grey. Außerdem ist Facils Thomas Yoshida von Gault & Millau zum Pâtissier des Jahres 2016 gekürt worden.

  • Facil, Potsdamer Straße 3, Tiergarten, Mo-Fr 12-15 Uhr, 19-22 Uhr, www.facil.de

Mehr Berlin geht nicht: Lorenz Adlon Esszimmer

Sternerestaurants in Berlin Lorenz Adlon Esszimmer
Der wohl legendärste Ausblick aller Sternerestaurants in Berlin. Foto: Hotel Adlon Kempinski

Kaviar, Hummer und ausgewählte Weine in elegantem Ambiente mit Kamin und Blick auf das Brandenburger Tor: Im Gourmet-Restaurant des Nobelhotels Adlon kreiert Zwei-Sterne-Koch Hendrik Otto kulinarische Kunstwerke der französischen Küche. Die als „Hendrik-Otto-Quintessence“ gepriesenen Kreationen werden als Vier- bis Acht-Gang-Menü angeboten und kosten mit Wein­begleitung zwischen 240 und 350 Euro.

  • Lorenz Adlon Esszimmer, im Hotel Adlon Kempinski, Unter den Linden 77, Mitte, www.kempinski.com

Die Spitzenklasse: Ein Restaurant in Berlin hat drei Sterne


Rutz in Mitte: Marco Müller ist Berlins erster Dreisternekoch

Sternerestaurants in Berlin Marco Müller rutz
Marco Müller, Berlins erster Dreisternekoch. Foto: Rutz, Restaurant und Weinbar

Drei-Sterne-Koch Marco Müller kochte noch nie so gut wie derzeit. Wahre Begeisterung lösen immer wieder seine Saucen, Fonds und Reduktionen aus, die mal mit Säure, mal mit Frucht die einzelnen Komponenten zu einem Ganzen zusammenführen. Serviert wird das alles in einem auf das Wesentliche reduzierten Gastraum im Obergeschoss der Weinbar. Seit dem Frühjahr 2020 ihat ernoch eine neue kulinarische Spielwiese, das bisherigen Alte Zollhaus in Kreuzberg, jetzt Rutz Zollhaus.


Mehr Berliner Ess-Kultur:

Marco Müller vom Rutz: Gespräch mit dem ersten Berliner Drei-Sterne-Koch. Wir lieben nicht nur die Sternerestaurants in Berlin: Die besten Imbisse in Berlin. Und die beste Übersicht über alle wichtigen neuen und bekannten Restaurants der Stadt findet ihr in unserer Speisekarte, die ihr hier online bestellen könnt.

Mehr über Cookies erfahren