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Fernsehkoch Klaus Breinig peppt Mensa-Essen in der TU Berlin auf


Was haben die bundesrepublikanischen Mensen und T-Mobile gemeinsam? Es wird bei beiden viel geredet. Nächste Frage: Wer wird von fast allen Konzernen gern als Zielgruppe umworben? Die Studenten. Nun hat sich die Kommunikationsfirma eine vielversprechende Kampagne überlegt. Zwei durch ihr Können und ihre Fernsehauftritte bekannte Köche, Klaus Breinig und Carsten Dorhs, sorgen für „Abwechslung“ beim Angebot und der Zubereitung in den Mensenküchen.

„Wir arbeiten mit dem Team vor Ort, wir sind keine Besserwisser!“ Klaus Breinig stellt das gleich mal klar. Und dann kann es auch mal dazu kommen, wie in Marburg, dass zweimal Schweineschnitzel auf dem Wochenplan steht. „Das ist dort so, da wird viel mit Schwein gearbeitet.“ Also gab es einmal dienstags Schweineschnitzel mit Pfeffersauce und donnerstags Käseschnitzel mit Pfirsichsauce. Den Gegebenheiten ge­schul­­­­det.

by Marcus Wächter/Berliner ZeitungIn Berlin sorgt nun einer der beiden Spitzenköche – mit zwei weiteren Profis – ab dem 24. No­vem­ber für neue kulinarische Eindrücke – in der Mensa der Techni­schen Universität (TU), einer der größten Küchen des studentischen Hilfswerkes. Ist Massenproduktion ohne Fertigsaucen und ohne Ge­schmacksverstärker überhaupt möglich? Es ist –, da sind sich die beiden Reisenden in Sachen Mensaküche einig.

„Der Einsatz von frischen Produkten ist vorrangig. Zum Beispiel, wenn wir Kohl andünsten, können wir aus der Brühe eine wunderbare Sauce machen, und das ist noch billiger als das Fertigsaucenpulver.“ Für Klaus Breinig sind die Kosten ein selbstverständlicher Faktor, die bei seinen küchenreformerischen Feldzügen eingerechnet werden. Der Mann hat bereits Erfahrungen in der Großküche gesammelt und hat auch schon dem britischen Medienkochstar Jamie Oliver zur Seite gestanden.

Wichtig sind ihm zudem „Wertigkeiten“. Raus aus der Routine, will er mit dem Team in den Mensen vor Ort kommen. „Wir müssen Wertigkeiten neu definieren. Die Studenten halten uns, die Köche samt Team, am Leben. Und umgekehrt wollen wir mit Respekt behandelt werden.“ Denjenigen, der gerade am Handy telefoniert, den bedient er erst, wenn das Gespräch zu Ende ist. Auch Leute mit MP3-Player lässt er warten. „Dem Essen, den Menschen, die das zubereiten, gebührt ebenso die volle Aufmerksamkeit wie umgekehrt von uns dem Mensagast gegenüber.“ Ist Klaus Breinig streng? Das kann er auch ein wenig sein. Denn in Halle und Marburg standen die Studenten Schlan­­ge, und es gingen rund 1700 Essen über die Theke. „Das ist eine Werbeaktion direkt für den Studenten und keine Promotion mit irgendwelchen günstigen Verträgen.“

Auch in der Bonner Zentrale hat man nichts zu mäkeln. „Ganz klar geht es uns um ein positives Image von T-Mobile bei Studenten. Wir sind dabei auf Aktionen in Mensen gekommen, als Punkt, wo wir viele Stundenten erreichen und ansprechen können, denn Essen und Kommunikation passen sehr gut zusammen.“ Tja, es ist und bleibt, wie es schon immer war: Mit gutem Essen und guten Umgangsformen geht es voran. Da ist „frech kommt weiter“ einfach nur old school.

Text: Eva-Maria Hilker

Klaus Breinig kocht vom 24.-27.11.
in der TU-Mensa, Hardenbergstraße 34, Charlottenburg, Mo-Fr 11-14.30 Uhr,
Tel. 939 39-7401, www.t-mobile.de/young

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