Essen & Trinken

Takumi Nine im Prenzlauer Berg

Takumi Nine im Prenzlauer Berg

So eine Ramen-Bar ist ja erstmal ein akustisches Ereignis. Jedenfalls wenn so viele Japaner da sind, wie im Takumi Nine in Prenzlauer Berg. Ihre Nudeln schlürfen die nämlich so dermaßen laut aus der heißen Brühe, dass auch jene Mitteleuropäer nervös werden, die nicht an Misophonie leiden, an Geräuschintoleranz.
Auch sonst ist es im Takumi Nine sehr japanisch: klein, voll, Fokus auf ein Gericht. Die Ramen. Ums vorweg zu nehmen: Sie sind nicht hausgemacht, sondern aus der Nudelmanufaktur Nishiyama aus Sapporo importiert. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Da sie aus Vollkornweizenmehl sind, haben sie eine dunkelgelbe Farbe und schmecken eher herzhaft. Das Beste ist ihre Konsistenz. Egal wie lange man an der intensiven Hühnerknochenbrühe löffelt, die Nudeln darin bleiben wunderbar fest im Biss.
Was gibt’s zu meckern? Teuer ist es. Die Haus-Empfehlung, Misoramen mit gebratenem Hähnchenfleisch und reichlich Gemüse, kostet 13,80 Euro. Viel Geld für eine Suppe. Dafür sind die Portionen riesig, vor allem, weil sie sehr reichhaltig sind. Die Misoramen werden mit Schmalz abgeschmeckt. Wie wärs mit einer halben Portion zum halben Preis? Der grüne Tee kommt vom Beutel und wurde viel zu heiß gebrüht. Aber: Wer sich was aus Nudeln macht, sollte mal vorbeischauen.    

Text: Felix Denk

Foto: Brickny Europe GmbH; Hendrik Haase / Kumpel & Keule

Takumi Nine Pappelallee 19, Prenzlauer Berg, Di-Fr 12-14.30 Uhr & 17-23 Uhr, Sa, So 12-21 Uhr?

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