Essen & Trinken

Teil 2: Günstig genießen in Berlin

matreschka_c_hipiZWISCHEN SIMON-DACH-KIEZ UND OSTKREUZ

Matreshka – Günstige Hausmannskost aus dem Ostblock
„Unsere Küche ist sehr ehrlich. Wir bieten gute Hausmannskost – und das muss nicht teuer sein, ist Inhaber David Lang überzeugt. Im Matreshka (Foto) heißt das: Alles wird selbst gemacht und keinerlei Fertigprodukte wie Pressfleisch oder Kartoffelpüreepulver verwendet. Günstige Preise sind möglich aufgrund der einfachen Gerichte und Zutaten. Es werden keine ausgefallenen oder ‚exotischen‘ Lebensmittel oder Gewürze verwendet. „Mit einfachsten Mitteln gut zu kochen hatte Tradition in der Sowjetunion, man musste sich zum Beispiel vor allem auf die heimischen Kräuter Dill und Petersilie beschränken.“ Die Gerichte auf der Karte kommen aus allen Ecken des ehemaligen Ostblocks, etwa aus Russland, Georgien, Polen oder der Ukraine. Mittags gibt es ein Drei-Gänge-Menü für 6,90 Euro, abends Hauptgerichte ab 5,90 Euro mit der Möglichkeit, sich kleine Portionen Suppe, Salat oder Dessert für jeweils 1,90 Euro dazu zu kombinieren. Text: Lene Bayerlein
Boxhagener Straße 60, Tel. 0163-987 07 67, Mo-Fr ab 11 Uhr, Sa+So ab 15 Uhr, S-Bhf. Ostkreuz, Tram 21; Speisen 5,90 bis 12,90 Ђ

Dirty South – Texmex
Die Macher des beliebten Cupcake-Cafйs schräg gegenüber bleiben kulinarisch den USA treu und widmen sich in diesem Laden der Fusion von texanischer und mexikanischer Küche, kurz Texmex. Gestylt ist das Restaurant ein wenig wie ein Salon aus einem alten Western, auf den Tisch kommen zum Beispiel Tacos für 2 Euro das Stück.
Krossener Straße 18, Tel. 29 36 05 55, www.dirtysouthberlin.de, tgl. ab 17 Uhr, U+S-Bhf. Warschauer Straße, U-Bhf. Frankfurter Tor, Bus 240, Tram M10, M13, 21; Speisen 2 bis 10 Ђ

Firolino – Italienisch
Eine Piadina ist die italienische Version eines Fladenbrotes. Im Firolino werden sie nach traditioneller Art täglich frisch zubereitet und auf einer heißen Platte ohne Fett gebacken und anschließend mit verschiedenen Belägen wie Käse, Schinken oder Gemüse gefüllt. Maximal 5 Euro kosten die hausgemachten gefüllten Brote. Dazu unbedingt Gazosa Coldesina probieren, eine Limo aus dem italienischen Teil der Schweiz, zum Beispiel mit Blaubeer- oder Mandarinengeschmack.
Neue Bahnhofstraße 30, Tel. 78 08 63 20, www.firolino.de, tgl. 10-22 Uhr, S-Bhf. Ostkreuz, Bus 240, Tram 21; Speisen 2,60 bis 5 

Hummus_Paul_Goyette_hipiNORD-NEUKÖLLN

Azzam – Arabisches Allround-Gericht
Die Libanesen lieben es, die Palästinenser auch, ebenso die Israelis: Hummus vereint zumindest kulinarisch die Geschmäcker zahlreicher Völker des Nahen Ostens. Optisch eher unscheinbar, ist die blassgelbe Paste aus pürierten Kichererbsen erstaunlich vielseitig: Traditionell wird Hummus als Vorspeise serviert, mit einer Kuhle in der Mitte, etwas Olivenöl hineingeträufelt und mit Gewürzen und Petersilie garniert. Dazu werden Brot und Meze, also vegetarische Häppchen, gereicht. Eine verlässliche Anlaufstelle ist das Restaurant Azzam in der Sonnenallee. „Wir machen alles frisch, in vielen anderen Restaurants kommt Hummus aus der Dose“, sagt Inhaber Hussam Azzam, ein Palästinenser mit libanesischen Wurzeln. „Und wir verwenden nur die klassischen Zutaten: Kichererbsen, Öl, Sesam, Salz, Zitrone, Knoblauch.“ Frische, hochwertige Zutaten also, die im Einkauf aber nicht teuer sind. Und noch etwas macht Hummus so begehrt: „Es ist gesund und macht richtig satt.“ Text: Isabell Ehrlich
Sonnenallee 54, Tel. 0176-84 54 89 91, tgl. 8–24 Uhr, Bus M29; Speisen 1,25 bis 7 Ђ

Aicy & Mimi In der Werkstatt der Kulturen – International
„Je nach Veranstaltung passen wir die Küchenrichtung an“, erklären die namensgebenden Inhaberinnen Aicy Eisner und Mimi Quist, die ihr Restaurant in der Werkstatt der Kulturen seit einem Jahr betreiben. Also mal italienisch, mal lateinamerikanisch, mal afrikanisch. Jeden Tag gibt es zwei neue Gerichte, viele aus Bioprodukten, Konstanten sind die Suppen und Quiches. Und die günstigen Preise. Jeden ersten Donnerstag im Monat wird ghanaische „Chicken Soup“ serviert, dazu Live-Jazzmusik.
Wissmannstraße 32, Tel. 0172-595 80 39, Di-So 11–22 Uhr, U-Bhf. Hermannplatz; Speisen 3 bis 7 Ђ

Blaue Tische – Griechisch
Griechische Küche mit einem besonderen Pfiff: Inhaberin Monika Wasiek bietet in ihrem Restaurant sowohl deftige Speisen wie Moussaka, aber auch leichte, fleischfreie Gerichte wie den Halloumi-Salat mit Honig und Walnüssen oder Tourlou, einen Gemüseauflauf, alles unter 10 Euro. Die Tageskarte bietet drei oder vier zusätzliche Gerichte.
Friedelstraße 56, Tel. 0178-510 17 76, www.blaue-tische.de, Mi-Mo ab 17 Uhr, Küche bis 22.30 Uhr, U-Bhf. Hermannplatz; Speisen 2,80 bis 9,80 Ђ

ottenthal_c_sandra_wildeboer_hipi.IN KU’DAMMNÄHE

Ottenthal – Österreichische Konkurrenz
In dem kleinen Ableger des Ottenthal, dem österreichischen Restaurant in der Kantstraße, sitzen mittags die Gäste gedrängt um die einfachen Tische. „Angefangen haben wir als Weinhandlung, dann haben wir Kaffee und Kuchen serviert und heute gibt es warme Kleinigkeiten zu essen.“ Und die sind auch noch ziemlich preisgünstig. „Sonst hätten wir keine Chance bei den Angeboten unserer Nachbarschaft“, erklärt Angelika Rath die Preispolitik. Denn die Gastronomie rund um den Ludwigkirch-Platz trumpft mit Mittagsmenüs rund um 14 Euro auf. Im Ottenthal gibt es jedenfalls bodenständige österreichische sowie deutsche Küche. Die Suppen kosten gerade mal 3,80 Euro. Neben Speckpfannkuchen, Bauernomelette und Boulette mit Kartoffelsalat gibt es einen Gemüsestrudel, das ist das teuerste Gericht für 6,90 Euro. Text: Eva-Maria Hilker
Ludwigkirchstraße 9, Tel. 88 77 66 83, www.ottenthal.com, tgl. 10-20 Uhr, U-Bhf. Hohenzollernplatz, Bus 249; Speisen von 3,80 bis 6,90 Ђ

Mr. Hai Shabuki – Japanisch
Es ist wohl die zuverlässigste Adresse in Sachen Sushi und japanischer Küche in Charlottenburg. In dieser Ecke rund um den Olivaer Platz verändert sich gerade die gastronomische Lage. Zum Guten? Das Mittagsangebot von Mr. Hai stabilisiert jedenfalls die Lage, was Hungergefühle betrifft. Dazu gibt es – in asiatischen Ländern üblich – immer eine Tasse Tee.
Olivaer Platz 9, Tel. 88 62 81 37, www.mrhai.de, tgl. 12-24 Uhr, U-Bhf. Adenauerplatz, Bus M19; Speisen 3,80 bis 19 Ђ, Fondue-Feuertopf 30 Ђ (2 Pers.), All you can eat 17,50 Ђ p.?P. (exkl. Getränke); EC-Karten, Kreditkarten

Okeh – An American Eatery International
Der Name ist eine Reminiszenz an ein Plattenlabel aus Louisiana. Ein Besuch dieses Restaurants ist auch eine Reminiszenz an alte West-Berliner Tage. Nachos vielleicht? „Okeh“, sagt der Gast. Oder lieber einen der Burger, und zwar den XXL-Burger. Der kostet gerade mal 6,90 Euro. Und ist mit doppelter Portion Fleisch samt Pommes mehr als o.k.
Pariser Straße 18a, Tel. 88 62 80 80, www.wehofer-restaurants.de, tgl. ab 10 Uhr, U-Bhf. Adenauerplatz, Bus M19, M29, X10, 110, 109, 101, 249, N10; ­Speisen 3 bis 9,50 Ђ; EC-Karten, ­Kreditkarten

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