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„Thaipark“ in Wilmersdorf: Sonntags jetzt offizieller Betrieb

Er ist ein beliebtes Ziel für Fans von thailändischer und anderer asiatischer Küche gewesen: Immer sonntags trafen sich jahrelang Menschen im Preußenpark, um dort Street Food zu essen. Bekannt war die Wiese in Wilmersdorf stadtweit als „Thaipark“. Allerdings gab es Beschwerden. Seit Ende Juli 2021 wird nun ein offizielles, mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf abgestimmtes Betriebskonzept umgesetzt.

Der Preußenpark ist als „Thaipark“ über Berlins Grenzen hinaus bekannt – und soll nun zum Thai-Streetfoodmarket werden. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Insgesamt sind es derzeit 30 Stände, an denen offiziell Essen verkauft werden darf, nach Ende der Pandemie (oder sobald sie besser unter Kontrolle ist), soll sich die Zahl verdoppeln. Verkaufsstände, Workshops und andere Veranstaltungen seien Teil des Konzepts, teilt das Bezirksamt mit – auch hier wird das volle Potenzial erst später ausgeschöpft werden. Der derzeitige Betrieb ist noch provisorisch, es laufen Bauarbeiten für einen kompletten, professionellen Neustart 2022. Geöffnet ist offiziell an Wochentagen von zwölf bis 21 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis22 Uhr. Am meisten los ist an sonnigen Wochenenden, also samstags und sonntags ab mittags bis in den frühen Abend.

„Thaipark“ offiziell in Betrieb: Das ist das Konzept

  • Künftig sollen mehr als 50 Streetfood-Stände auf einer Fläche im Norden der Wiese aufgebaut werden dürfen – die sollen mobil sein und außerhalb der Verkaufsphasen untergestellt werden. Die entsprechende Aufbereitung der Fläche soll knapp zwei Millionen Euro kosten.
  • Dafür entsteht bis 2022 ein Gebäude, das auch Toiletten bietet und für weitere Dinge genutzt werden soll – der Multifunktionsbau kostet den Bezirk wohl 1,5 Millionen Euro.
  • Das Bezirksamt will zudem Fördergelder des Bundes nutzen, um den Park generell attraktiver zu machen

Der „Thaipark“ in seiner früheren Form entstand aus wöchentlichen Treffen der thailändischen Community in Berlin. Was vor Jahren als Picknick begann, wandelte sich zu einem Markt: Bald fingen die Köch:innen an, ihre Speisen auch an andere zu verkaufen. Für kleines Geld gab es hier thailändische Hausmannskost, viele Berliner:innen schätzten den „Thaipark“ als Bereicherung der Gastrowelt Berlins.

„Thaipark“ statt Preußenpark: Anwohner:innen störten sich an dem Riesenpicknick

Allerdings: Einige störten sich auch an dem regelrecht anarchisch wirkenden Food Market. Beschwerden von Anwohner:innen lauteten unter anderem: unkontrolliert, der Park werde zugemüllt, er könne kaum noch zur Entspannung genutzt werden – denn spätestens, seitdem die Thaiwiese in fast jedem Reiseführer stand, kamen regelmäßig Hunderte.

Gut was los – der Thaipark war in den Sommermonaten immer ein echter Anziehungspunkt. Allerdings gab es viel Kritik. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Im vergangen Jahr hatte es deswegen verschieden Aussagen über die Zukunft des „Thaiparks“ gegeben. Köch:innen und Gäste hofften auf eine Einigung, die einen Fortbestand ermöglich. Nun hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Entscheidung getroffen und den Thailändischen Verein, seit 1972 in Berlin tätig, mit der Umsetzung betraut. Geplant ist ein Betrieb von Freitag bis Sonntag.

Bürgermeister: Thailändische Gemeinschaft weiter bei Park-Nutzung eingebunden

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann hatte bereits im November 2020 nach dem ersten Beschluss seine Freude geäußert, dass es mit dem „Thaipark“ vorangehe: „Ich freue mich, dass die thailändische Gemeinschaft auch zukünftig in den Betrieb des Thai-Streetfoodmarktes eingebunden sein und damit ein wichtiger Teil der Vielfalt und Kreativität unserer City West bleiben wird.“

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, sagte: „Der Thai-Streetfoodmarkt soll in Zukunft mit deutlich geringeren Belastungen für das Wohnumfeld und nach dem „Zero-Waste-Prinzip“ durchgeführt werden. Wir etablieren ein Pfandsystem für Geschirr und haben das Ziel, Lebensmittelabfall zu reduzieren.“

Säfte, Obst, Haupt- und Nachspeisen: Die ganze Bandbreite der thailändischen Küche im „Thaipark“. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Müllproblem des „Thaiparks“ soll in den Griff bekommen werden

Oft waren Mülleimer völlig überfüllt, weitere Abfälle wurden einfach daneben gelagert oder teils einfach auf den Wiesen liegen gelassen. Neben der ausgewiesenen Verkaufsfläche soll es nun auch eine Lagermöglichkeit gegeben. Es sei laut Bezirksamt „der Bau von einem Multifunktionsgebäude am nördlichen Haupteingang des Parks geplant, in dem u.a. die mobilen Stände gelagert und weitere bezirkliche Angebote ermöglicht werden sollen.“


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