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Der Podcast „Tulus – Die Geschichte eines Restaurants“ ist klug und köstlich

Max Strohe und Ilona Scholl erzählen rasant und mitreißend aus dem Bauch einer der besten Küchen der Stadt.
Text: Clemens Niedenthal
Veröffentlicht am: 29.01.2026
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Max Strohe und Ilona Scholl / Tulus Lotrek
Max Strohe und Ilona Scholl / Tulus Lotrek 

Wie kann man aus dem Bauch eines Restaurants erzählen? Spätestens seit dem Erfolg der Netflix-Dokureihe „Chef’s Table“ schien dafür das passende Rezept gefunden. Jemand hat eine Vision, jemand geht durch eine Krise. Ja, die Arbeit ist hart. Aber, hach, irgendwann kommt der Erfolg. Dokumentarisches Erzählen aus dem angeblichen Bauch eines Restaurants ist meistens so fad – und so wenig authentisch – wie die Königsberger Klopse vom Tim Raue.

Alles andere als fad: „Tulus – Die Geschichte eines Restaurants“

Aber dann sind da Ilona Scholl und Max Strohe. Aus dem Nichts und mit fast Nichts haben die vor zehn Jahren das Tulus Lotrek gegründet. Mit nicht mehr als sehr vielen Ideen und einer Attitüde, die zu wild, zu ironisch, zu clever und überhaupt zu viel für die bis dato bieder-maskuline Welt des deutschen Fine Dining war. Und dann ist da Podcast-Profi Jakob Lundt („Baywatch Berlin“) der die Geschichte des Tulus Lotrek in der Manier eines Hunter S. Thompson oder Hubert Fichte rasant und mitreißend erzählt. Beziehungsweise von Ilona Scholl und Max Strohe in „Tulus – Die Geschichte eines Restaurants“ erzählen lässt: Roh und euphorisch, zweifelnd und selbstzweifelnd, trunken, entdeckungshungrig. Vor allem aber: klug und köstlich.

Fünf Folgen zu je gut 40 Minuten sind produziert. Aber, hey, mit der Pandemie, dem Lockdown und der privaten Trennung von Scholl und Strohe sollte dieser Podcast nicht enden. Für neue Folgen wurde bereits die Restaurantküche verkabelt, Aufnahmegeräte begleiten jeden Abendservice. Mehr mitten drin im Bauch eines Restaurants könnte man nicht sein.


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„Lass uns das Gulasch feiern, bis es alle ist“: Zur Veröffentlichung von „All You Can Eat“ hat Max Strohe sich mit uns unterhalten. Georgische Weine zu authentischen Tellern: Das Restaurant Daia in der Kopenhagener Straße. Zugreifen: Im Kōji werden die Hand Rolls mit dem Nori-Blatt aufgepickt. Die Kunst der kulinarischen Übertreibung: Goldies Bar im KaDeWe. Hier steppt der Bär: Die Bar Matrëshka lässt slawische Trinkkultur mit moderner Mixology verschmelzen. So viel Ernsthaftigkeit hat die neapolitanische Pizza verdient: Zu Besuch in der Pizzeria Serio. „Was Söder macht, ist Gastro-Populismus“: Tobias Beck und Claudia Steinbauer über den Schnitzelsonntag im Clärchens. Wir würdigen Danny Benedettini – mit ihm hat das Il Calice den besten neuen Küchenchef. Party im Spiegelzelt: Wir haben uns die Palazzo-Show „Nachtschwärmer“ angesehen. Fleisch ist sein Lebensthema: Giacomo Mannucci. Aussegnungshalle, Pförtnerhäuschen, Gefängnis: Wir zeigen euch Lokale, die ihre Räume völlig verwandelt haben.

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