Essen & Trinken

Unentschlossenheit

Deutsch-italienisch-französische Küche – na, das ist doch was oder auch gar nix. In den letzten Monaten versuchen neue Wirte alte gastronomische Adressen wiederzubeleben. In Schöneberg ist das äußerst schwierig, wenn das Cafй oder Restaurant mehr als 200 Meter vom Winterfeldtplatz entfernt ist oder einfach an einer verfluchten Ecke sitzt. So Nollendorf-, Ecke Zietenstraße. Da ist schon jemand mit einem anspruchsvollen russischen Restaurant gescheitert. An den Räumlichkeiten liegt es nicht. Ob jetzt der Dreiklang verschiedenster Küchenrichtungen hilft? Vor ein paar Tagen stand dann plötzlich Pelmeni auf der Tafel – Rückbesinnung auf alte Konzepte. Man wünscht den beiden Betreibern eine gute Idee und eine sehr gute Spezialität. Dann kommen vielleicht auch wieder Gäste.

Ein weiteres Beispiel von Undurchsichtigkeit: In der Motzstraße haben sich ein paar Männer des Cafйs Steiner angenommen. Da gab es schon seit Monaten keinen Betrieb mehr. Nur was machen die neuen Betreiber da jetzt? Außer einer Lilie am Fenster, Milchglaseffekten und einem Kellner mit Fliege ist nichts Spannendes zu sehen. Vielleicht eine lange Anlaufphase oder einfach nur ein privates Empfangszimmer? Gastronomisch jedenfalls ist das alles nicht besonders attraktiv, und Geld kann man auch auf andere Weise verbrennen.

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