Essen & Trinken

Verwöhnung in der Tussy Lounge

Tussy Lounge-Jens Berger

 

Als in der Klasse des Sohnes neulich der „Kummerkasten“ geleert wurde, fand sich darin die empörte Beschwerde eines Mädchens: Ein Drittklässler hätte sie wegen ihrer schicken Aufmachung „Tussi“ genannt. Das kindliche Gemüt war noch nicht in der kürzlich eröffneten Tussy Lounge. Denn dann hätte sich das junge Ding nicht am längst überholten Klischee der aufgetakelten Zicke gestört. Tussi sein heißt nämlich, sich wohlig auf original Lehnstühlen und Chaiselongues der 60er zu rekeln. Im Licht von Glockenlampen stilvoll zu tratschen und sich dabei womöglich Lockenwickler in die Haare drehen zu lassen. Denn die gemütliche Wohnzimmerbar ist zugleich stilechter Frisiersalon.

Für eine Flatrate von 35 Euro im Monat kann Tussi sich zum Beispiel beliebig oft die Haare legen und toupieren oder für 15 Euro den Kopf massieren lassen. Montags und dienstags gibt es dazu die passenden Filme mit Elvis, Audrey Hepburn, Doris Day und anderen Ikonen der 60s. Dazu bestellt die stilechte Dame dies- oder jenseits der 30 einen der 60 Cocktails, am liebsten den Tussy Special Mix aus Wodka, Batida, Kokos, Ananassaft und Grapefruitsaft oder bei Unpässlichkeit die hausgemachte Ingwerlimonade. Eine kleine, aber feine Auswahl an Snacks, wie mit Käseüberbackene Nachos oder französische Käsehäppchen, runden den Verwöhnabend ab.

Bester Platz auf der linken Seite, dort hat man direkten Blick auf die Leinwand
Bestes Detail die 60er-Jahre-Stehlampe neben der Kasse

Ingwerlimonade 2,20Ђ, Bier (0,3 l) 2,30Ђ; Wein (0,2 l) ab 3Ђ, Cocktails ab 4,90Ђ; Nichtraucher

Text: Dana Sohrmann

Homepage Tussy Lounge

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