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Was ist der Berliner Gastronomie gelungen, was ging daneben?

Wie bereits beschrieben ist Tim Raue und seinem Team verdientermaßen zu Michelin-Ehren gekommen. Björn Alexander Panek hat sich im Gabriele aus dem Schatten des genialen Raue hervorgearbeitet. Auch eine neue Qualitätsoffensive: Immer mehr Restaurantbesucher gehen aufmerksam mit Weingenuss um, dementsprechend geschult ist und wird das entsprechende Fachpersonal wie Arno Steguweit im Fischers Fritz im The Regent oder Rakhshan Zhouleh im Vitrum (The Ritz Carlton) oder Hendrik Canis mit seiner Köpenicker Spindel.
Die Wiederbelebung vom Shiro i Shiro ist etwas Erfreuliches. Dass Stefan Hentschel mit seiner vegetarischen Küche im Cookies Cream einen festen Standort gefunden hat. Glückwunsch! Die Restaurants am Potsdamer Platz zeigten sich 2008 risi­kofreudig und innovativ.
Trotz geschäftsschädigendem Gerüst liefert das Strandhaus solide Fischküche, das Mesa im Hyatt sorgt für flexible Handhabung der spanischen Tapaskultur und Joe Laggner mit Josty, Lutter & Wegner, Oscar & Co, Kaisersaal usw. lässt keinen Zweifel daran, wer den längsten und lukrativs­ten Atem hat. Flops gab es wenige. Die Wiener-Schnitzel-Manie ist ein wenig stupide, die arme Jakobsmuschel muss jetzt langsam vom Aussterben bedroht sein und berechnet man die Menge der servierten Crиme brыlйe, dann könnte man darunter Berlin begraben.

Text: Eva-Maria Hilker

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