Vereinslokal

Weinverein am Berg in Kreuzberg

Das Konzept der Weinbar, als Nachbarschaftskneipe gedacht: ein Abend im Weinverein am Berg

www.weinverein.berlin

Es ist eine charmant-süffige Kampfansage: ein solider Tropfen wie ein trockener Dornfelder ab drei Euro fürs 0,1 Liter-Glas, der „Hulla-Hupp“, eine Cuvée aus Sauvignon Blanc, Riesling und Silvaner, oder die „Eiserne Hand“ kosten gerade mal vier. Derart nah am Gast wie an seinen Winzern hat Tomasz Dorniack bereits in seinem Weinverein Rote Insel in Schöneberg gearbeitet. Und, nein, man sieht nicht doppelt, es gibt seine Wein- und Wirtsstube seit kurzem auch im Nachbarbezirk. Weinverein am Berg heißt die gemütlich-originelle Trinkstube. Sie ist um einiges größer, aber die Verwandtschaft ist unverkennbar. Eine schummrige Ecklokalität mit ochsenblutroten Wänden, Eichentischen und jede Menge Wein in gestapelten Pappkartons. Für den Sofortverzehr hält der Weinverein als Weinbar her, darüber hinaus als Weinhandlung, die Flasche zwischen 6 und 18,50 Euro. Für den direkt importierten Inhalt sorgt das Vereinsweingut Stallmann-Hiestand.

Nie gehört? Tomasz Dorniack ist der Berlin-Botschafter für die Weinmacher aus Rheinhessen. Die junge Generation hat übernommen, und damit kann das angestaubte Image dieser Weinregion über den dortigen Sasselbach geworfen werden. Gekocht wird wenig, aber dafür qualitativ hochwertig in Berlin eingekauft: Die handgemachten Piroggen kommen von der polnischen Lebensmittelhandlung Maly Ksiaze, der Hartkäse von Maître Philippe & Filles, ­Salami, Paté und französischer Bergschinken von Le Flo, die Fleischwurst von der Fleischerei Genz. Wust-Käse-Fingerfood also, damit eine Hand fürs Glas frei bleibt.

Weinverein am Berg Fidicinstr. 38, Kreuzberg, Tel. 64 43 82 52 Mo–Do 17–24, Fr+Sa 17–2 Uhr,
www.weinverein.berlin

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