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Es werde Licht: Jan Breus und die Lichtinstallation in der Perle

Jan Breus

Die Perle gibt es seit drei Monaten, und es ist erstaunlich, wie gut wir uns etabliert haben. Ich führe die Bar gemeinsam mit Holger. Wir haben auch das Interieur gemeinsam entworfen. Das hat aber eine ganze Weile gedauert. Der Laden ist ziemlich klein, hat keine großen Fensterfronten und liegt versteckt – alles relativ unüblich für eine Bar im Prenzlauer Berg. Wir haben an ein strenges Lichtkonzept gedacht, das anders ist und ohne Kronleuchter oder Deckenlampen auskommt. Die Linie im Raum, das Licht – alles sollte streng wirken, aber durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Partys, Musik, DJs und Videoinstallationen gebrochen werden.

Je nach Stimmung kann die Beleuchtung variiert werden. Egal ob grün, blau oder rot – wir können mit einem breiten Spektrum spielen, und es wirkt trotzdem immer sehr dezent und unaufdringlich. Bis die zündende Idee kam, hat es allerdings gedauert. LED-Technik! Ich kannte LEDs in der Gastronomie vorher gar nicht. Dann haben wir uns mit einem Innenarchitekten zusammengesetzt und gemeinsam die einzelnen Elemente für die Bar und die Wände entworfen. Probestücke hatten wir zwar schon, aber keiner von uns ist Tischler, und so brauchte es eine professionelle Hand, die das alles umsetzen konnte. Nach sechs Wochen waren die Sanitärräume, das Parkett, die Wände und auch die ganzen Lichtelemente fertig.Viel mehr als wir eigentlich machen wollten – aber wenn man einmal anfängt, dann kommt irgendwie eines zum anderen. Die Sofas wurden speziell anfertigt, die Barhocker passend arrangiert – wenn schon streng, dann richtig!

Was wir von Anfang an nicht wollten, war ein übliches Cocktailkonzept. Von diesen Bars gibt es im Kiez schon genug. Wir haben nur ein paar Klassiker auf der Karte – vor allem geht es aber ums entspannte Feiern, die Gäste sollen ihr Bierchen trinken und die Partys genießen. Letzte Woche erst hatten wir eine 60er-Jahre-Party mit schrägen Trashfilmchen dieser Ära – das hat sehr gut funktioniert. Die Leinwand für die Projektionen funktioniert auch gleichzeitig als Raumteiler, im hinteren Teil entsteht so ein kleines Separee. Das wirkt ziemlich gut. Die Bar sollte unverwechselbar sein, und ich glaube, dass uns das gelungen ist. Das spiegelt sich auch im Namen. Perle spielt auf meine Hamburger Herkunft an, wie auch das Astra-Bier, das es hier gibt, und er ist kurz und einprägsam. Die Perle ist ein Schmuckstück und etwas Einzigartiges!
Text:Martin Daßinnies

Perle Adresse und Öffnungszeiten

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