Orientalisch

Yafo in Mitte

Hummus in der Wohnzimmerbar  – Israelische Küche, Berliner Gefühl: das Yofa

Foto: Jaque Attaque

Für kulinarische Kulturpessimisten bietet Israel viel Trost. Subway, Burger King, Kentucky Fried Chicken und sogar Starbucks – alle gescheitert im Heiligen Land. Dort regieren Falafel, Schawarma und natürlich der Hummus. Den gibt es auch in dem charmanten Yafo in der Gormannstraße, mittags und abends, zum Lunch oder zum Schwips.
In dem hübschen Ecklokal in Mitte sieht es aus wie in einer dieser Wohnzimmerbars der 90er: Kein Stuhl passt zum anderen, Flohmarktleuchter hängen an der Decke, vergilbte Fotos an den Wänden, komischer Schrammel-Rock kommt aus den Boxen. Was auf dem Teller landet, ist dagegen ganz unironisch sorgsam zusammengestellt und zubereitet. Natürlich gibt es Humus, mit einem üppigen Schuss Olivenöl und diversen Toppings und selbst eingelegten Pickels, aber auch Originelleres: den rote Bete Salat mit Gorgonzola und Orangen-Vinaigrette etwa (8,50 Euro). Das aktuelle Trendgemüse Blumenkohl kommt im Ganzen und gebacken auf den Teller mit einem dicken, cremigen Klecks Tahini, ebenso der Brokkoli. Beim Schmorgericht Sinia, Lammhack mit gerösteter Aubergine und Matbucha, einem Tomaten-Paprika-Gemüse, fehlte ein bisschen Salz, dafür war das Sesammus dezent überdosiert (13 Euro). Die Speisekarte ist ziemlich polyglott: Deutsch, Englisch, Hebräisch und Arabisch. Und die Bar hat so lange auf, bis der Letzte geht. 

Yafo Gormannstr. 17b, Mitte, Di–So ab 12 Uhr, www.facebook.com/YafoBerlin

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