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Vielfalt schaffen! Mit Agrarökologie globale Krisen überwinden

Artensterben, Klimakrise und immer mehr hungernde Menschen weltweit – die Ergebnisse aktueller internationaler Berichte zeigen, wie die Landwirtschaft seit Jahrzehnten die globalen ökologischen und sozialen Krisen verschärft. Die Berichte zeigen auch die Dringlichkeit, mit der Landwirtschaft und Ernährungssysteme anders gestaltet werden müssen. Gleichzeitig tritt eine junge Umweltbewegung dafür ein, effektiven Klimaschutz endlich umzusetzen. Junge Menschen fordern, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen und politische Schritte zu gehen, die wirklich Veränderung bedeuten und keine weiteren kosmetischen Lösungen sind. All diesen Entwicklungen zum Trotz versuchen Agrarpolitiker/innen und internationale Geber in vielen Ländern den Status Quo zu wahren und jegliche Veränderung zu verhindern. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern machen sich dennoch auf den Weg und verändern ihre Anbausysteme. Sie wollen mit der Natur und mit dem Klima wirtschaften und nicht dagegen. Sie wollen Vielfalt fördern und nicht zerstören. Sie setzen ein neues landwirtschaftliches Leitbild um, das Demokratie, Vielfalt, Ökologie und Ökonomie unter dem Namen Agrarökologie miteinander verbindet. Sie merken, dass Agrarökologie Antworten auf zahlreiche globale Krisen bietet und sich in Zeiten von zunehmenden Wetterextremen auszahlt. In Deutschland hat sich der Bundestag in einem Koalitionsantrag für Agrarökologie ausgesprochen und im Juli 2019 wurde vom Expertengremium des Welternährungsausschusses ein wegweisender UN-Bericht hierzu veröffentlicht. Auch er zeigt die Potentiale von Agrarökologie für die die Bewältigung der großen Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft heute steht. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren, welche Potentiale Agrarökologie in einer Zeit hat, in der das Artensterben und die Klimakrise sich dramatisch zuspitzen, in der Demokratie, Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit immer mehr unter Druck geraten und in der Frauen in der Landwirtschaft deutlich weniger Rechte und finanzielle Ressourcen haben als Männer. Welche Veränderungen kann Agrarökologie einleiten und wie kann sie Machtverhältnisse verändern, um die ökologischen und sozialen Krisen zu bewältigen? Wir freuen uns, dass wir für die Diskussion an diesem Abend internationale Experten und Expertinnen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, UN-Organisationen und deutscher Politik gewinnen konnten, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Herausforderungen der globalen Landwirtschaft blicken. Mit: Gunther Beger, Leiter der Abteilung für Grundsatzfragen, Wirtschaft, Handel, ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Vanessa Black, Expertin für Agrarökologie und Biodiversität, Biowatch Südafrika; Jimena Gómez, Expertin für Agrarökologie und Ökosystem Management der UN-Ernährungs- und Landwirtschafsorganisation (FAO); Prof. Dr. Michel Pimbert, Executive Director, Centre for Agroecology, Water and Resilience, Coventry University; Dr. Joachim Spangenberg, Vizepräsident des Sustainable Europe Research Institute (SERI) und Mit-Autor des globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats (IPBES).

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