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„Wie ein Hochmögender Gebieter in Adams Kostüm“: Leberecht Migge und die Anfänge der „Sonneninsel“

„Wie ein Hochmögender Gebieter in Adams Kostüm“: Leberecht Migge und die Anfänge der „Sonneninsel“
Die Sonneninsel | © Thomas Elsaesser

Die ›Sonneninsel‹ im Seddinsee, zwischen Köpenick und Gosen, war das letzte und vielleicht umfassendste Projekt, bei dem der Garten- und Landschaftsarchitekt Leberecht Migge Anfang der 1930er Jahre seine Vorstellungen vom ›Abfallbaum‹, von der ›Zeltlaube‹ und der urbanen Kreislaufwirtschaft – zumindest ansatzweise – hat verwirklichen können. Anhand einer extensiven Sammlung von Dokumenten – Fotografien, Filmaufnahmen, Briefen und Akten – schildert Thomas Elsaesser die Genese, genaueren Umstände und das aktuelle Nachleben dieses einzigartigen, gemeinsam mit Elisabeth Elsaesser begonnenen und von ihr fortgeführten Selbstversorger-Experiments. Migge stellt im Rahmen von »Licht Luft Scheiße. Perspektiven auf Ökologie und Moderne« eine der zentralen historischen Referenzen dar. Thomas Elsaesser ist emeritierter Professor für Medien und Kultur an der Universität von Amsterdam und lehrt an der Columbia University New York. Er ist Vorsitzender der Martin- Elsaesser-Stiftung und Mitherausgeber von »Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt« (2009) sowie »Martin Elsaesser: Schriften« (2014). Im Mittelpunkt seines Films »Die Sonneninsel« von 2017 stehen die Karriere des Frankfurter Stadtbaudirektors Martin Elsaesser und die turbulente Liebesbeziehung seiner Ehefrau Liesel mit Leberecht Migge. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes »Licht Luft Scheiße. Perspektiven auf Ökologie und Moderne« – realisiert durch: Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin (BGBM), Martin-Elsaesser-Stiftung, Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg und neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK)

Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes und durch die LOTTO-Stiftung Berlin.

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