Literatur

Irgendwo in diesem Dunkel

In "Sie kam aus Mariupol", ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt lässt sie ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt. Ihre Tochter lebt beim Vater in den "Häusern" am Fluss, unter Verschleppten und Entwurzelten. Dabei möchte sie gern zu den Deutschen gehören, möchte Ursula oder Susanne heißen und träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Aber der gefürchtete Vater sperrt sie ein. In einem Taftkleid der Mutter flieht das Mädchen in die Schutzlosigkeit der Straße. Die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Deutschland des Nachkriegs lebt, erzählt in der klaren, von Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins. Eintritt: 5,- / 4,- Euro

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