Literatur

Lila Lieder

Es bevölkern den Abend: Mette Rudloff, Olga Rado, Fräulein Dr. Südekum, Alexandra und Gerd, Erika Felden und Ruth Hellinger. Sie alle bringen ihre Lebensgeschichten, ihre Beziehungskisten und Dramen mit. Die Liebe ihres Lebens, die unausgesprochene Schwärmerei und Sexgeschichten aus den Ferien auf Lesbos. Zu ihnen gesellen sich weitere schillernde Persönlichkeiten, Suchende, Liebende, Fragende und Interessierte. Dies ist eine Einladung zum Streifzug durch lila Nächte. Einsame Herzen, historische Literatur und die Künstlerin selbst werfen die Frage auf: Wie kann über lesbisches* Begehren gesprochen werden?

Die Lesung ist Teil von „Un-Ghosting Voices“, einem Audioprogramm, das im Außenraum der Galerie im Turm Stimmen hörbar macht, die sich künstlerisch gegen diskriminatorische Strukturen und Benachteiligung aufgrund von Körper, Geschlecht oder Sexualität aussprechen.

In Hörstücken nähern sich die Künstler_innen auf unterschiedliche Weise einer queeren Geschichte und beziehen sich auf Homosexualität, queeren Aktivismus und trans*geschichtliche Ereignisse. Mal gesprochen oder geflüstert, mal musikalisch oder durch das Einbinden akustischer Elemente werden Hörerfahrungen geschaffen, die – mal laut, mal leise – klarstellen, dass alle Stimmen in einer Gesellschaft Gehör finden müssen.

Kuratiert von Vincent Schier.

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