Across Two Spaces – maC Semesterarbeiten
Die Studierenden des MA Choreographie haben mehrere Wochen lang für ihre Semesterprojekte recherchiert und geprobt und zeigen nun dem Publikum ihre Arbeiten. Über zwei Wochenenden verteilt entsteht ein Programm aus sechs Arbeiten, das an zwei verschiedenen Spielorten zu sehen ist. Pro Abend können jeweils drei Arbeiten erlebt werden.Ausgehend von individuellen Fragestellungen und Themen entwickeln die Studierenden je eine eigene Herangehensweise und künstlerische Handschrift. So entsteht eine Reihe unterschiedlicher Setzungen und Formate – mal konzentriert, mal offen, mal experimentell –, die das Publikum einlädt, verschiedene Perspektiven auf choreografisches Arbeiten kennenzulernen.
Dies sind die zweiten drei Projekte dieser Reihe:
„Das Zelt“ von Franziska Doffin
Der Bühnenort ist ein Organismus. Zwischen durchlässigen Membranen und schützenden Hüllen bewegen sich darin zwei Tanzende. Zarte Häute verbinden oder trennen das einander Berühren. Inneres wird nach außen gestülpt und Äußeres ins Drinnen. Auch wir, die Zuschauenden, werden verschluckt und verdaut. Ein Geflecht aus Bildern wächst. Obwohl unsere Vorstellungen sich unterscheiden: Wir sind hier zusammen… und werden zusammen wieder ausgespuckt in eine weite Landschaft. Wo steht dein Zelt?
Team: Franziska Doffin (Konzept/Choreografie) | Milena Luise Stein (Tanz/Co-Kreation) | Anton Gerzina (Tanz/Co-Kreation) | Marina Lukashevich (Musik) | Robert Prideaux (Lichtdesign)
„fei“ von Mirjam Motzke
fei ist ein choreografischer Film über Sehnsucht. Er erkundet ihre widersprüchliche Natur. Der Film führt durch Erinnerungen, Vorstellungen und Erwartungen und fragt: Wo beginnt Sehnsucht? Wann verschwindet sie? Was bleibt, wenn wir nicht mehr ankommen müssen? Und wohin geht eigentlich deine Sehnsucht?
Team: Mirjam Motzke (Konzept/Choreografie/Kamera) | Guillermo de la Chica (Tanz) | Philipp Hones (Ton/Dramaturgie) | Andrea Keiz (Dokumentation/Unterstützung Film)
„SCREAM, BABY SCREAM“ von Ronja Häring
SCREAM, BABY SCREAM schickt uns auf eine bildhafte Reise zur weiblichen Wut und setzt sich mit ihrer transformierenden Kraft auseinander. Weibliche Wut wird hier zelebriert und lässt uns fragen: Welchen Raum geben wir ihr in unserem Leben, in unserer Gesellschaft?
Das Stück macht wütend, aber es macht auch Spaß. Es ist stark und verletzlich. Intim und laut. Poetisch und knallhart. Es appelliert an Empathie und Solidarität.
Team: Ronja Häring (Konzept/Choreografie) | Melissa Herrada (Tanz/Co-Creator) | Rosa Caputo (Musik) | Robert Prideaux (Lichtdesign) | Lucille Küpferle (Kostüm)