Anja Huwe und Das Kinn
Anfang der 1980er-Jahre waren Xmal Deutschland ein Phänomen: In ihrer Heimat wurde die Hamburger Band kaum beachtet, in Ländern wie Großbritannien fast kultisch verehrt. Die Proto-Gothic- und Post-Punk-Formation veröffentlichte auf dem Londoner 4AD-Label, auf dem u.a. die Cocteau Twins oder Dead Can Dance beheimatet waren. Nach der Auflösung 1989 widmete sich Frontfrau Anja Huwe der Malerei. Nach einer 30-jährigen musikalischen Pause veröffentlichte sie mit „Codes“ (2024) eine äußerst stilsichere, unterkühlt klingende Platte. Nach zwei Konzerten in der Berliner Volksbühne kommt Anja Huwe mit Xmal Deutschland noch einmal nach Berlin. Und nicht allein. Der Frankfurter Klangaktivist Toben Piel alias Das Kinn entfaltet die Klangschaften seines ersten Full Length-Albums „Ruinenkampf“.