Ausstellung/Andere Orte

Sumpf der Wunder

Wunderliche Naturzeichen, furchterregende Himmelserscheinungen und Feuerzacken, die vom Himmel fliegen – frühneuzeitliche, apokalyptische Vorstellungen waren noch von anderer Gestalt als unsere heutigen dystopischen Zukunftsvisionen. Doch wie sehen zeitgenössische Zukunftsprojektionen aus? Brauchen wir gegenwärtig dystopische Bilder als

Spiegel der Realität, um Missstände anzuprangern, Protest zu mobilisieren und Veränderung zu initiieren? Gerade in einer Zeit, in der zahlreiche und gleichzeitige Krisen unsere Welt beherrschen, werden zukunftskritische Fragen und Perspektiven immer drängender. Verlassene, urbane und industrielle Räume bieten dabei eine Fläche für kulturelle und subkulturelle

Erscheinungen, Aktivitäten und Protestbewegungen. Die Kunstbrücke am Wildenbruch, lange Zeit selbst einer dieser urbanen Zwischenorte, ist Ausgangspunkt für verschiedene, mit dem Raum interagierenden Kunstwerke. In teils ernsten, teils poetischen oder karikaturistisch humorvollen Arbeiten setzen sich die Künstler:innen der Ausstellung mit unserer Realität und aktuellen dystopischen Zukunftsvisionen auseinander. Sie reflektieren aber auch die Möglichkeiten von Protest und Ausbruch daraus. Hypothetische, absurde und pseudo-dokumentarische Szenarien geben Einblicke in eine mögliche Neuordnung unserer Welt. Doch diese Zukunftsvisionen sind nie eindeutig. In einem dauernden Oszillieren zwischen Apokalyptischem und Utopischem liefern sie mehrdeutige Wunsch- und Schreckensbilder.

Daten & Fakten

Zeitplan

Zeit

Veranstaltungsort

Berlin am besten erleben
Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben
Newsletter preview on iPad