Ausstellung/Museen

Otto Douglas-Hill (1897-1972)

Mit der Ausstellung Otto Douglas Hill ehren wir einen der bedeutendsten Berliner Keramiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anlass ist der 125. Geburtstag am 12. September und der 50. Todestag am 10. Dezember 2022. Seine eigene Formensprache sowie ein souveräner Umgang mit der Oberflächengestaltung, seien es Drehrillen oder intensivfarbene Uni-Glasuren gab er als Lehrer an den Vereinigten Staatsschulen weiter und prägte seine Schüler. Besonders sind auch Douglas-Hills aufgebaute Gefäße, die einen stark bildhauerischen Charakter besitzen. Ein ganz besonderes und seltenes Exponat aus der Museumseigenen Sammlung stellt ein kleiner Pflanztopf dar, wie ihn alle  Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele 1936 in Berlin bei der Siegerehrung mit einem Eichensetzling überreicht bekamen. Zu Douglas-Hills 100. Geburtstag wurde von KERAMOS 158 (Zeitschrift der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V.) 1997 ein umfassender Artikel veröffentlicht – eine Kopie hiervon liegt in unserer Ausstellung aus. In Sammlerkreisen sind seine Arbeiten auch heute noch sehr begehrt, besonders beeindruckend die Gefäße mit türkisblauen Glasuren. In unserer Ausstellung präsentieren wir rund vierzig Exponate, darunter auch einige seiner Schüler.



Otto Douglas-Hill

12.9.1897 als Otto Arthur Franz Hill in Beerberg/Schlesien geboren

1913 – 1916 Berlin, Ausbildung zum Metall- und Steinbildhauer

1916 – 1918 Freiwilliger Soldat im 1. Weltkrieg (kam 60% kriegsversehrt zurück)

1922/23 – 1925 Oranienburg, Douglas-Hill’sche Werkstätte Kom. Ges. (Werkstätten GmbH mit dem Gartenarchitekt Berthold Körting)

1925 – 1930 Berlin-Neukölln, Keramische Werkstätten Douglas-Hill Berlin Werkstattgemeinschaft mit dem Bildhauer Alfred Ehlers bis 1927

1928 als Berater für die Vereinigten Staatsschulen Berlin tätig

1928 Teilnahme an der Internationalen Kunstausstellung in Monza/Italien

1929 – 1943 Lehrauftrag an den Vereinigten Staatsschulen Berlin (ab 1939: Staatliche

Hochschule für Bildende Künste) dort u.a. Werkstattgemeinschaft mit Bodo von Campenhausen: „Werkstatt für gebrannte Erden“ 1934 – 1943

1935/36 Ausführung der „Feldherrenköpfe“ an der Fassade des Reichsluftfahrtministeriums

1937 Paris, Goldmedaille auf der „Kleinen Weltausstellung“

1937 Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste

1938 Berlin, Bronzemedaille auf der „Internationalen Handwerksausstellung“

1939 Ernennung zum Ordentlichen Prof. an der Staatl. Hochschule für Bildende Künste

1947 – 1955 Santiago de Chile (u.a. Ausführung von Regierungsaufträgen)

1955 Rückkehr nach Berlin, vornehmlich baukeramische Arbeiten darunter 1958 die heute noch am Spreeufer am Hansaviertel vorhandene bronzene Brunnenfigur „Lehrflug“

1962 Ernennung zum beamteten Professor auf Lebenszeit durch den Berliner Senat

1962 Übersiedlung n. Malaga/Spanien und Einrichtung von Atelier- und Werkstatträumen 10.12.1972 in Malaga gestorben

Daten & Fakten

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