Ausstellung/Museen

Buried Memories - Vom Umgang mit dem Erinnern. Der Genozid an den Ovaherero und Nama

Gemeinsam mit der namibischen Künstlerin Isabel Tueumuna Katjavivi begibt sich das Museum Neukölln mit dieser Ausstellung auf den Weg der Annäherung verschiedener Erinnerungskulturen.



Es geht darum, einen Umgang mit dem Völkermord zu finden, der während des Deutsch-Namibischen Krieges der Jahre 1904-1908 verübt wurde. Das Verdrängen, das Nicht-Sehen-Wollen, das Vergessen aber auch der Kampf um das Gesehen-Werden sollen sowohl sinnlich als auch faktisch erfahrbar gemacht werden.



Der sog. Herero-Stein von 1907 steht seit 1973 auf dem Friedhof am Columbiadamm und erinnert an sieben Soldaten, die im vormaligen Deutsch-Südwestafrika zu Tode gekommen sind. Diesem kolonialen Denkmal steht die dekoloniale Perspektive der namibischen Künstlerin Isabel Tueumuna Katjavivi gegenüber. Mit ihrer Rauminstallation führt sie genau das vor Augen, was der Stein verschweigt: den 70.000-fachen Tod der Ovaherero und Nama, das unfassbare Leid, das Trauma, das die Überlebenden und die seither aufwachsenden Generationen prägt.



Damit eröffnet die Ausstellung einen diskursiven Raum, der von der Zivilgesellschaft in Namibia und Deutschland über Jahre gefordert wurde, einen Raum für den multiperspektivischen Dialog der Stadtgesellschaft zur Klärung der Frage, wie wir gemeinsam mit der Erinnerung an das koloniale Erbe Deutschlands künftig umgehen wollen und umgehen können.

Um einen Dialog zu diesen komplexen Themen mit der Zivilgesellschaft führen zu können, haben wir ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm konzipiert.



Gemeinsam mit AFROTAK TV cyberNomads und der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (isd) hat das Museum Neukölln dafür einen Call for Moderators veröffentlicht. Auf diese partizipative Weise wird das Museum für externe Expertise für das begleitende Veranstaltungsformat („Museum im Dialog“) geöffnet.

Die im Rahmen der Veranstaltungen gesammelten Ergebnisse, Erlebnisse und Erfahrungen werden auf der Website der Ausstellung veröffentlicht und erweitern damit die Ausstellung in den digitale Raum hinein.

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