Ausstellung/Museen

Schichten. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus erinnern

Schichten. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus erinnern
Hadas Tapouchi, Unter der Brücke, aus der Serie ‚Transforming‘, 2020. | © Hadas Tapouchi

Informationen des Veranstalters

Als im Mai 1945 der Zweite Weltkrieg endete, waren unter der in Berlin verbliebenen Bevölkerung jede oder jeder Siebte Zwangsarbeiterin oder Zwangsarbeiter. Zwangsarbeit war Voraussetzung der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft und Teil des Berliner Alltags. Ein Dreivierteljahrhundert später zeigt die Stadt nur noch wenige Spuren dieser einstigen Gegenwärtigkeit. Die Künstlerin Hadas Tapouchi hat für diese Ausstellung ehemalige Tatorte der Zwangsarbeit in Charlottenburg-Wilmersdorf ins Bild gesetzt. Die Ausstellung verortet die Fotografien in einer Topographie der Zwangsarbeit im Bezirk, zeichnet die Überlieferung des Zwangsarbeitssystems nach und gibt Erinnerungen von ehemaligen Zwangsarbeitenden wieder. SCHICHTEN eröffnet damit einen Raum für Fragen nach dem Verhältnis von Zwangsarbeit, Sichtbarkeit, Stadt und Erinnerung.