Berliner Philharmoniker: von Beethoven zu Strawinsky
Bei den diesjährigen Osterfestspielen in Baden-Baden wurde das Orchester frenetisch gefeiert. Auch wenn die Musiker:innen und Kirill Petrenko seit gut einem Monat wieder zu Hause sind, wirkt der Schwung nach – und beschwingt zu werden, verspricht auch das neue Programm. Der Abend beginnt mit Igor Strawinskys heiter-ironischer, auf die Commedia dell’arte verweisender Suite „Pulcinella“ (1920). In seinen für den Cellisten Wilhelm Fitzenhagen geschriebenen „Variationen über ein Rokoko-Thema“ verzichtet Pjotr Iljitsch Tschaikowsky weitgehend auf Pathos. Diese verspielte Mozart-Hommage führen die Berliner Philharmoniker mit Gautier Capuçon (Foto) als Solisten auf. Abschließend erklingt Ludwig van Beethovens vitale 2. Sinfonie, die der damals 31-Jährige im Angesicht seiner beginnenden Taubheit komponierte, deren Ursachen bis heute nicht abschließend geklärt sind.