Bühne/Schauspiel

4.48 Psychose

Ulrich Rasches Inszenierung von Sarah Kanes (1971-1999) letztem Text ist eine Herausforderung – aber eine lohnende. Knapp drei Stunden deklamieren drei Solistinnen und ein Chor aus sechs Männern den poetischen und zugleich erschütternden Text auf Laufbändern. Die Metapher des rasenden Stillstands illustriert die Dissoziation eines Individuums. Der Gedankenfluss, dessen Sprachduktus sich der Psychologisierung verweigert, wird unterbrochen durch Sätze des Klinikpersonals, dem jegliche Empathie für die an schwerer Depression Leidende fehlt. Die Medikamente helfen nicht, sie sedieren lediglich. 4.48 Uhr morgen sei jedoch der Moment der Klarheit – in der nur der Suizid als Ausweg erscheint. 

Daten & Fakten

Zeitplan

  • Fr 24.06
  • Sa 25.06

Zeit

Veranstaltungsort

  • 20:00

    Deutsches Theater

  • 18:00

    Deutsches Theater

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