Das lustvolle Brechen von Regeln erschien dem spanischen Künstler Antonio Saura (1930–1998) so vertraut, dass er sich als 60-Jähriger intensiv mit der Pinocchio-Figur und ihrer Rezeption beschäftigte. Er las Carlo Collodis Original, aber am meisten begeisterte ihn eine Adaption: Christine Nöstlingers „Der neue Pinocchio“ aus dem Jahr 1988. Die liebevoll erzählte Geschichte kommt ohne moralischen Zeigefinger aus. Sauras darauf basierende Illustrationen wurden 1994 mit dem „Kunstbuch des Jahres“ ausgezeichnet.
Die Drehbühne Berlin führt in einer Kombination aus Schau- und Puppenspiel Sauras Bilderwelten und Nöstlingers literarische Handlung zusammen: Der Maler Antonio stellt überrascht fest, dass eines seiner Bilder lebendig wird.
26.07.2023 - 18:12 Uhr
Bühne/Schauspiel