Elf Jahre lang gehörte Shakespeares Tragödie um den Königsmörder und seine ebenso blutrünstige Angetraute Lady [Macbeth zum Repertoire des Sommer-Programms der Shakespeare Company. Uwe Cramers Inszenierung, die offenlegt, wie eine politische Strategie und eine private Agenda miteinander verknüpft sind, ist heute und morgen zum letzten Mal zu sehen,
Bühne/Schauspiel
Macbeth
Bestärkt von seiner Gattin, ermordet Macbeth den König Schottlands, in dessen Namen er eine Rebellion blutig niederschlug, und krönt sich selbst zum Herrscher. Aber seine Macht erweist sich als hohl, die Geister der Toten kehren wieder. Seinen ehemaligen Kampfgefährten Banquo lässt Macbeth ausschalten, die Familie seines stärksten Gegners Macduff wird kaltblütig ermordet, bald darauf formieren sich seine Gegner. Lady Macbeth, von Schuldgefühlen verfolgt, verliert den Verstand und nimmt sich das Leben. Macbeth, von Schlaflosigkeit gepeinigt, klammert sich bis zuletzt an trügerische Illusionen. Was ihm zu Beginn der Tragödie die Hexen am Wegesrand vorhersagten, erweist sich am Ende als Blendwerk seines Traums von der eigenen Unverletzlichkeit.
Die Inszenierung konzentriert sich nicht allein auf den Machthunger von Macbeth und seiner Lady. Als Liebespaar am Pol der Macht wird ihr Denken und Handeln als zeitlos modernes Unterfangen thematisiert, um politische und private Ziele miteinander in Übereinstimmung zu bringen.
Daten & Fakten
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Termin
Dienstag 18.06.2024
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Veranstaltungsort
Shakespeare Company Berlin im Theater am Insulaner
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Adresse
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Telefon
030 20 60 56 36