Bühne/Schauspiel

Re-Lording Richard 3.0

1485 stirbt König Richard III in der Schlacht bei Bosworth. Sein Tod setzt den Schlusspunkt der „Rosenkriege“, der blutigsten Epoche Englands. Nun findet er sich im 21. Jahrhundert wieder. Die Welt hat sich verändert. An seiner Seite ist Alexa, von der er von seinem Vermächtnis erfährt als „Usurpator und am meisten geschmähter König Englands“ in die Geschichte eingegangen zu sein. Vor allem Shakespeares Tragödie hallt durch die Jahrhunderte und untermauert Richards Person als Verkörperung des absolut Bösen. Richard stellt sich den Zuschreibungen und lässt uns an seiner Geschichte teilhaben. Er spricht über das intrigante Hofleben, wo Verleumdung und Verrat den Alltag beherrschten. Er gesteht seine Ängste, Zweifel, Freuden und unbeirrbare Loyalität. Er räumt mit dem von Hollywood glorifiziertem Bild des toxisch männlichen Ritters ab, und erläutert den Wandel der Mode. Vor allem rechnet Richard mit Shakespeare und dessen Vorurteilen ab. Damals war es das Theater, heute sind es Social Medias, die den Raum für Propaganda und Fake News geben, Massen hypnotisieren, verführen und beeinträchtigen können. Richard und Alexa stoßen auf die Frage: Hat die Welt sich wirklich grundlegend verändert?



 



Text: Philipp Sommer



Regie: Maja Delinić

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