Bühne/Schauspiel

La Codista

Ich möchte nicht die Erste sein. Ich bin lieber der Letzte.



Je schneller die Welt geht, desto langsamer werde ich.



Ich gehe gegen den Strom. Wie ein Lachs.



 



Als er seine Arbeit verliert, erfindet der Mailänder Giovanni Cafaro einen neuen Beruf und beginnt gegen Bezahlung in Schlangen vor Ämtern und Behörden für andere zu warten. Die Schauspielerin Marleen Scholten nimmt seine Geschichte als Grundlage für ihren Monolog „La Codista“. Entstanden ist ein Abend über das Warten in der Schlange (Italienisch: la coda), darüber, sich in die Lage eines anderen Menschen zu versetzen, und nicht zuletzt über die Ungeduld und das Verlangen, die mit dem Warten einhergehen.



 



Die niederländische Schauspielerin und Autorin Marleen Scholten lebt in Italien und hat für dieses Projekt in ihrer Wahlheimat verschiedene Menschen dazu interviewt, wie sie Stillstand erleben und was er für sie bedeutet. Zudem stand die Schauspielerin selbst stundenlang in Schlangen, beispielsweise bei der Post oder beim Finanzamt, um den Mechanismus des intensiven Wartens zu erleben. Sie fand dort Chaos und Einfachheit vor, Menschen, die irgendwo zufällig zusammenkamen, mit nur einem Zweck: darauf zu warten, bis sie endlich an der Reihe sind.



 



Für den Text gewann Marleen Scholten den Dramaturgiepreis Antonio Conti in Italien.



 

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