Bühne/Oper

Moses und Aron


Informationen des Veranstalters

Jahrzehntelang beschäftigte sich Schönberg mit seiner Zwölftonoper Moses und Aron. Im Gepäck des 1933 vor den Nazis ins amerikanische Exil fliehenden Komponisten befinden sich die in Berlin vollendeten ersten zwei Akte der dreiaktig geplanten Oper. Der letzte Akt seines Werkes bleibt – trotz wiederholter Absichtsbekundungen – bis zum Ende seines Lebens unvertont.

Schönbergs Oper ist alles andere als ein trockenes Stück über abstrakte religiöse Ideen, sondern ein packendes Musikdrama über die nie endende Suche des Menschen nach etwas Höherem, über seine unstillbare Sehnsucht nach dem »Land, in dem Milch und Honig fließen«. Dass es ein Torso bleiben musste, liegt womöglich in der Thematik des Stückes selbst begründet: Denn nicht nur der Widerspruch zwischen Moses, dem Mann der Gedanken, und seinem Bruder Aron, dem Mann der Worte und Bilder, ist letztlich unauflösbar. Auch die ewige Suche nach dem »gelobten Land« kann – für Schönberg ebenso wie für das jüdische Volk, das im übertragenen Sinne für die gesamte Menschheit steht – am Ende nur unerfüllt bleiben.