Bühne/Schauspiel

Faust – Schönheit, Liebe, Arbeit

Faust – Schönheit, Liebe, Arbeit
Theater an der Museumsinsel

Goethes Faust wäre wohl in Vergessenheit geraten, wenn sich nicht am preußischen Hofe ein Kreis aberwitziger Schöngeister im Schloss Monbijou versammelt hätte, der Besuch aus dem Ausland bekam. Der polnische Fürst Radziwiłł nahm sich Goethes Faust aus Liebhaberei an. Er komponierte eine 13-stündige Oper, bestellte Bühnenbilder bei Karl Friedrich Schinkel, veranlasste Laterna Magica-Projektionen, den neuesten Schrei der damaligen Technik, und verpflichtete den gesamten Hof als Ensemble. Dem 63-jährigen Goethe wurde aus Berlin berichtet: „Die Prinzen haben den heroischen Entschluss gefasst, deinen Faust unter sich aufzuführen“. Goethe half, dichtete um und ließ sich alles genauestens schildern. Dem 63-jährigen Goethe wurde aus Berlin berichtet: „Die Prinzen haben den heroischen Entschluss gefasst, deinen Faust unter sich aufzuführen“. Goethe half, dichtete um und ließ sich alles genauestens schildern. Nur Weimar konnte er nicht verlassen. Zu sehr beschäftigten ihn die Beendigung von Faust 2, die Pflichten, Christiane Vulpius … Das Schlösschen Monbijou wurde nach dem 2. Weltkrieg abgerissen, und so verschwand auch die Geschichte um die Berliner Uraufführung von Goethes ruhmreichem Faust aus dem öffentlichen Bewusstsein. Wir wollen sie in diesem Jahr am Ort der Uraufführung ausgiebig feiern.

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