Eine Hommage: Lina Morgenstern – Wie eine Frau Berlin veränderte
Lina Morgenstern (1830–1909), geborene Bauer, stammte aus wohlhabenden jüdisch-bürgerlichen Verhältnissen in Breslau. Ihr Vater Albert Bauer war ein erfolgreicher Möbel- und Antiquitätenhändler beziehungsweise Fabrikant; ihre Mutter Fanny, geborene Adler, entstammte einer angesehenen Krakauer Familie – ihr Vater war dort Senator. Bereits in jungen Jahren setzte sie sich für Benachteiligte ein. So gründete sie im Alter von 18 Jahren einen „Pfennigverein“, der armen Schulkindern Bücher, Schreibmaterial und Kleidung finanzierte. Später rief sie unter anderem Volksküchen und Kindergärten ins Leben. Ab den 1870er-Jahren engagierte sie sich darüber hinaus für Frauenrechte und wurde Vorstandsmitglied der Deutschen Friedensgesellschaft. Im Rahmen des Jahresmottos „Die Kraft der Frauen“ setzen Alina Gause (Spiel, Gesang), Carl Martin Spengler (Spiel, Gesang), Dennis Weissert (Spiel, Gesang) und Gerhard J. Rekel (Buch, Regie, Bühnenbild) Lina Morgenstern ein theatrales Denkmal.