Bühne/Schauspiel

Nachspielzeit: Der Kaiser von Kalifornien

Nachspielzeit: Der Kaiser von Kalifornien
Volksbühne Berlin | general_use

Der Titel der Uraufführung bezieht sich auf den gleichnamigen Film von Luis Trenker (1935/36). Halb Western, halb romantisiertes Biopic wird darin geschildert, wie Johann August Sutter 1836 ein neues Leben in Nordamerika beginnt und zwölf Jahre später vom Goldrausch profitiert, bevor ihn die Profitgier der Schürfer letztlich überrollt. In seinem Volksbühnen-Debüt montiert Regisseur Alexander Eisenach (Foto) Motive des Films mit aktuellen Diskursen zu einem Abend über Abschied und Aufbruch, Heimat und Flucht.


Informationen des Veranstalters

Kalifornien, Golden State. Die Geschichte eines Rausches, von Abenteurern, von falscher Freude, dem Traum vom Westen. 1848 wurde in Neu-Helvetien, der Privatkolonie des Schweizers Johann August Suter nördlich von San Francisco, ein Goldnugget entdeckt. Daraufhin strömten zehntausende Glücksuchende nach Kalifornien. Doch Glück findet hier niemand. Im Gegenteil: Der Goldrausch markiert die endgültige Abkehr vom Freiheitsbegriff des Menschen und die Unterwerfung unter das Regime des Kapitals. Goldrausch und Goldfieber bezeichnen präzise jene Zustände, in denen das wahnhafte Individuum die Verantwortung für sein persönliches Schicksal und Glück an eine Ideologie überantwortet, die auf gegenseitiger Ausbeutung und dem Roulettespiel des Marktes beruht.